Der nächste historische Moment für Basketball in Deutschland. Warum der DBB im Triumph jetzt nicht lockerlassen darf

Wir leben in historischen Zeiten für den deutschen Basketball. Für den DBB. Die Fans. Die Spielenden.

Im Moment eines Sieges ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Sich im Schein des Triumphes zu sonnen und zu übersehen, was dieser Erfolg für Konsequenzen hat. Meist auch, weil selten jemand dazu mahnt.

Oft läuft es nach demselben Prinzip ab: Es gibt einen Erfolg oder Teilerfolg einer Sportmannschaft. Und völlig unerheblich, ob populärer Spitzensport oder vermeintliche Nischensportarten. Es gibt danach zwei bis vier Tage Aufmerksamkeit. „Content“. Und alle holen sich ihren Teil des Kuchens dieses Momentes. Und man vergisst recht schnell. Geschweige denn, dass man analysiert.

Erfolge gehören gleichermaßen allen. Aber in erster Linie denen, die sie sich erkämpfen

Um mal eine Sache vorab festzustellen: Dieser Erfolg gehört den Spielerinnen. Dem Coaching Staff. Dem Funktionsteam. Spielerinnen holen Erfolge.

Nicht Funktionäre. Nicht Medien. Nicht die Fans. Nicht Sponsoren.

Natürlich gehören auch alle dieser Letztgenannten zu der Gleichung.

Ohne gute Umgebungen, die von Funktionären geschaffen werden, kann kein Team optimal funktionieren.

Ohne Fans keine Aufmerksamkeit, ohne Aufmerksamkeit kein Geld von Sponsoren und ohne Geld kein Profisportlerleben. Zumal jeder, der mal vor Fans gespielt hat, auch weiß, dass diese das Salz in der Suppe sind. Genauso wie gute Sponsoring-Kooperationspartner unerlässlich sind als quasi Pfeffer in der Suppe. Wer will schon eine dünne Suppe ohne Gewürz?

Ohne Medien keine Schlaglichter und Multiplikatoren für all diese Faktoren, um dort die Dinge noch weiter zu befeuern.

Dennoch: Nicht wir sind diejenigen, die den Eckendreier kurz vor Schluss unter Druck gegen Serbien verwandeln müssen.

Sondern Svenja Brunckhorst.

Nicht wir sind diejenigen, die in der akuten Druckphase genau dieser serbischen Truppe die Luft aus allem nehmen, indem man eiskalt vom Perimeter trifft.

Sondern Leonie Fiebich.

Nicht wir ackern unter den Körben unermüdlich und kümmern uns um den hard ’n‘ hustle Part eines Teams.

Sondern Nyara Sabally.

Nicht wir müssen im Coaching Entscheidungen treffen, die über Nuancen entscheiden: sei es in Timeouts, beim Training, den Ansprachen oder auch schlicht, wie man im Spiel gegen Australien mit dem Lineup-Setting umgeht.

Sondern Lisa Thomaidis. Coaching aus Kanada scheint übrigens gut zu den DBB-Teams zu passen.

Nicht wir halten unsere Knochen hin und wechseln in einem Spiel gegen hyperhart agierende Brasilianerinnen mit kaputter Schulter einfach mal den Wurfarm , welche genau jene Schulter ständig am Rand des Erlaubten und darüber hinaus gnadenlos attackierten.

Sondern Satou Sabally.

Let’s talk about Satou!

Natürlich sind alle aus dem Team Teil des Erfolges.

Ob nun ein Ultratalent wie Leonie Fiebich, die dir quasi alles anbietet, was im Basketball gefordert wird: IQ, Skill, Scoring, Hustle, Defense. Als Coach liebt man solche Spielerinnen. Fiebich ist ein unerlässliches Teil der DBB-Frauen. Wobei man diese Aufzählung an Fähigkeiten im Grunde (und da ist die Parallele zu den DBB-Männern) auch auf alle im Team übertragen kann. Jede kann alles (ein bisschen bis exzellent) und kennt ihre Rolle.

Ob nun erfahrene Vets wie eine Svenja Brunckhorst. Oder unermüdliche Hustle-Spielerinnen wie Nyara Sabally, Marie Gülich.

Der ganze Rest des Kaders mit Alexandra Wilke, Theresa Simon, Jennifer Crowder, Sonja Greinacher, Luisa Geiselsöder. Alina Hartmann, Lina Sontag.

