Der Griff nach der College-Krone

68 Teams, 67 Spiele, ein Traum: Die „March Madness“ geht in ihre 83. Auflage, die besten Uni-Teams des Landes kämpfen um den NCAA-Thron. Wir ordnen den März-Wahnsinn für euch ein und verraten, welche Teams sich Titelhoffnungen machen dürfen, wer überraschen kann und nennen Basketballtalente, die man im Auge behalten sollte.

Die beiden Top-Favoriten

Wer macht das Rennen um den NCAA-Titel? Eine Frage, die Millionen Menschen rund um den Globus beschäftigt, während sie ihr „Bracket“ ausfüllen. Welche Rückschlüsse können wir aus der regulären Spielzeit ziehen? Die Gonzaga Bulldogs wurden ihren Vorschusslorbeeren gerecht und bestätigten mit starken Saisonleistungen ihre Top-Platzierung in dem ersten „AP Top 25“-Ranking, das im Oktober 2021 erschien. Prominente Universitäten wie Duke, Kentucky, Baylor oder UCLA ließen immer wieder ihr enormes Potenzial angesichts des individuellen Talentlevels aufblitzen. Die spielerische Konstanz, die vor allem während des NCAA-Tournaments benötigt wird, ließen sie jedoch regelmäßig vermissen. Daher müssen sie vorerst mit dem Status des „Favoriten in Lauerstellung“ vorlieb nehmen. Doch werfen wir einen Blick auf die beiden größten Titelaspiranten.

Gonzaga Bulldogs: #1-Seed in der West Region

26 Siege und 3 Niederlagen; angepasstes Offensivrating: 121,8 (#1.), angepasstes Defensivrating: 88.8 (#7)

Schenkt man den größten Wettanbietern Glauben, gehen die Gonzaga Bulldogs als größter Favorit auf den Titelgewinn ins Rennen – erneut. Im vergangenen Jahr waren die „Zags“ bei den Buchmachern ebenfalls die „sicherste Wette“. Im Finalspiel musste sich die Mannschaft um Jalen Suggs, Joel Ayayi, Corey Kispert und Drew Timme jedoch den Baylor Bears geschlagen geben. Steht jetzt die Wiedergutmachung an?

Head Coach Mark Few musste zwar einige Spieler gen NBA ziehen lassen, aber an dem Favoritenstatus von Gonzaga hat sich nichts geändert. Star-Freshman Chet Holmgren (14,2 PpG, 9,6 RpG, 3,6 BpG und 70,4% TS) verankert gemeinsam mit Center Timme (17,5 PpG und 6,3 RpG) eine Top-Ten-Defensive. Das offensive Zusammenspiel der beiden Big Men mit vielen High-Low-Sets funktioniert hervorragend, Holmgren ergänzt mit seinem sicheren Distanzwurf (41,2% 3FG) das Post-Spiel von Timme und sorgt für genügend Spacing. Die Guards Andrew Nembhard und Rasir Bolton setzen mit ihren Drives die gegnerischen Verteidigungen unter Druck und können ebenfalls in jedem Spiel zum Top-Scorer des Teams avancieren.

Generell sind die Bulldogs auch in dieser Saison wieder eine gut geölte Offensivmaschine, die der Konkurrenz in puncto Effizienz die kalte Schulter zeigt: 121,8 Punkte erzielen das Team von Coach Few auf 100 Ballbesitze gerechnet – NCAA-Bestwert.

Auf dem Weg zum ersten NCAA-Titel der Schulhistorie warten auf die Bulldogs einige Stolpersteine. Der „Worst Case“: Das ultra-athletische Team der Memphis Tigers inklusive NBA-Prospect Jalen Duren in der zweiten Runde, gefolgt von den Arkansas Razorbacks im „Sweet Sixteen“ und den Duke Blue Devils oder Texas Tech Raiders in der „Elite Eight“-Runde: alles Mannschaften, die in diesem Jahr gemäß des Rankings von KenPom zu den 30 besten College-Teams des Landes zählen. Eine Herkulesaufgabe für Gonzaga…

