13 positive Corona-Testergebnisse bei s.Oliver Würzburg

s.Oliver Würzburg und medi bayreuth wollten am vergangenen Wochenende das Franken-Derby nicht austragen, die Liga verwies auf die Regularien der Spielordnung. Nun hat es einen Corona-Ausbruch beim Würzburger Team gegeben.

Die Befürchtungen vieler sind eingetroffen: Beim BBL-Club s.Oliver Würzburg hat es um die Partie gegen medi bayreuth am vergangenen Wochenende einen Corona-Ausbruch gegeben. Insgesamt 13 Personen des Clubs – Spieler, Trainer und Betreuer eingeschlossen – haben sich nach positiven PCR-Tests mit COVID-19 infiziert.

„Durch die aktuellen PCR-Testergebnisse hat sich leider genau das bewahrheitet, was wir schon am Sonntag befürchtet und für sehr wahrscheinlich gehalten haben“, sagte Würzburgs Geschäftsführer Steffen Liebler in einer Stellungnahme des Würzburger Erstligisten. „Wir hatten wegen der Symptome begründete Zweifel an den Ergebnissen der PCR-Schnelltests und haben das den Bayreuthern und der Liga auch sofort mitgeteilt. Zur Sicherheit haben wir dann zusätzlich noch einmal Antigen-Schnelltests gemacht, bei denen es wieder zwei positive Ergebnisse gab. Trotzdem ist unser Antrag auf Spielverlegung abgelehnt worden.“

Laut Main Post waren Headcoach Sasa Filipovski und Nachwuchsspieler Julius Böhmer die ersten beiden Akteure mit positivem Corona-Testergebnis am Montag. Im Spiel gegen Bayreuth fehlten die beiden ebenso wie William Buford, Julian Albus und Alex King, die bereits über Krankheitssymptome klagten.

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Gegenüber der Main Post verteidigte BBL-Präsident Alexander Reil das Vorgehen der Liga, das Spiel stattfinden zu lassen. Dabei verwies Reil auf die vor dem Tip-Off tagesaktuellen, negativen PCR-Testergebnisse. „Für solche Vorgänge gibt es Vorgaben und auch Regeln, die sich die 18 Vereine im Sommer gemeinsam gegeben haben. Und um es ganz klar zu sagen: Die Regularien hätten eine Verlegung nicht hergegeben“, erklärte Reil. „Wir haben uns zu 100 Prozent an das Arbeitsschutzgesetz, die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts und unseres ,Covid-Boards‘ gehalten.“

Für die Würzburger bedeutet dies nun eine 14-tägige Quarantäne für 20 Personen im Umfeld des Clubs. Damit werden die Partien der Unterfranken am kommenden Samstag in Bamberg und am 15. Januar in Chemnitz nicht stattfinden können. Ob und welche Auswirkungen dies bei ALBA BERLIN – gegen die Würzburg am 31. Dezember 2021 angetreten war – und medi bayreuth hat, bleibt abzuwarten. Aktuell liegen bei Bayreuth, die engmaschig testen, keine positiven Befunde vor.

Es ist nicht der erst Corona-Ausbruch in der BBL während der Saison 2021/22: Derzeit können auch die EWE Baskets Oldenburg auf Grund positiver Corona-Befunde nicht antreten. Nach deren Partien gegen Heidelberg, Braunschweig und Bayreuth ist nun auch das für das kommende Wochenende angesetzte Spiel gegen Frankfurt verlegt worden.

Auf Grund der sich derzeit ausbreitenden, hochansteckenden Omikron-Variante wird sich die Liga trotz der starken Impfquote in der BBL über das weitere Vorgehen beraten müssen. Dies bestätigte Reil auch gegenüber der Main Post, werden sich Liga und Clubs doch am kommenden Montag zusammenschließen: „Selbstverständlich werden die Vorgänge in Würzburg da Thema sein. Da gilt es dann auch abzuwägen, wie wir in Zukunft mit solchen Situationen umgehen. Wir sind als Klubs im ständigen Austausch und natürlich flexibel, was die Anpassung der Regularien betrifft.“