Der Coaching Staff und das medizinische Funktionsteam rund um Lisa Thomaidis. Der DBB mit der Organisation. Jede Person hat einen Anteil am Erfolg. Keine Frage.

Aber Satou Sabally ist schlicht und ergreifend die Galionsfigur.

Auf sie fokussieren sich die gegnerischen Defenses. Sie findet Lösungen. Auf ihr lastet eine Menge Druck in der Shot Creation und im Playmaking. Sie findet und trifft Entscheidungen. Sie muss als Frontfigur medial funktionieren. Das gehört heutzutage dazu als Sportlerin. Sie nimmt gerade diese Hürde mit Bravour.

All dies zu leisten wäre schon groß genug als Aufgabe. Aber im entscheidenden Spiel, in dem es um eine historische Errungenschaft geht, für Generationen, die zuschauen und noch kommen werden, wo sie hart bis unfair rangenommen wird?

Und Mit. Einer. Kaputten. Schulter. Den. Wurfarm. Zu. Wechseln?

Das ist der Stoff, aus dem Legenden gemacht werden.

In meiner aktiven Zeit gab es zwei Dinge, die ich gefürchtet habe und bis heute zutiefst respektiere:

– Klar, ein guter Pro hat immer eine gewisse Beidhändigkeit. Aber den Wurfarm komplett zu wechseln? Und das nicht wie Larry Bird, wenn man mal ein Team trollen MÖCHTE? Sondern wenn es drauf ankommt und es zu MÜSSEN? Das treibt Angstschweiß auf die Stirn.

– Auf einem Stuhl auf den Korb zu werfen. Ich habe das ein paar Mal versucht und habe bis heute großen Respekt vor Rollstuhlbasketballern. Und da habe ich nur mal versucht zu werfen. Nicht dran zu denken, noch die komplexen motorischen Abläufe des Rollstuhlhandlings und taktischen Feinheiten und Unterschiede drumherum auszuprobieren. Mir ist es bis heute ein Rätsel, wie man das alles hinbekommt.

Aber nicht nur Satou hat Stoff für Legenden abgeliefert. Sondern das ganze Team.

Es gab so einige Situationen, wo der Fokus dieses Teams, ob nun offensiv im Kreieren von Plays oder defensiv bei der nötigen Konzentration, um recht aufwändige Schemes aufrechtzuerhalten, mich sehr beeindruckt hat. Da wurde mit einem Einsatz, einer Seriosität und einem IQ ans Werk gegangen, was mich das ein oder andere Mal hat denken lassen:

„Da können sich so einige Herrschaften mal eine Scheibe von abschneiden.“

Was die Frauen den Männern voraushaben. Und wo sie mehr leisten als diese

Damit ist nicht die DBB-Weltmeistermannschaft per se gemeint. Bevor es den Aufschrei gibt.

Sondern all die Teams und Spieler im Kosmos aller Herren Ligen. Satten Ligen. Satten Spielern. Spielern die vergessen haben wie man das Spiel richtig spielt. Wo Follower und Posterdunks. Wo Verträge und Lobhudeleien. Diventum. Geld. Mehr zählt als das GAME an sich.

Wo sie vergessen haben, was eigentlich die Schönheit des Sports ist. Des Wettbewerbs. Der Reiz all die diversen Faktoren über Erfolg oder Misserfolg gleichzeitig unter Kontrolle zu haben. Die ihr inner Child, der mal dieses Spiel zu lieben lernte, vergessen haben im Getöse des Erfolgs, es als Pro „geschafft“ zu haben.

Wenn du zwar den Vertrag hast und davon leben kannst. Sei dir gegönnt. Aber wenn du dafür auf dem Feld komplett vergisst wie man es spielt. Was ist dies dann wert? Wenn du den Biss im Training verlierst. Dem Coach nicht mehr zuhörst.

Dann hast du den wichtigsten Punkt verloren:

Nämlich ein Basketballspieler und Profi zu sein! Der das Game liebt. Dem Game etwas zurückgibt, wenn es dich schon so reich beschenkt. Nämlich deinen EINSATZ und den Willen es auf die RICHTIGE Art zu spielen. Mit Respekt. Vor dem Game. Und deinem Team.

Und genau das haben die Damen vorgelebt. Und zwar ohne, dass sie alle diese überbordenden Verträge haben. Die müssen zwischen Ligen auf verschiedenen KONTINENTEN, in den jeweiligen Offseasons pendeln. Oder auch im .. ja wie nennt man es? „Neben“? Beruf noch ZUSÄTZLICH zum Sport, sich was einfallen lassen.

