Martin Breunig: „Basketball ist ein Spiel der Closeouts“

Film-Session mit Martin Breunig. Manuel Baraniak hat mit dem Center der Telekom Baskets Bonn Videos von dessen Spiel gesichtet – mit Fokus auf Breunigs Go-to-Move im Low-Post, Schnelligkeitsvorteilen gegenüber anderen Centern und Herausforderungen der Pick-and-Roll-Defense.

„Ein Klon von [Charles] Jackson war leider nicht verfügbar.“ Die Worte des Sportmanagers der Telekom Baskets Bonn, Michael Wichterich, bei der Bekanntgabe der Nachverpflichtung von Stefan Bircevic deuten an, wie groß der Verlust von Jackson wiegt. Ende November verkündeten die Bonner, dass ihr 2,08-Meter-Hüne monatelang ausfallen würde; 13,4 Punkte, bei einer Quote von 65,7 Prozent aus dem Feld, 7,9 Rebounds und 0,8 Assists bedeuteten dies in der easyCredit BBL statistisch. Wichterich fügte an, dass Bircevic „als Qualitätsspieler über jeden Zweifel erhaben“ sei, doch überzeugen konnte der serbische Big Man bislang nicht – geschweige denn, die Lücke von Jackson füllen.

Martin Breunig mag kein Klon von Charles Jackson sein – doch der 26-Jährige ist von seiner ursprünglichen Backup-Rolle ausgebrochen, um als Ersatz Jacksons auf All-Star-Niveau zu agieren und dessen Ausfall zu kompensieren. In einer turbulenten Bonner Saison stellt Breunig eine der wenigen Lichtblicke dar. In seinen bislang elf BBL-Spielen als Starter überzeugt der Absolvent der Montana University mit durchschnittlich 14,9 Punkten, bei einer Quote von 61,3 Prozent aus dem Feld, 5,0 Rebounds und 1,5 Assists. Zahlen, die denen Jacksons in nichts nachstehen.

Nein, Breunig ist noch immer kein Klon von Jackson. Und auch wenn man mit Blick auf die Saison 2018/19 Breunig keine andere Rolle als die des Centers zuschreiben wird, hat der 26-Jährige diese Rolle in seiner Karriere nicht stringent bekleidet: „Ab und zu bin ich sogar als Point Guard aufgelaufen, manchmal als Flügelspieler“, blickt Breunig auf seine Zeit als Nachwuchsspieler in Reihen der Bayer Giants Leverkusen zurück. Am College pendelte er zwischen der Vier und Fünf, was auch zu Beginn seiner Profikarriere noch ein Spagat gewesen war.

So mag es kaum verwundern, wenn man anno 2019 Breunig sicher den Ball über das Hartholz dribbeln sieht, wie in einer Sequenz im Hinspiel gegen sein ehemaliges Team, die MHP RIESEN Ludwigsburg. Nach dem Crossover gegen Adam Waleskowski sucht Breunig den Weg in die Zone, wo er nach einem Spin-Move den Kontakt forciert und trotz Foul erfolgreich abschließt. Eine Blaupause seines Spiels? „Ja, es ist eine Kombination aus allem“, meint Breunig in einer gemeinsamen Film-Session Mitte Januar.

(Hinweis: Ton an bei den Videos, um Martin Breunig bei der Beschreibung der Sequenzen zuzuhören)

„Den Rebound holen und direkt ein, zwei Dribblings machen“

Breunigs gutes Ballhandling geht dabei nicht nur auf seine Zeit als Nachwuchsspieler zurück. „In der Offseason mache ich jedes Mal zum Warmup Ballhandling-Übungen“, erklärt der Center sein Trainings- und Aufwärmprogramm. „Ich gehe nicht einfach raus und werfe – ich will den Ball davor auch in der Hand haben und ein paar Mal dribbeln, damit ich ein gutes Gefühl habe.“

Ein sicheres Ballhandling hilft vor allem gegen eine Mannschaft wie Ludwigsburg, die unter John Patrick wie keine andere Mannschaft für eine aggressive Defense samt Ganzfeldpresse steht. Breunig hat dies nicht nur in einer Saison bei den Schwaben verinnerlicht, schon zu seiner College-Zeit in Montana sah er sich damit konfrontiert:

