ProA-Playoffs: Heidelberg vor Aufstieg

Die Hälfte der Playoffs in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA ist gespielt. In beiden Gruppen haben die vier Teams jeweils einmal gegeneinander gespielt. Als großer Gewinner der Hinrunde gehen die MLP Academics Heidelberg hervor. In Gruppe 2 liegen sie mit drei Siegen deutlich vor ihren drei Konkurrenten, die jeweils ein Spiel gewonnen haben. Das Überraschungsteam aus Leverkusen hat in Gruppe 1 alle drei Spiele gewonnen. Der Rekordmeister hat allerdings keinen Lizenzantrag für die easyCredit BBL gestellt. Mit Science City Jena hat dies der Gruppenzweite allerdings getan. Die Thüringer haben mit bisher zwei Siegen noch alle Trümpfe in der eigenen Hand. Rostock muss nach zwei Niederlagen schon auf Schützenhilfe hoffen.

Gruppe 1 – 2. Spieltag: Leverkusen überrascht, Rostock gelingt Pflichtsieg

Jena reiste als Sieger des Spitzenspiels gegen Rostock nach Leverkusen. Doch in der Farbenstadt gelang ihnen nur beim 0:2 die Führung. In der Folge übernahmen die Gastgeber das Kommando und spielten den Aufstiegskandidaten phasenweise an die Wand. 31:14 endete das furiose erste Viertel. Jena kam dann besser ins Spiel und erkämpfte sich zur Halbzeit einen einstelligen Rückstand. Doch in Schlagdistanz kam das Team von Frank Menz nicht, die Giants fanden immer die passende Antwort. Am Ende setzten sich die Rheinländer mit 99:84 durch und profitierten dabei von einer 57%igen Trefferquote aus dem Feld. Topscorer des Teams war JJ Mann, der auf 21 Punkte kam. Dieselbe Punktzahl erreichte Jenas Center Norense Odiase.

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Im zweiten Spiel der Gruppe bewahrten sich die Rostock Seawolves zwischenzeitlich ihre Chancen. Im Duell der beiden Auftaktverlierer feierten die Hansestädter zwar einen Start-Ziel-Sieg, mussten sich über die gesamte Spieldauer aber den Artland Dragons heftig erwehren. Jacob Knauf hatte die Gäste 3:19 Minuten vor dem Ende wieder auf 68:64 herangebracht, doch die Routiniers Trevor Lacey und Behnam Yakhchali sorgten in der Folge für die Entscheidung. Mit 18 Punkten war Lacey auch Rostocks Topscorer beim 78:66. Für die Artländer scorte Gerel Simmons mit 25 Punkten am häufigsten.

Gruppe 2 – 2. Spieltag: Heidelberg bleibt ungeschlagen, Krimi in Kirchheim

In Gruppe 2 hatten die MLP Acadmics nur eine Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe. Mit 43:40 gingen die Heidelberger gegen die wiha Panthers Schwenningen in die Pause. Im dritten Viertel erhöhten sie offensiv die Schlagzahl und setzten sich vor dem Schlussviertel auf 13 Punkte ab. Die Schwarzwälder kamen nicht mehr näher, sodass die Kurpfälzer sich mit dem 93:79 an die Spitze setzten. Jordan Geist führte die Gastgeber mit 26 Punkten in der Scorerliste an, Courtney Stockard steuerte 21 Zähler für Schwenningen bei.

Großes Drama bot das Duell Kirchheim gegen Bremerhaven. Beide Teams hatten ihren Auftakt verloren, aber zu Beginn waren nur die Schwaben am Drücker. 19 Punkte lagen die Knights schon vorne und hielten auch bis zum Ende des dritten Viertels einen 80:69-Vorsprung. Als auch 2:48 Minuten vor dem Ende noch neun Punkte Unterschied auf der Anzeigetafel standen, schien Kirchheim wie der sichere Sieger. Doch einige Turnover brachten Bremerhaven zurück ins Spiel und Armani Moore brachte die Eisbären 30 Sekunden vor dem Ende mit einem Punkt in Führung. Den Schlusspunkt unter das Offensivspektakel setzte allerdings Nico Brauner, der einen Dreier zum 104:102-Endstand versenkte. Richie Williams erzielt 22 Punkte für Kirchheim, Max Ugrai kam auf 23 Punkte für Bremerhaven.

Gruppe 1 – 3. Spieltag: Leverkusen schockt Rostock, Jena bleibt im Rennen

Vorentscheidenden Charakter hatte die Partie zwischen den Bayer Giants Leverkusen und den Rostock Seawolves. Nachdem der Rekordmeister zum Ende der ersten Halbzeit davonzog und mit 47:37 in die Kabine ging, starteten die die Ostseestädter im dritten Viertel ihr Comeback. Für das Team des ehemaligen Bundestrainers ging es bei seinem langjährigen Arbeitgeber schon fast um alles, bei einer Niederlage lägen die Seawolves drei Spiele vor dem Playoff-Ende zwei Siege hinter den Giants. Die Rostocker kämpften nun also und lagen vor dem Schlussviertel 57:61 vorne. Eine Zonenverteidigung hatte die Gastgeber in Bedrängnis gebracht, doch angeführt von Haris Hujic (11 Punkte, 13 Assists) fanden sie zurück in die Spur. Knapp sechs Minuten vor dem Ende brachte Topscorer Grant Dressler (20 Punkte) seine Farben wieder in Führung. Leverkusen erarbeite sich in der Folge eine kleine Führung, die sie bis zum Ende des Spiels verteidigten und an der Linie zum 85:77-Endstand ausbauten. Für Rostock war erneut Trevor Lacey mit 23 Punkten der erfolgreichste Korbschütze.