Die gehen abends nicht mit der Gewissheit ins Bett ihre Schäfchen im Trockenen zu haben. Die können ihre Planungen für ihr Privatleben nicht im luftleeren Raum machen. Stichwort Familienwünsche zb. Sie bekommen auch nicht immer die öffentliche Anerkennung die ihnen gebührt.

Und DOCH gehen sie aufs Feld, wie man aufs Feld gehen sollte. Mit Anspruch. An sich. Mit Liebe fürs Game. Mit Einsatz. Mit der Einstellung dies für SICH zu tun. Für die Ehre des fairen sportlichen Wettkampfes.

Und genau da liegt auch einer der Gründe für den Erfolg. Sie sind echt. Geblieben. Sie sind echte Kämpferinnen, denn auch wenn es natürlich an dem „Produkt“ und den Ligen obliegt für die Spielerinnen sorgen zu können, so muss man einfach mal festhalten, dass die Mädels sich durch alles durchbeißen was ihnen in den Weg gestellt wird.

Trotz aller Heterogenität, ob der einzelnen auch finanziellen Lebensentwürfe, sehe ich kein Team was mit Neid untereinander umgeht. Sondern mit dem Willen und dem Stolz für sich und die Farben ihres Landes einzutreten. Wieder eine Parallele zu den Weltmeistern aus Manila.

Aber wenn ich eine Satou Sabally spielen und fighten sehe. Wie sie sich immer weiter verbessert und glaube ich noch nicht mal im Ansatz entdeckt hat, WIE gut sie NOCH werden kann (wieder eine Parallele nämlich zu Franz Wagner).. dann wird es mir in Zukunft verdammt schwer fallen nicht so manchen TV anzuschreien:

„Man ey wechsel den Typen aus. Bring Satou, die kann das besser“

Und ich meine das Ernst. Es gibt so einige Männer im Sport wo ich der festen Überzeugung bin, dass Satou Sabally durchaus ein Upgrade sein könnte. Aufgrund der physischen Unterschiede wäre es natürlich hanebüchen dies auf dem allerobersten Level in der NBA oder Euroleague so zu sehen.

Aber wenn sich die Damen schon seit Jahrzehnten anhören müssen, dass sie deswegen unterlegen seien, dann müssten sich jetzt auch einige Herren, der Regale unterhalb des obersten Levels dem Trend stellen, dass da eine neue Generation an massiv geskillten Spielerinnen heranwächst. Die Gap wird geringer. Und das ist gut so! Das müssen jetzt nur auch mal alle bemerken und supporten.

Generational Talents und die Kraft der Inspiration. Worauf der DBB jetzt hoffentlich achtet

Wir haben momentan eine außergewöhnliche Phase als Basketball-Nation. Beide DBB-Auswahlteams haben hervorragende Spieler und Spielerinnen. Coaching Staffs. In beiden Teams wird eine Kultur gelebt. Sportliche Seriosität. Fokus. Ehrgeiz. Kampfgeist. Teambuilding.

In beiden Teams ist abstruserweise zeitgleich ein fast identisches Geschwisterpaar unterwegs. Hard Working Moritz und Nyara, nebst „Sky is the Limit“-Talenten wie Franz und Satou. Was nicht heißt das Moe und Nyara kein Talent hätten oder gar die anderen beiden keine harten Arbeiter wären. Talent ohne harte Arbeit endet nämlich bei Jordan Poole. Und da sind Franz und Satou die deutlich besseren Profis.

Haben wir also eine einmalige Generation? Ist das der Kern des Erfolgs?

Jein.

Man kann nicht einfach vom Tisch wischen, dass ein zeitgleiches Auftreten von zwei Geschwisterpaaren nicht auch etwas zu tun hat, mit einer glücklichen Fügung des Schicksals.

Aber es ist ein bisschen wie mit dem Henne und Ei Prinzip. Was war zuerst da? Das Talent? Oder…

Das Environment?

Der DBB hat mit den diversen Strukturreformen rund um NBBL, ProA und ProB JBBL. Spielerquoten und Coaching Strukturen. Rund um BBL Auflagen und vielen weiteren Teilerfolgen das Fundament gelegt. Ein Nährboden, auf dem motivierte Eltern und spielfreudige Kids aufblühen können. Denn es sind die Eltern und Coaches, die Ehrenamtlichen und Schiris, die lokalen Vereine und Verbände, die den Startpunkt geben und die Phase der großen Opfer bringen die es brauch zu Beginn.