NBA-Talent im Fokus: Chet Holmgren

Der spindeldürre Schlaks mit den langen Gliedmaßen (Armspannweite von 2,28 Metern) sieht nicht aus wie ein Nummer-eins-Pick und protypischer NBA-Superstar. Aber abseits der ästhetischen Vorurteile gibt es nur wenig spielerische Gründe, die gegen Holmgren sprechen. Der 19-Jährige dominierte auf jedem Level, auf dem er bislang spielte: Highschool, AAU, FIBA-U19-WM und jetzt NCAA: Mit seiner Kombination aus Ballhandling-Fähigkeiten, weichem Wurfgelenk und Motorik kann der 2,13-Meter-Mann im Angriff aus jeder Position aus seine Würfe treffen – dazu hat er ein gutes Auge für seine Mitspieler und die nötigen technischen Passfähigkeiten.

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Seine Effizienzwerte bei den einzelnen Play-Types spiegeln dieses besondere Talentlevel wider: In Isolation-Situationen legt der Bulldog durchschnittlich 1,84 Punkte auf, er generiert 1,73 Punkte pro Abschluss aus dem Catch-and-Shoot und erzielt 1,49 Punkte bei den Transition-Chancen. Wer Holmgren noch nicht in Action gesehen hat: Das Einschalten lohnt sich!

Arizona Wildcats

31 Siege und 3 Niederlagen; angepasstes Offensivrating: 119,6 (#5.), angepasstes Defensivrating: 92,4 (#20)

Die Gonzaga Bulldogs sind nicht ganz unschuldig an der aktuellen Erfolgsgeschichte der Arizona Wildcats. Der Grund: Tommy Lloyd. Der Neu-Headcoach von Arizona saß 20 Jahre lang an der Seitenlinie in Spokane, wo er Gonzaga-Coach Few assistierte. Dass die Wildcats sich mit Llyod einen sehr guten Basketballcoach gesichert haben, bewies der 47-Jährige bereits in seiner Premierensaison auf eindrucksvolle Weise.

Arizona pflügte sich durch die haueigene PAC-12-Conference (18-2) und zelebrierte dabei einen attraktiven Tempo-Basketball, den man so von den Wildcats gar nicht kannte. In dieser Hinsicht wird die offensive Few-Handschrift am deutlichsten: Lloyd legt, analog zum Gonzaga-Coach, großen Wert auf schnelle Umschaltmomente nach Steals und Rebounds – oder auch nach gegnerischen Körben. Das Transition-Spiel wir konsequent angekurbelt, die Aktionen in der Early Offense forciert. Es hilft dem Team, dass auch die nominellen Flügelspieler Bennedict Mathurin (17,4 PüG und 2,6 ApG) und Dalen Terry (7,6 PpG und 3,9 ApG) mit dem Ball in der Hand kreieren können und für sich und ihre Teamkollegen gute Abschlussoptionen verschaffen. Das erlaubt Aufbauspieler Kerr Kriisa sich häufig abseits des Balls zu bewegen und als wurffreudiger Dreierspezialist (7,1 Versuche pro Partie und 35,3 Prozent) für Spacing zu sorgen.

Die beiden Seven-Footer Christian Koloko (10,4 BLK%) und Oumar Ballo (7,3 BLK%) bewachen den eigenen Korb und können mit ihrer vertikalen Explosivität und Länge sowohl als Help-Defender Blocks einsammeln oder auch in der Postup-Defense den Ring beschützen.

Die Wildcats sind ein eingespieltes Team, können in verschiedenen „Coverages“ verteidigen und sind auch im Angriff nur schwer auszurechnen. Sorgen bereitet jedoch das lädierte Sprunggelenk des Esten Kriisa. Der Aufbauspieler knickte im PAC-12-Turnier böse um – seine Rückkehr während des Turniers wird auch darüber entscheiden, ob Head Coach Llyod der kolossale Triumphzug in seinem ersten Jahr in Tucson gelingt.

