Vor Zuschauern: Berlin schaltet Hamburg per Sweep aus

ALBA BERLIN ist der erste Halbfinalist der BBL-Playoffs. Der Titelverteidiger gewinnt das dritte Spiel in Hamburg – vor Zuschauern – und schaltet die Towers per Sweep aus.

Endlich wieder BBL-Basketball vor Zuschauern: Das dritte Playoff-Viertelfinal-Spiel zwischen den Hamburg Towers und ALBA BERLIN wurde vor 200 Fans ausgetragen. Im Zuge eines Modellprojekts in der Hansestadt waren so viele Zuschauer in der Hamburger Heimspielstätte zugelassen.

Es war das erste Playoff-Heimspiel in der Towers-Geschichte – und auch das letzte in dieser Saison. Denn durch einen 85:73-Auswärtserfolg entschieden die Albatrosse die „Best of five“-Serie mit 3-0 für sich.

Offensiv fanden die Berliner im ersten Viertel ihren Rhythmus, legten dort 30 Punkte auf und erspielten sich dank eines 18:2-Laufs in den letzten 4:15 Minuten eine 14-Punkte-Führung.

In der Schlussphase kamen die Towers bis auf sieben Zähler heran – doch Maodo Lo traf 89 Sekunden vor Schluss den Dagger-Dreier zum 71:83.

Die Berliner bewiesen in der Playoff-Serie sowohl ihre Qualitäten in der Offensive als auch Defensive. In den ersten beiden Spielen schalteten die Albatrosse Hamburgs Center Maik Kotsar mit einer veränderten Pick-and-Roll-Defense aus. Normalerweise verteidigen die Berliner per Hedge-and-Recover, gegen Kotsar vor allem in den ersten beiden Spielen aber in einer Drop-Variante.

Offensiv war die Ausgeglichenheit Trumpf: Im dritten Spiel erzielten sieben Berliner Akteure zwischen sieben und 14 Zählern. Maodo Lo drückte mit durchschnittlich 14,0 Punkten und 4,0 Assists der Serie den Stempel auf.

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Die Berliner mussten die komplette Serie auf ihre Big Men Luke Sikma und Johannes Thiemann sowie im Laufe der ersten Partie auf Louis Olinde verzichten. Bei den Towers machte sich das Fehlen von Kameron Taylor ab der zweiten Partie bemerkbar.

Trotz des Sweeps können die Towers auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken – vor allem in Relation zur vergangenen Spielzeit, als der damalige Aufsteiger bei Saisonunterbrechung auf dem letzten Platz rangiert war. Unter dem neuen Head Coach Pedro Calles präsentierten sich die Towers defensiv stärker und fanden dort ihre Identität. Zudem hatten die Hamburger bei der Rekrutierung der Spieler ein gutes Auge.

Für die Berliner ist jetzt erstmal eine kurze Pause angesagt, denn auf ihren Halbfinal-Gegner müssen die Albatrosse noch warten. Entweder wird es gegen ratiopharm ulm oder die EWE Baskets Oldenburg gehen. Die Ulmer liegen in der Serie mit 2-1 vorne und können sich mit einem Heimsieg am kommenden Mittwoch für das Halbfinale qualifizieren. Auf die Frage von Magenta Sport, welchen Gegner er gerne haben möchte, antwortete Berlins Coach Aíto mit einem Schmunzeln: „Das Team, das verliert, bevorzuge ich.“