Nur auf so einem Nährboden können sich Phänomene wie Dennis Schröder, den Wagner-Brüdern, die Sabally Schwestern und all die anderen entwickeln, die uns so große Freude bereiten seit geraumer Zeit.

Darauf können dann geskillte Coaches wie Gordie Herbert und Lisa Thomaidis ihre Fähigkeiten einbringen.

Ohne den Nährboden können sie nicht wachsen. Ohne sie ist aber auch der Nährboden verschenkte Liebesmüh.

Gerade JETZT muss wieder etwas passieren. Nicht locker lassen oder zu lange in der Sonne des Erfolgs liegen. Stay Hungry DBB!

Ich habe bereits im ersten Editorial von mir versucht aufzuzeigen, das Sport die große Kraft der Inspiration hat. Each one teach one. Ohne Detlef Schrempf kein Dirk Nowitzki. Ohne Nowitzki keine Wagner-Brüder. Und so weiter.

Klar ist diese Vereinfachung der Darstellung nicht immer der einzige Grund und Kern für die nächste Generation.

Aber ich bin mir sicher das Dennis Schröder, die Wagners und die Saballys dafür sorgen das Hunderte, Tausende Kids nun ein Feuer in sich tragen. Das gleiche Feuer was auch diese mal antrieb, ihren Weg zu starten und schlußendlich heute für Erfolge zu sorgen.

Und jetzt bitte nochmal vergegenwärtigen was Satou Sabally im Spiel gegen Brasilien gezeigt hat:

Mit. Einer. Kaputten. Schulter. Den. Wurfarm. Zu. Wechseln!

Und aufs Team bezogen:

Zu fighten. Fokussiert sein. Seriösen Winning Ball spielen. Hart zu arbeiten.

Was das für das Thema Damen und Mädchen Basketball bedeutet, kann man nicht in Gold aufwiegen. Das sind Botschaften mit denen Generationen nun ihren Weg anfangen. Sich dies als Vorbild nehmen.

Und genau deswegen ist es wichtig, sich in Anbetracht der kommenden ZWEI Großereignisse nämlich der Basketball EM in 2025 und der WM in 2026 (!) in Position zu bringen.

Wir haben nun beide Teams in Paris. Schön. Wir haben im Damenbasketball eine Heim EM auf die direkt danach nochmal eine Heim WM folgt. Schön.

Aber umso schöner wäre es, wenn jetzt alle ihre Kräfte bündeln, damit wir nun nachhaltig auf Jahre und im voraus agieren. Proaktiv.

Wir brauchen Landesverbände die noch weiter professionalisiert werden. Denen Budgets zuteil werden. Digitalisierung ist ein riesen Thema dabei. Wir brauchen ein DBB der dies begreift und versteht das man alles dafür tun muss, im Breitensport Vorrausetzungen zu fördern, auf denen dann die DBB Auswahl Programme aufbauen und vor allem auch etwas ausbauen können.

Wir brauchen Politiker die ENDLICH für Hallen sorgen! Wir brauchen Corporate Deutschland die im Thema Basketball nicht mehr nur die günstige Alternative zum Thema Fußball Sponsoring sehen oder Basketball schlicht ignorieren. Wir brauchen Medien die im Basketball mehr sehen als nur die schnelle Mark und Klicks an Tagen wie nach dem Quali Erfolg. Wir brauchen kontinuierliche massive Forcierung der Sichtbarkeit aller. Nicht nur zu oder / und nach Erfolgen!

Frankreich macht etwas vor, von dem wir lernen können. Und umgedreht

Das alles wird Geld kosten. Machen wir uns nichts vor. Basketball Deutschland ist chronisch unterfinanziert. Wir haben auch kaum eine Lobby, weil wir nicht für sie sorgen. Wir sind schlicht zu leise und lassen uns vom Geschwätz über vermeintliche Reichweiten und Zuschauerzahlen beeindrucken.

Man zeige mir bitte den Sport der diese Messages und dieses echte Flair mitbringt wie diese DBB Teams.

Basketball is the hot shit right now!