NBA-Talent im Fokus: Bennedict Mathurin

In der NBA sind athletische Flügelspieler, die über einen sicheren Distanzwurf verfügen und auch sekundäre Playmaking-Skills mitbringen, eine sehr gefragte Währung. Es verwundert nicht, dass Mathurin schon nach seinem Freshman-Jahr bei den Wildcats als potenzieller Lottery-Pick gehandelt wurde. Der Kanadier mit haitianischen Wurzeln entschied sich jedoch gegen den Sprung zu den Profis. Stattdessen legte er in seiner zweiten NCAA-Spielzeit eine bemerkenswerte Entwicklung hin: Immer öfters agiert er als Dribbler in Pick-and-Roll-Spielzügen, aus denen er durchschnittlich 1,02 Punkten pro Ballbesitze generiert – ein vielversprechender Wert, wenn es um sein Potenzial als „On-Ball-Creator“ in der NBA geht. Dass er dazu ein ultra-effizienter Werfer aus dem Catch-and-Shoot (1,79 Punkte pro Abschluss) sowie nach Hand-off-Aktionen (1,37 Punkte) ist, macht ihn nur noch mehr zu einem Wing-Talent, nach dem sich NBA-Teams sehnen.

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Die Geheimtipps auf das Final Four

Seit 1985 haben es erst sechs Mannschaften geschafft, bis in das Final Four vorzustoßen, obwohl sie mit einem Setzplatz von #10 oder höher in das Turnier gegangen sind: LSU (1986), George Mason (2006), VCU (2011), Syracuse (2016), Loyola Chicago (2018) sowie UCLA (2021). Der Underdog-Hype hat in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen – drei dieser überraschenden Final-Four-Trips sind in den vergangenen fünf Turnieren geschehen [Anm.d.Red.: Die March Madness 2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt]. Es lohnt sich also, einen Blick auf die ambitioniertesten „Double-Digit-Seeds“ zu schauen.

Davidson Wildcats (#10-Seed, West Region)

Michigan State, Duke, Texas Tech und Gonzaga: Auf dem Weg ins Final Four haben die Wildcats eine Route vor sich, die beschwerlicher kaum sein könnte. Bereits das erste Wochenende hat es mit den beiden College-Schwergewichten aus East Lansing und Durham in sich. Aber auch die Blaublüter-Universitäten sind gut beraten, die Wildcats aus North Carolina nicht zu unterschätzen.

Head Coach Bob McKillop lässt seine Spieler eine Form der Motion Offense laufen, bei der es viele Screen-Aktionen gibt, um den Schützen Freiräume zu verschaffen. Der österreichische Big Man Luka Brajkovic ist ein Center moderner Bauart, der sich mit dem Ball in seinen Händen auch auf dem Flügel wohlfühlt. Als High-Post-Playmaker setzt er seine cuttenden Mitspieler mit gut getimten Pässe regelmäßig in Szene – inklusive sehenswerten Highlights:

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Am hinteren Ende des Felds stellt Davidson zwar niemanden kalt, aber dafür sind sie auch selbst im Angriff nur schwer zu bändigen. Ob von der Dreierlinie (38,5%, 8.), aus dem Zwei.Punkte-Land (54,2%, 34.) oder bei den „Freebies“ (75,7%, 49.): Die Wildcats punkten von überall mit deutlich überdurchschnittlicher Effizienz. Dazu sorgt das umsichtige Aufbauspiel von Foster Loyer sowie den guten Passfähigkeiten aller Spieler dafür, dass die Gegner quasi nie an einfache Ballgewinne kommen (TOV%: 7.3, 38.).

Mit dem Wurfspezialisten Hyungjung Lee bietet die Alma Mater von Stephen Curry sogar ein vielversprechendes NBA-Talent auf. Der 21-Jährige legt in dieser Saison Fabelzahlen auf, die nur ein Prädikat verdienen: absurd! Wenn Lee um Blöcke curlt und dann zum Wurf hochgeht, erzielt er durchschnittlich 1,91 Punkte. Bei all seinen Wurfversuchen aus dem Catch-and-Shoot liegt dieser Wert sogar bei 2,09! Durch ein erfolgreiches Turnier könnte der Südkoreaner auf den Notizblöcken der NBA-Scouts weiter nach oben rutschen.