„Dort hatten Teams so gegen uns gespielt. Irgendwann hat unser Coach gesagt: ,Martin, du bist ein guter Passer und kannst auch den Ball bringen – ich pack’ dich einfach zum Point Guard.’ Ich habe dann dem Point Guard einen Block gestellt; ist er nicht freigeworden, weil mein Mann mitgegangen ist, habe ich den Ball bekommen. Ich konnte dann entscheiden, ob ich passe oder dribble“, blickt Breunig zurück.

„Als ein großer Spieler, der passen kann, kann ich über die Verteidiger hinwegsehen und vielleicht längere Pässe spielen.“ Diese Passfertigkeiten habe auch Predrag Krunic, vor kurzem noch Head Coach in Bonn, herausgestellt, als er Breunig rekrutiert hatte.

„Das ist Teil des modernen Fünfers“, macht Breunig deutlich. „Das ist nur eine Szene, aber es gibt auch welche, in denen ich den Rebound hole und losdribbele“, greift Breunig auf die nächsten Szenen vor, die wir uns gemeinsam ansehen.

„Das haben wir öfters im Individualtraining trainiert: dass ich den Rebound hole und direkt ein, zwei Dribblings mache“, schneidet Breunig den gewünschten schnellen Stil in Bonn an.

„Ob es ein Pass ist oder ob ich selbst zum Korb gehe, lese ich an der gegnerischen Verteidigung. Es hängt auch sehr viel davon ab, wie meine Mitspieler mitlaufen. In der ersten Szene hängen sehr viele Spieler hinterher. Das heißt, ich muss entweder zu T.J. [DiLeo] nach vorne kicken, damit ich selbst wieder schneller laufen kann, oder abwarten und ein bisschen langsamer werden“, führt Breunig durch die Aktion im Heimspiel gegen RASTA Vechta, als er nach dem Pass zu DiLeo als Trailer das Foul zieht.

Sowohl seinen Gegenspieler Tyrone Nash in jener Aktion als auch Mahir Agva in der Szene danach nimmt Breunig einige Meter in der Transition ab.

„Ich bin ein bisschen schneller als die meisten Bigs – das muss ich ausnutzen“

Diese Schnelligkeitsvorteile gegenüber anderen Centern kommen nicht nur im Fastbreak zum Tragen, sondern auch im Halbfeld. Ab und an attackiert Breunig von der Dreierlinie mit dem Gesicht zum Korb seine Verteidiger per Dribbling.

Breunig holt bei der Sichtung des Clips aus: „Ich bin ein bisschen schneller als die meisten Bigs, dementsprechend muss ich das auch ausnutzen. Ich werde nicht unbedingt der Typ sein, der sehr viel im Low-Post macht. Aber ich habe meine Stärken in der Geschwindigkeit.“ Dementsprechend werde Breunig vom Coaching-Stab auch angehalten, dies zu forcieren.

Die Idee dahinter beschreibt Breunig wie folgt: „Basketball ist ein Spiel der Closeouts: Es geht beim Basketball darum, den Spieler zu attackieren, der herauskommt. Wir versuchen, den Ball so lange herumzupassen, bis irgendein Verteidiger auf einen unserer Spieler zuläuft – dann kann man attackieren, damit man eine schnelle Fünf-gegen-Vier-Situation im Halbfeld hat.“ Klingt einfach, erfolgt aber auch intuitiv, wenn Breunig erklärt: „Das ist einfach ,Basketballspieler sein’: die Situationen lesen.“

Die Situationen zu lesen heißt vor allem, die Verteidigung zu lesen. Hat Breunig an der Dreierlinie den Ball, erwartet die Defense womöglich den Einstieg in ein Set-Play – vor allem nach einem Einwurf. Im vorherigen Video scheint es mit Blick auf die ballfernen Aktionen seiner Mitspieler, als würde Breunig einen Pass oder ein Dribble Hand-Off folgen lassen. „Wenn ich merke, dass mein Verteidiger schon in die falsche Richtung schaut, um zu sehen, wo der Ball hingehen soll, dann darf ich auch gerne mal attackieren“, begründet Breunig seine Drives.