Und genau das muss man endlich mal selbstbewusst und kampfeslustig allen klar machen. Wenn man sich in Erfolgen sonnen will. Was man als DBB gerade besser nicht tun sollte. Man sollte lieber weiter drücken und pushen und die Weichen stellen.

Aber WENN man sich im Lichte all dieser tollen Spieler und Spielerinnen sonnen möchte…

…. Then you better call the brinks trucks! Und die sollten randvoll sein, mit genug Geld um diesem Sport mit der goldenen Gegenwart, auch eine noch goldenere Zukunft zu bescheren.

In Frankreich, wo man seit einigen Jahren immer größere und immer erfolgreichere Jahrgänge in so gut wie allen Teamsportarten hervorbringt, hat man folgendes verstanden:

Sport KANN ein Business sein

Sport bringt mental gesunde Jugendliche hervor. Er bildet Charakter. Er bildet Lebenswege, denn auch und gerade für einige Jugendliche birgt der Sport einen Ausweg. Er darf natürlich nicht alles sein und die klassische Bildung ersetzen. Aber in Kombination gibt es kaum Besseres für Menschen.

In Frankreich wird stark zentralisiert agiert. Es wird mit aller Macht versucht, in Sportinternaten und in Vereinen den Sport als Wirtschaftsfaktor zu etablieren. Als Weg.

Es ist kein Zufall, dass in so gut wie allen Teamsportarten französische Jugendliche mit die Speerspitze der Weltelite bilden.

Der Sport wird ernstgenommen und ernsthaft gefördert. Auch aus wirtschaftlichen Aspekten heraus. Auch MIT wirtschaftlicher Power die man reinsteckt.

Das wird so in der Form in Deutschland schwer zu kopieren sein. Die Basketball Kultur in Deutschland (evtl. sogar die Sportkultur generell) ist dafür viel zu heterogen. Und niemand ist bereit die Mittel bereitzustellen, die so eine plötzliche Zentralisierung und forcierte Kraftanstrengung braucht. Viele Vereins und Verbands Akteure haben das Geld dafür schlicht auch nicht.

Sport ist aber auch MEHR als Business

Deswegen suchen deutsche Basketball Talente ihr Glück auf anderen Wegen als zentralisierten Lösungen.

Egal ob Brunckhorst, Fiebich, Sabally-Schwestern, Dennis Schröder, Hartenstein, Wagner-Brüder, Andi Obst, Isaac Bonga.

Es gibt in Deutschland und speziell im Basketball nicht den „einen“ Weg. Jede Biografie, jeder Werdegang sieht anders aus. Jede dieser Personen muss sich durchbeißen und Wege erkunden, finden und sogar teilweise ERfinden für sich.

Und das zeichnet den roten Faden all dieser Leute. Es sind alle erstaunlich gewachsene, gefestigte und eigenständige, zielgerichtete Werdegänge und Charaktere.

Das ist der rote Faden.

DU musst machen. Es wird nicht gemacht für dich. Du bekommst sicherlich hier und da einige Hilfestellungen. Aber den Weg an sich musst du selber finden. Wenn wir nun also diese Hilfestellungen forcieren und nicht locker lassen, die zu verbessern, zu erweitern und seriös zu durchdenken. Und das kombiniert wird, mit solch historischen und legendären Leistungen wie denen in Belem und Manila. Wo tausende Kids inspiriert werden von. Geprägt werden von. Und auch deswegen ihren Weg starten.

Dann ist die Zukunft einfach Sky is the limit in BBall Deutschland.

Und das ist auch zu wünschen, denn zuallererst geht es darum Sport als Thema bei der Erziehung von Kindern, wieder mehr ins Augenmerk zu nehmen. Auch wenn ich mir persönlich einen stärkeren Basketball wünsche, ist es am Ende des Tages egal welcher Sport genau.

Gerade im Zuge der tragischen Ereignisse dieser Woche rund um Volodymyr Yermakov, ist es unser aller Pflicht mal darüber zu reden und nachzudenken, wie wir mit der jungen Generation umgehen. Wo wir sie vernachlässigen im Taumel des Alltags. Und warum auch dieses Ereignis auf keinen Fall einfach so untergehen darf. Schon aus Respekt gegenüber Volodymyr, dem viel zu früh das Leben genommen wurde. Und dessen tragischer Tod hoffentlich nicht ohne Folgen sein wird.

Aber der gleiche Respekt gebietet es auch dies an einem anderen Tag und einem eigenen Artikel zu tun.