Virginia Tech Hokies (#11-Seed, East Region)

Kein anderes Team geht mit einem solchen Rückenwind in das Turnier wie Virginia Tech: Die Hokies gewannen 13 ihrer letzten 15 Partien, darunter Siege über die ACC-Konkurrenz Duke, North Carolina, Notre Dame und Miami. Die Mannschaft von Head Coach Mike Young ist zur richtigen Zeit heiß gelaufen. Sie stellen eine Top-20-Offensive, treffen als Team 39,3 Prozent ihrer Dreier (3.) und haben mit den beiden Seniors Keve Aluma (15,8 PpG, 6,4 RpG und 1,9 ApG) und Justyn Mutts (10,1 PpG, 7,4 RpG, 3,4 ApG) zwei spielstarke Fixpunkte in ihrer Halbfeldoffensive. Coach Young lässt ein egalitäres Offensivsystem laufen, was sich auch in den Statistiken niederschlägt: Fünf Spieler nehmen mindestens sieben Wurfversuche pro Partie und 55,4 Prozent aller Treffer aus dem Feld geht ein direkter Assist voraus.

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Virginia Tech trifft in der ersten Turnierrunde auf die momentan strauchelnden Texas Longhorns. Bleiben sie dort siegreich, geht es voraussichtlich gegen die Purdue Boilermakers um ihren Star-Guard Jaden Ivey weiter. Ein vorteilhaftes Matchup für die Hokies, da Purdue bei der Verteidigung von gegnerischen Off-Ball-Screens in dieser Saison häufiger Defizite offenbarte. Eine Chance für die Hokies-Dreierschützen Hunter Cattoor (10 PpG, 41,8% 3FG) und Nahiem Alleyne (9,8 PpG und 37,3% 3FG), die ausgenutzt werden muss. Am zweiten Wochenende könnten dann die Schwergewichte Baylor und Kentucky aufwarten – ein schwieriges, aber nicht unmögliches Unterfangen für eine Mannschaft, die aktuell einen positiven Lauf hat.

Miami Hurricanes (#10-Seed, Midwest Region)

Die Midwest-Region gilt gemeinhin als der „einfachste“ Ast im Turnierbaum der March Madness 2022. Da ist es nur logisch, dass auch in diesem Viertel des „Brackets“ ein weiterer Final-Four-Geheimtipp steht. Die Miami Hurricanes stehen primär für eine Sache: Offense! Während sie beim Offensivrating mit 114,7 Punkten auf Platz 17 stehen, landen sie beim defensiven Äquivalent mit 102,1 erlaubten Punkten nur im Mittelfeld der NCAA-Division I (155.). Dieser „One-Way“-Stil birgt gleichermaßen Potenzial für einen tiefen Ritt als auch die Gefahr eines frühen Ausscheidens. Aber wenn es bei den „Canes“ im Angriff klickt, wird es für jede Defensive brandgefährlich: Isaiah Wong (15,2 PpG sowie 1,51 Punkte pro Abschluss als Pick-and-Roll-Ballhandler) ist als explosiver Scoring-Guard ein potenzieller „Cinderella“-Held, die offensive „Five-Out“-Aufstellung von Miami inklusive dem Stretch-Big Sam Waardenburg (8,6 PpG und 42,9% 3FG) nur schwer zu verteidigen.

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Aus der Kategorie „Trivia“: Top-Scorer Kameron McGusty (17,6 PpG) befindet sich bereits in seiner sechsten NCAA-Saison – er war 2016 in der gleichen Highschool-Klasse wie Jayson Tatum oder Bam Adebayo. An Erfahrung mangelt es den Hurricanes definitiv nicht.

Upset-Kandidaten

Sie sind das Salz in der March-Madness-Suppe: die Überraschungserfolge der Außenseiter-Teams. Wie jedes Jahr, wird es sie auch diesmal wieder geben – die erfolgreichen Davids und die niedergeschmetterten Goliaths. Wo lauern in diesem Turnier die potenziellen Cinderella-Kandidaten?

Houston Cougars – UAB Blazers

Auf dem ersten Blick wirkt der #5-Seed aus dem Raketenstaat wie eine sichere Wette. Schließlich beschützen die Cougars den eigenen Korb so gut wie kaum ein anderes Team in der Nation: Sie gestatten ihren Gegner eine effektive Feldwurfquote von lediglich 43,5 Prozent (3.) und blocken über 17 Prozent aller Feldwurfversuche (3.). Head Coach Ralph Sampson verlangt von seinen Spielern eine „Defense first“-Mentalität“, die seine Mannschaft bereits letztes Jahr bis in die Final-Four-Runde trug. Dazu übernahm Kyler Edwards (13,6 PpG und 3,2 ApG) als erste Angriffsoption in Abwesenheit der langzeitverletzten Guards Marcus Sasser und Tramon Mark immer mehr Verantwortung.

