Deutschland gewinnt WM-Generalprobe gegen Australien

Die deutsche Nationalmannschaft hat im letzten Testspiel vor der Weltmeisterschaft in China gegen Australien einen überzeugenden 74:64-Sieg eingefahren.

Vielseitiger im Angriff, aggressiver und physischer in der Verteidigung: Diese Potenziale hatte Danilo Barthel im Vorfeld des letzten und größten Härtetests vor Beginn der WM in China im Interview mit dem DBB ausgemacht. Und beim 74:64-Erfolg gegen Australien gelang dies dem DBB-Team über weite Strecken.

Im letzten Testspiel vor der WM schickte Henrik Rödl zu Beginn die Aufstellung bestehend aus Dennis Schröder, Ismet Akpinar, Paul Zipser, Maximilian Kleber und Daniel Theis aufs Parkett. Der Bundestrainer scheint damit auch die Starting Five für den WM-Auftakt am Sonntag gegen Frankreich (14:30 Uhr, live auf Magenta Sport) gefunden zu haben.

Das deutsche Team zeigte gegen eine physische australische Mannschaft gerade in der ersten Halbzeit, dass sie im Angriff deutlich mehr zu bieten hat als nur Schröder-Pick-and-Rolls. Die DBB-Auswahl spielte stattdessen sehr variabel. Dies ließ sich auch daran festmachen, dass zur Halbzeit nicht etwa Schröder, sondern Johannes Voigtmann mit 10 Punkten Top-Scorer des Teams war.

In der Verteidigung zeigte sich die deutsche Mannschaft selbst sehr aggressiv und ließ kaum freie Würfe für Patty Mills, Joe Ingles, Aron Baynes und Co. zu. Zudem profitierten die Deutschen von zu vielen leichtfertigen Ballverlusten der Australier. Das Resultat war eine komfortable 45:29-Führung für das DBB-Team zur Halbzeitpause.

Im dritten Viertel gelang es der Truppe von Henrik Rödl, den Vorsprung sogar auf 19 Punkte auszubauen (62:43). Die Starting Five funktionierte und auch die Zweite Fünf erledigte ihren Job zunächst weiterhin gut. Dabei experimentierte der Bundestrainer auch ein wenig. So wechselte Rödl für Akpinar nicht etwa einen weiteren Guard, sondern Forward Niels Giffey ein, sodass Paul Zipser eine kurze Zeit lang auf der Zwei spielte. Wird diese Variante vielleicht auch gegen große und physische Gegner bei der WM zu sehen sein? Durchaus möglich. Leidtragender war unter anderem Shooting Guard Andreas Obst, der weniger Spielzeit als zuletzt erhielt.

Im Schlussviertel drehten die etwas erschöpft wirkenden Australier doch noch auf. Die „Boomers“ verkürzten den Rückstand dank eines 15:4-Laufs auf nur noch acht Punkte (66:58). Am Ende gewann Deutschland dennoch letztlich souverän mit 74:64. Top-Scorer auf Seiten der DBB-Auswahl war am Ende Schröder mit 15 Punkten. Auch Kleber (11 Pkt), Barthel, Voigtmann und Zipser (je 10 Pkt) punkteten zweistellig.

Maodo Lô konnte unterdessen auch gegen Australien nicht mitwirken. Ob der an einer Sprunggelenksverletzung leidende Guard mit zur WM fliegen kann, ist nach wie vor unklar. Im Laufe des Freitags muss Bundestrainer Rödl sein finales Aufgebot bekannt geben. Ein Spieler muss noch gestrichen werden.

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