Würzburg verpasst Titel im FIBA Europe Cup

s.Oliver Würzburg muss in eigener Halle mitansehen, wie Dinamo Sassari den Titel im FIBA Europe Cup gewinnt. Das Rückspiel gewinnen die Italiener mit 81:79.

Nach einer 84:89-Hinspielniederlage in Sassari mussten die Würzburger einen Fünf-Punkte-Rückstand aufholen. Eine Fünf-Punkte-Führung hatten sich die Franken in der Tat zur Halbzeit erspielt. Dabei lagen sie zeitweise schon zweistellig in Führung. Skyler Bowlin von außen sowie Cameron Wells und Devin Oliver schulterten die Hausherren bis dahin.

Anfang des dritten Viertels zeigte sich bei den Würzburgern auch Xavier Cooks, wobei das Momentum auf Seiten Sassaris wechselte. Die Gäste kamen immer wieder zu einfachen Punkten und waren vor dem vierten Viertel auf 64:65 dran. Stefano Gentile drehte in dieser Phase auf.

Die Würzburger taten sich auch im vierten Durchgang schwer, in der Offensive einen Rhythmus aufzubauen. Zudem gaben die Franken einige Offensivrebounds ab.

Mit einem Ein-Punkte-Rückstand ging Würzburg in die Crunchtime; dort verpassten die Franken es, die nötigen Stopps in der Defense zu generieren. So gewannen die Italiener mit 81:79.

Die Stimmen zum Spiel

Denis Wucherer (Head Coach s.Oliver Würzburg): „Gratulation an das Team, die Fans und den Trainerstab von Sassari, insbesondere an meinen Freund Gianmarco Pozzecco, der großartige Arbeit über die ganze Saison geleistet hat. Sie haben verdient gewonnen, genauso wie wir es auch verdient gehabt hätten. Wir waren mit elf Punkten vorne, machen dann aber drei Offensiv-Fouls in Folge. Dadurch ging das Momentum, das wir hatten, verloren. Das war ein Zeitpunkt, wo wir die Führung hätten ausbauen können.

Am Ende ist uns ein bisschen die Luft ausgegangen, auch weil uns zwei Rotationsspieler fehlten mit Jordan Hulls und Johannes Richter. Das hat uns weh getan. Gerade in den Phasen, in denen [Rashawn] Thomas auf der Fünf gespielt hat, war es für uns nicht mehr so einfach. Hätte Jack Cooley heute 40 Minuten gespielt, hätten wir jetzt die Trophäe in der Hand. Diese Aufstellung von Sassari hat uns besser gelegen.

Ich bin trotzdem stolz auf das Team. Sie haben 40 Minuten lang alles gegeben gegen ein sehr physisches und starkes Team. Die Spieler haben Würzburg stolz gemacht. Schade, dass wir am Ende nicht gewinnen konnten.“

Devin Oliver (12 Pkt, 11 Reb): „Es ist natürlich hart für uns, dass wir es nicht geschafft haben, aber vor allem für unsere Fans, die uns toll unterstützt haben. Es war schwer ohne Jordan Hulls. Das soll aber keine Ausrede sein. Es ist sehr unglücklich für uns gelaufen, aber wir werden versuchen, daraus zu lernen und besser zu werden.“

Gianmarco Pozzecco (Coach Dinamo Sassari): „Zunächst möchte ich Würzburg und Denis Wucherer gratulieren. Sie haben zwei fast perfekte Spiele abgeliefert, großartiger Job. Sie waren unglaublich. Sie hätten den Titel ebenfalls verdient gehabt, aber am Ende kann immer nur einer gewinnen. Wir waren letztlich vielleicht ein kleines Bisschen besser. Ich bin stolz auf meine Spieler und meine Assistenten.“

Rashawn Thomas (14 Pkt, 5 Reb): „Es ist grandios. Wir haben die ganze Saison lang an uns geglaubt und haben es geschafft. Das Wichtige war heute die Defense. Wir wussten, dass wir scoren können, wir sind ein High-Scoring-Team in der Liga, das war nicht das Problem. Entscheidend war, dass wir in der zweiten Halbzeit die Stops in der Defense hingelegt haben.“