Go-to-Move: linkes Dribbling, Spin-Move, rechter Hakenwurf

Auch wenn Breunig gesteht, „nicht der Typ [zu] sein, der sehr viel im Low-Post macht“, scheint sich der Center am Zonenrand beim Abschluss mit beiden Händen wohlzufühlen. „Mir wurde schon im College gesagt, ich solle auch meine linke Hand benutzen, damit der Verteidiger ab und zu darauf anbeißt. Ich kann dann vielleicht auch wieder zurück auf die andere Seite“, führt Breunig seine ambidextere Abschlussstärke auf seine NCAA-Zeit zurück.

„Ich habe dann einfach beidhändig trainiert, das mache ich auch immer noch. Wenn ich zum Beispiel alleine in der Halle bin, von der Freiwurflinie werfe und dann den Ball hole, stehe ich ja sowieso unter dem Korb – dann mache ich ihn einfach mit links rein.“

Nimmt Breunig seinen Verteidiger auf den Rücken, versucht der Big Man zu spüren, wohin der Verteidiger gehen wird. „Ich habe natürlich immer die Option, in die Mitte zu ziehen. Wenn die Defense dann vor mir steht, habe ich zudem die Option, zurückzugehen. Wenn mich mein Verteidiger nicht stark genug blockiert, kann ich vielleicht noch weiter um ihn herumgehen.“

Eine solche Aktion ist an zweiter Stelle des folgenden Videos zu sehen, als Breunig gegen Gießens Mahir Agva über seine linke Hand geht.

„Manchmal gibt es wirklich Situationen, in denen ich sage: ,Ich mache jetzt den Wurf, das ist mein Go-to-Move, der ist schwer zu verteidigen`“, schneidet Breunig an, dass er mitunter eine Low-Post-Bewegung schon im Kopf habe. Seine stärkste Waffe am Zonenrand sei der rechte Hakenwurf aus einem Spin-Move heraus nach vorherigem Dribbling mit links – wie im vorherigen Video gegen Gießens Benjamin Lischka zu sehen ist.

Oft schließt Breunig jedoch nicht aus dem Post-up heraus ab. Mit Blick auf seine BBL-Spiele als Starter ist dies nur die fünfthäufigste Abschlussart, knapp vor Transition- und Spot-up-Aktionen; 8,3 Prozent entfallen darauf. Mit Abstand am häufigsten sucht Breunig als Abroller im Pick-and-Roll den Abschluss, in etwa jeder dritten Possession tut der Bonner Big Man dies – und das auch überaus effizient: 1,36 Punkte pro Possession generiert Breunig bei seinem Abschlüssen als Abroller; in 29,5 Prozent der Aktionen zieht er dabei ein Foul, in nur 2,3 Prozent der Aktionen begeht er einen Ballverlust.

Überhaupt fällt auf, wie selten Breunig das Spielgerät verliert – und das als Starter mit höherer Verantwortung und Einsatzzeit. Auf der Gegenseite überzeugt der Big Man darin, den Kontakt mit seinem Verteidiger zu suchen und damit den Weg an die Freiwurflinie zu finden. Dies unter anderem in der Transition, wo er als BBL-Starter gar perfekt auftritt!

Auch als Abroller kommt ihm die Schnelligkeit zu gute, denn Breunig versteht es, das Pick-and-Roll zu slippen – also vorher schon zum Korb zu schneiden, ehe er einen wirklich harten Block gesetzt hat.

Gerne laufen die Bonner das Pick-and-Roll mit Breunig auch von der Seite, dann machen die drei weiteren Offensivspieler für ihren Big Man Platz und stehen an der Weakside.

Pick-and-Roll: Blöcke mit dem Po

Studiert man Breunigs Spiel im Pick-and-Roll, fällt zudem auf, wie er ab und an den Block mit seinem Po stellt. Dann macht Breunig einen Schritt zum Verteidiger des Ballführers und dreht sich mit dem Rücken in diesen hinein.

