Durant führt Nets mit denkwürdiger Leistung zum Sieg

Brooklyn hat dank einer herausragenden Performance von Kevin Durant das fünfte Spiel gegen die Milwaukee Bucks gewonnen. Die Nets holten in der zweiten Halbzeit einen 17-Punkte-Rückstand noch auf.

Den Brooklyn Nets fehlt nur noch ein Sieg zum Einzug ins Conference Finale. Die Nets bezwangen die Milwaukee Bucks im fünften Spiel der Zweitrunden-Serie mit 114:108 und führen in der „Best-of-seven“-Serie nun mit 3-2. Dabei bog Brooklyn einen 17-Punkte-Rückstand in der zweiten Halbzeit noch um. Ein denkwürdiges Spiel lieferte dabei Kevin Durant ab. Der Forward stand die kompletten 48 Minuten auf dem Feld und erzielte dabei 49 Punkte (16/23 FG), 17 Rebounds und zehn Assists.

Harden nur Statist bei der großen KD-Show

Vor dem Spiel war die wichtigste Meldung die Rückkehr von James Harden. Da Kyrie Irving aufgrund seiner Knöchelverletzung, die er sich in Spiel vier zugezogen hatte, nicht mitwirken konnte, standen den Nets somit trotzdem zwei Superstars zur Verfügung. Allerdings war offensichtlich, dass Harden nach wie vor von seiner Oberschenkelverletzung beeinträchtigt war. Der Guard steuerte nur fünf Punkte bei, traf lediglich einen seiner zehn Würfe aus dem Feld und keinen seiner acht Versuche von Downtown. Dafür stand der 31-Jährige 46 Minuten auf dem Parkett und sammelte acht Assists und sechs Rebounds.

In der ersten Halbzeit war Milwaukee klar die bessere Mannschaft. Das Team von Coach Mike Budenholzer legte mit einem 12:2-Run einen Traumstart hin und baute die Führung bis zum Ende des ersten Viertels weiter auf 14 Punkte aus (15:29). Den Nets gelang in der Offensive zunächst wenig und auch in der Verteidigung hatten die Gastgeber Schwierigkeiten. Die Bucks waren deutlich effizienter, vor allem Giannis Antetokounmpo (34 Pkt, 14/22 FG, 12 Reb) ließ Gegenspieler Blake Griffin regelmäßig alt aussehen. Auch Khris Middleton (25 Pkt) fand gut ins Spiel.

Als Milwaukees Point Guard Jrue Holiday (19 Pkt, 8 Ast) noch früh im dritten Viertel einen Dreier zum 54:71 traf, schienen die Bucks schon auf dem sicheren Weg zum Sieg. Doch danach knabberten die Nets dank Durant und einiger Dreier der Rollenspieler immer mehr vom Rückstand ab. Insbesondere Jeff Green war die ganze Partie über heiß und traf sieben von acht Distanzwürfen. Am Ende steuerte der Forward 27 Punkte von der Bank bei. Auch Blake Griffin (17 Pkt, 7/11 FG) knüpfte offensiv an seine starke Form zu Beginn der Serie an.

In der Schlussphase trug Durant sein Team dann quasi im Alleingang zum Sieg. Trotz Harden auf dem Feld war es meistens KD, der den Ball nach vorne brachte, der einen Wurf nach dem anderen traf und auch immer das Auge für seine Mitspieler hatte. „Er ist im Moment der beste Spieler der Welt“, adelte Giannis Antetokounmpo Durant nach dem Spiel.

Neben der überragenden One-Man-Show von KD war aber der Einbruch der Bucks die zweite Story des Spiels. Giannis, der drei Viertel lang dominiert hatte, konnte in der Crunchtime kaum noch Akzente setzen. Auch Holiday konnte der Offense von Milwaukee kaum noch Struktur geben. Die Bucks taten sich im Halbfeld-Angriff schwer. Einzig wenn die Gäste den angeschlagenen Harden attackierten, entstanden oft gute Aktionen. Nach der enttäuschenden Niederlage muss sich Budenholzer die Fragen gefallen lassen, warum man diese Schwachstelle der Nets nicht noch konsequenter ausgenutzt hat und vor allem, warum Durant in der entscheidenden Phase nicht von Antetokounmpo verteidigt wurde.

Spiel sechs der Serie steigt in der Nacht auf Freitag in Milwaukee. Die Bucks müssen die Partie gewinnen, um nicht bereits in der zweiten Playoff-Runde auszuscheiden.

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