Johan Roijakkers: „Ziel: Spieler jetzt schon zurückholen“

Wie würden die Kader bei einem BBL-Turnier zur Saisonfortsetzung aussehen? Göttingens Coach Johan Roijakkers hat sich zum Thema Rückholaktion geäußert.

Die BG Göttingen ist eines von zehn Teams, das bei einem BBL-Turnier auflaufen wird, sollte das saisonfortsetzende Konzept der easyCredit BBL gesundheitspolitisch durchgehen. Das Team von Head Coach Johan Roijakkers hat im Vergleich zu manch anderem Team einen Nachteil: zum potentiellen Turnierstart (der 5. Juni sei im Gespräch) aktuell kein Team zur Verfügung.

Bei den Göttingern laufen die Verträge der Spieler Anfang, Mitte und Ende Mai aus. Bei anderen Mannschaften ist dies teilweise bis zum 30. Juni der Fall. So erklärt Roijakkers in einem teaminternen Interview der Veilchen zum Stand bei der BG: „Wir müssen mit allen Spielern neue Verträge machen, die Gespräche mit den Agenten laufen gerade. Bis jetzt haben wir die Zusage von Marvin Omuvwie; Adam Waleskowski hat schon gesagt, dass er nicht mehr spielt.“

Die Göttinger blicken mit Kyan Anderson, Dylan Osetkowski und Alex Ruoff auf drei US-amerikanische Spieler des bisherigen Kaders, die derzeit in ihrer Heimat weilen. Hier gesteht Roijakkers offen: „Dylan [Osetkowski] hat eigentlich keinen Bock darauf, hierher zu fliegen, ohne zu wissen, ob wir spielen oder nicht.“

Dennoch bemühen sich die Göttinger wie alle anderen Teams darum, Spieler schon jetzt nach Deutschland zu holen: „Das Ziel, das alle Mannschaften, die jetzt noch spielen, ausgesprochen haben, ist es, Spieler jetzt schon zurückzuholen“, macht Roijakkers deutlich.

Der Gedanke dahinter ist, dass sich jene Spieler bei der Einreise erstmal zwei Wochen in Quarantäne begeben müssen. „Wenn wir ein Go haben, können sie gleich ins Training einsteigen“, blickt Roijakkers auf den Tag des 18. Mais – dann wird die BBL entscheiden müssen, ob das geplante Turnier durchgeführt werden oder doch nicht stattfinden kann.

Laut Rojakkers wäre es zu spät, mit Rückholaktionen bis zu jenem Stichtag zu warten. „Dann denke ich, würden [die Spieler] nicht mehr zurückkommen. Nach der zweiwöchigen Quarantäne hätten „sie ein oder zwei Teamtrainings. Dann kann man eigentlich nicht mehr einsteigen. Das ist auch für die Gesundheit der Spieler nicht verantwortlich.“

Ob jedes der zehn Teams mit dem Kader der bisherigen Saison auflaufen wird können, darf stark bezweifelt werden – womit die Frage aufkommt, ob jene zehn Mannschaften Spieler von Teams verpflichten dürfen, die ihre Saison beendet haben. Daran werde laut Roijakkers derzeit gearbeitet, die Sportdirektoren besprechen sich hierbei. Aber es ist klar: „Für Mannschaften, die Spieler nicht mehr verpflichten können, wird es die Möglichkeit geben, nachzuverpflichten.“

Im teaminternen Interview kommt auch Göttingens Geschäftsführer Frank Meinertshagen zu Wort, der sich vor allem zu finanziellen Themen äußert.

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