„Das ist eine besondere Situation. Jena spielt gerne eine ICE-Situation; das heißt, sie wollen unseren Ballhandler zur Seite bringen“, erklärt dies Breunig mit Blick auf die beiden folgenden Aktionen im Pokalspiel gegen Science City Jena.

„In dem Augenblick, in dem ich den Block mit meinem Po setze, behindere ich den Verteidiger [von Josh Mayo], ihn weiter aufzunehmen. Das sorgt dafür, dass ich frei bin oder dass Josh eventuell die Eins-gegen-Eins-Situation hat“, führt Breunig aus.

Auf wieviele Faktoren man als Blocksteller achten muss, zeigen Breunigs Aussagen bei folgender Aktion. Dabei entschlüsselt Breunig in Sekundenbruchteilen die Fußstellung von Julius Jenkins, dem Verteidiger von Josh Mayo.

Auch mit Blick auf die Position des Verteidigers geht es darum, schnell zu entscheiden, wie der Block zu stellen ist. Mit Blick auf eine Szene gegen den Mitteldeutschen BC erklärt Breunig: „Ich komme natürlich mit der Absicht, einen Middle-Screen zu stellen, aber da ich sehe, dass sich der Verteidiger bewegt und sich schon über mich stellt, damit ich hier nicht blocken kann, blocke ich ihn sozusagen einfach zur Baseline.“

Breunig bestätigt, dass diese Art des Blocksetzens eine jüngere Entwicklung des Basketballs darstellt. In Ludwigsburg habe er bereits ein wenig damit gearbeitet, „durch wenig Spielpraxis konnte ich die Situation aber nicht so lesen. Jetzt fällt mir das viel leichter.“

Verteidigung des Back-Screen Pick-and-Rolls

In der Evolution des Basketballs hat sich in der jüngeren Vergangenheit das Back-Screen Pick-and-Roll in den Playbooks der Teams etabliert, so gut wie jedes BBL-Team läuft dieses Spielzugelement mittlerweile. Ein Spielzug, den Breunig in seiner NCAA-Karriere noch nicht erlebt hatte. Als wir über den Spielzug und Andrea Trinchieri als treibenden Offensivgeist dahinter sprechen, erzählt Breunig:

„Was Bamberg gemacht hat, war sehr erfolgreich: mit Daniel Theis, weil er so athletisch ist; er hat jedes Mal den Ball gefangen. Ich kann mich erinnern, direkt eine E-Mail an meinen ehemaligen Coach in Montana geschrieben zu haben: ,Das ist ein Play, das habe ich noch nie in der NCAA gesehen. Wenn das funktionieren könnte…’ Er antwortete, dass sie so ein ähnliches, aber nicht das gleiche Play hätten. Aber ich weiß nicht, ob er ganz genau verstanden hatte, wie ich es meinte“, muss Breunig schmunzeln.

Als verteidigende Mannschaft ist der Spielzug so herausfordernd, weil ein dritter Offensivakteur – als Blocksteller in den Rücken des verteidigenden Big Man – involviert ist und womit es mit dem Ballführer, dem Abroller und dem Blocksteller – zumeist – per Pick-and-Pop gleich drei Optionen gibt.

„Ich kann dazu direkt sagen, dass es sehr viel Energie kostet“, führt Breunig bei der Sichtung eines Clips gegen Jena an. „Jena hat einen sehr guten Job gemacht. Da hatte ich richtig Schwierigkeiten, diesen Back-Screen zu verteidigen. Sie haben den aus verschiedenen Winkeln gesetzt, das ist ja nicht normal… Und sie haben auch wirklich Blöcke gesetzt“, deutet Breunig an, dass der Back-Screen mittlerweile nicht immer gesetzt wird und jener Spieler direkt zur Dreierlinie herausschneidet (was in den beiden Aktionen dieses Video zur Bonner Offensive auch Josh Mayo tut).