Woher stammt die Skepsis? Die Upset-Gefahr trägt einen Namen: Jordan Walker. Der UAB-Aufbauspieler gehört zu den besten Punktesammlern des Landes (20,4 PpG), trifft seine Distanzwürfe mit einer Curry-esquen Nonchalance (40,6% 3FG bei über acht Versuchen pro Partie) und ist als explosiver Wirbelwind der Dreh- und Angelpunkt einer UAB-Offensive, die zu den 30 effizientesten Angriffen der NCAA gehört.

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Die Champions aus der Conference USA treffen als Team ihre Dreier mit 38,4 Prozent (9.) und kurbeln durch eine aggressive On-Ball-Defense mit Ballgewinnen immer wieder ihre Fastbreak-Offense an. Wenn sie auch gegen die Cougars ihren offensiven Spielstil durchbringen können, dürfte der Favorit Probleme bekommen, diese Feuerkraft mitzugehen.

Providence Friars – South Dakota State Jackrabbits

Es gibt in diesem Jahr kein anderes Duell in der ersten Turnierrunde, das nur so vor „Upset“-Potenzial strotzt, wie das Aufeinandertreffen zwischen den Friars und Jackrabbits. South Dakota State hielt sich gegen die hauseigene Konkurrenz in der Summit League schadlos (21-0); die letzte Niederlage datiert vom 15. Dezember 2021, als sie sich mit 63:75 den Missouri State Bears geschlagen geben mussten. Die Jackrabbits sind also am rollen – so weit, so gewohnt bei einem Mid-Major-Team, das sich das March-Madness-Ticket über den Titelgewinn in der eigenen Liga sichern musste.

Doch was South Dakota State von anderen „Underdogs“ unterscheidet: Sie sind eine effiziente Offensivmaschinerie auf höchstem NCAA-Niveau. Bei der angepassten Offensiveffizienz stehen sie auf dem zwölften Rang, kein anderes College-Team trifft effizienter aus dem Feld (59,7% eFG), ihre Dreierquote von 44,2 Prozent ist der höchste Wert einer NCAA-Mannschaft seit zehn Jahren (Northern Colorado in 2011/12 mit 45,1% 3FG). Die Jackrabbits haben mit Point Forward Baylor Scheierman (16,2 PpG, 7,8 RpG, 4,6 ApG) und Low-Post-Scorer Douglas Wilson (16,5 PpG) zwei Spieler in ihrem Kader, die jede Defensive vor Probleme stellt. Die Providence Friars gehen zwar als #4-Seed in das Turnier, jedoch ist ihre Bilanz (25-5) von vielen knappen Siegen beschönigt.

Wisconsin Badgers – Colgate Raiders

Die Colgate Raiders waren bereits im großen NCAA-Turnier 2021 ein populärer Upset-Kandidat bei den gängigen Wettanbietern. Gegen die Arkansas Razorbacks lagen sie für weite Teile der ersten Spielhälfte in Führung, ehe ihnen angesichts der aggressiven Ganzfeldpresse des Favoriten zunehmend die Puste ausging. Am Ende zogen sie mit 68:85 den Kürzeren. Nun soll es mit dem Erstrundensieg also im zweiten Anlauf klappen.

Dass die Zahnpasta-Universität auch gegen High-Major-Teams ein offensives Feuerwerk abfackeln kann, bewiesen sie im vergangenen November, als sie Syracuse 100 Punkte einschenkten. Insgesamt erzielte Colgate in elf Saisonspielen mindestens 80 Punkte, sechs Spieler haben in diesem Jahr einen Punkteschnitt von mindestens neun Zählern.

Auf Seiten der Wisconsin Badgers steht mit Johnny Davis einer der aktuell besten College-Spieler (19,7 PpG, 8,2 RpG und 2,2 ApG) auf dem Parkett, der die Raiders wiederum in der Defensive vor kaum lösbare Probleme stellen wird. Die Frage: Erwischt Colgate einen formidablen Shooting-Tag und können sie dadurch ein potenzielles „Shootout“ für sich entscheiden?

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