Das Ergebnis aus Leverkusen setzte Jena gegen Quakenbrück weiter unter Druck. Wie bereits unter der Woche zeigten die Thüringer dabei nicht ihre beste Leistung. Die beiden ehemaligen Bundesligisten, die beide einen BBL-Lizenzantrag gestellt haben, schenkten sich über die 40 Minuten nichts. Während die Niedersachsen im ersten Viertel einen leichten Vorteil hatten, zogen die Gastgeber im zweiten Abschnitt vorbei und blieben bis ins Schlussviertel meist leicht in Front. Dort übernahm der Hauptrundenachte nochmals die Führung, in der Crunchtime behielten aber die Optikstädter die Oberhand. Der 84:81-Sieg ist ihr zweiter in der Gruppe 1, womit Science City weiter alle Trümpfe für den Aufstieg in der eigenen Hand hält. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung stach Robin Lodders mit 16 Punkten als Topscorer heraus. Getoppt wurde der Big Man nur von Dragons-Guard Zack Ensminger, der sich für 22 Punkte verantwortlich zeigte.

Grupp 2 – 3. Spieltag: Heidelberger Comeback, Bremerhaven souverän

Die MLP Acamdics Heidelberg gehen mit besten Aufstiegschancen in die Playoff-Rückrunde. Dabei sah es in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte zur Halbzeit noch nicht nach dem dritten Sieg für die Gäste aus. Die Ritter spielten eine nahezu perfekte erste Halbzeit gegen die favorisierten Akademiker. Nachdem Heidelberg durch einem 0:9-Lauf nach fünf Minuten kurz in Front lag, zeigte das Kirchheimer Kollektiv seine Klasse. Bis zum Pausentee erspielten sich die Schwaben eine 50:38-Führung. Doch der Hauptrundenzweite zog nach dem Seitenwechsel die defensiven Schrauben an. 11:25 ging der Abschnitt an die Gäste, die nun über weite Strecken des Schlussviertels einen knappen Vorsprung inne hatten. Die Knights gingen jedoch noch zweimal selbst in Führung, ehe Niklas Würzner und Shy Ely ihr Team in der Crunchtime auf die Siegerstraße brachten. Durch das 83:89 stehen die Heidelberg einen Sieg vor dem sicheren Erreichen eines Entscheidungsspiels und zwei Siege vor dem sportlichen Aufstieg. Während bei Kirchheim sieben Spieler zwischen neun und zwölf Punkte beisteuerten, stach bei Heidelberg Philipp Heyden mit 21 Punkten hervor.

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Das Duell der beiden Gruppengegner, die keinen Lizenzantrag für die deutsche Eliteklasse gestellt haben, war dagegen eine klare Angelegenheit. Schwenningen lag nicht einmal in Führung und nach dem 2:2 erreichten sie auch nicht mehr den Score der Gäste aus Bremerhaven. Die Eisbären hatten mit den Panthers das Heimrecht getauscht, damit sie nach dem Spiel in Kirchheim nicht erst zurück an die Nordsee reisen mussten, um drei Tage später wieder im Schwarzwald anzutreten. Mit 30 Punkten im ersten Viertel machte sich der längere Hotelaufenthalt nicht negativ bemerkbar, und auch Viertel zwei und drei gingen an die Nordlichter. Auch 17 Ballverluste konnten die Hafenstädter kompensieren und fuhren mit 71:80 ihren ersten Playoff-Sieg ein. Rytis Pipiras kam für Schwennigen auf 17 Punkte, Curtis Davis führte mit 22 Punkten die Eisbären an.

Montag, Donnerstag und Sonntag entscheiden Aufstieg

In Gruppe 1 liegt Leverkusen (3-0) nun vor Science City Jena (2-1) und den Rostocks Seawolves (1-2). Die sieglosen Artland Dragons haben nur noch theoretische Chancen auf einen Einzug in ein Aufstiegs-Entscheidungspiel. Am Montag geht es für Rostock zuhause gegen Leverkusen allerdings schon um alles. Bei einer Niederlage könnten die ambitionierten Ostseestädter den sportlichen Aufstieg nicht mehr schaffen. Auch bei einem Sieg müssten sie noch auf Schützenhilfe aus Jena oder Quakenbrück hoffen. Für Jena wird das Auswärtsspiel in Quakenbrück ein Pflichtsieg, auch wenn die Dragons bisher immer ein ebenbürtiger Gegner waren. Entscheidend kann hier am Donnerstag dann ihr Heimspiel gegen Leverkusen werden. In dieser Konstellation, in der auch ein Dreiervergleich eine mögliche Option ist, werden die direkten Vergleiche immer wichtiger. Sollten drei Teams gleichviele Siege erreichen, kommen die beiden besserplatzierten im Dreiervergleich ins Entscheidungsspiel. Der Tabellenführer nach sechs Spielen bekäme dort dann Heimrecht.

Die Ausgangslage in Gruppe 2 verspricht dagegen weniger Spannung. Während Heidelberg mit drei Siegen den Durchmarsch in Richtung Bundesliga plant, haben Kirchheim, Schwenningen und Bremerhaven jeweils ein Spiel gegeneinander gewonnen. Damit kann Heidelberg am Montag gegen Kirchheim schon ein mögliches Entscheidungsspiel sichern und bei einem fünften Sieg am Donnerstag in Schwenningen schon den Aufstieg zelebrieren.