„Die größte Herausforderung als Team ist generell die Kommunikation. Der Big Man und der Point Guard sehen den Block nicht. Der Point Guard hört nur, dass der Block von links kommt. Aber ich höre dann nicht, dass der Block von hinten kommt. Dementsprechend ist die Kommunikation das Wichtigste“, macht Breunig die größte Herausforderung für die Verteidigung aus. „Wenn man dann schon drei, vier Minuten im vollen Sprint gelaufen ist, dann fehlt die Kommunikation ab und zu; einfach nur, etwas zu schreien – da bleibt einem schon mal die Luft weg.“

Wie verteidigt man diesen Spielzug nun am besten? „Eigentlich müsste Josh auf den Ballhandler switchen“, erklärt dies Breunig mit Blick auf die erste Aktion des vorherigen Videos. „Ich dürfte eigentlich nicht geblockt werden, Josh müsste mir sagen: ,Martin, du bleibst bei deinem Mann’, dann wechseln nur die Guards.“ Allerdings gebe es für diese Verteidigungsstrategie auch „Counter“, also Optionen, wie man gegen dieses Verteidigungskonzept vorgeht, wie Breunig erklärt.

„Ich möchte noch mehr in das Face-up-Game gehen“

Apropos Verteidigung: Für einen Center weist Breunig mit 2,03 Metern vielleicht nicht das Gardemaß auf, doch über die Jahre hat er an Masse zugelegt und ist „von der Statur her kräftiger und athletischer geworden“, was ihm beim Kampf in der Zone hilft. Dennoch hat Breunig in dieser Saison mehr dank seiner Offensivleistung den Durchbruch gefeiert. Ein ausgereiftes Offensivspiel kann man dem 26-Jährigen aber noch nicht attestieren, gibt es doch Bereiche, an denen Breunig aktiv arbeitet.

So rollt Breunig aus dem Pick-and-Roll entweder hart zum Ring ab, um dort abzuschließen, oder kurz hinter die Dreierlinie („Short-Roll“), um dort auf seine Mitspieler per Kickout oder nach Baseline-Cuts abzulegen. Aber eine Pick-and-Pop-Option ist Breunig nicht.

„Daran arbeite ich gerade: dass ich aus der Situation mehr mache. Ich habe auch gemerkt, dass ich da ab und zu frei bin. Das ist auch der Erfahrung geschuldet: Ich habe bisher nicht viele Dreier geschossen“, spielt Breunig auf neun Dreierversuche in seiner nunmehr dritten Profisaison ab. Jedoch ist es im Bonner Offensivsystem auch nicht die Aufgabe des Centers, dies zu tun; zukünftig dürfte dies Breunigs Offensivspiel eine neue Dimension verleihen.

Aktuell gibt es einen Bereich, den Breunig jetzt schon mehr forciert. „Ich möchte noch mehr in das Face-up-Game gehen anstatt mit dem Spiel mit dem Rücken zum Korb. Ich habe noch nicht so ganz herausgefunden, wie das von der Post-Position funktioniert. Daran möchte ich gerade arbeiten“, erklärt der Bonner Center bei der gemeinsamen Filmsession – vor dem damaligen Pokalhalbfinale gegen Bamberg. Und dort zeigte Breunig, dass er bei der Arbeit an seinem Face-up-Game schon ganz gut vorangeschritten ist.

Gegen Bamberg stemmte sich Breunig mit 21 Zählern gegen das Pokalaus, womit der Center eine neue persönliche BBL-Bestmarke aufgestellt hat. Und sogar im letzten Play bei einem Zwei-Punkte-Rückstand gingen die Bonner über ihren Center. Auch wenn Breunig seinen Running-Hookshot verlegte, zeugt dies vom Vertrauen des Teams und vom Selbstbewusstsein Breunigs.

Irgendwann wird Charles Jackson bei den Telekom Baskets Bonn zurückkehren. Seine neue Rolle als Starter wird Breunig aber nicht einfach so aufgeben. „Natürlich, wir werden beide darum kämpfen. Ich denke, dass es für Charles auch schwierig sein wird, wieder hineinzukommen, nachdem er nach so lange nicht mit dem Team gespielt hat. Wir ergänzen uns gegenseitig: Er hat die Größe und die Masse, ich die Geschwindigkeit.“ Nein, Breunig ist kein Klon von Charles Jackson, und das ist auch gut so.


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