Clippers gelingt historisches Comeback

Luke Kennard erzielt sieben Punkte in den letzten neun Sekunden und verhilft den Los Angeles Clippers zum Comeback-Erfolg über die Washington Wizards.

Mit 35 Punkten lagen die Los Angeles Clippers phasenweise gegen die Washington Wizards zurück, und doch gingen die Clippers als Sieger vom Parkett. Seit 1996/97 haben nur die Utah Jazz (1996 gegen die Denver Nuggets, Sieg trotz -36) einen größeren Comeback-Erfolg gefeiert. Zudem sind die Clippers erst das zweite Team in den vergangenen 20 Jahren, das einen Sieben-Punkte-Rückstand mit weniger als 20 Sekunden zu spielen in einen Sieg ummünzen konnte.

Zum Matchwinner des letztendlichen 116:115-Erfolgs avancierte Luke Kennard. Der Flügelspieler traf bei 8,2 Sekunden zu spielen einen Parkplatz-Dreier zum 112:115. Nach einem Ballverlust Washingtons, weil sie den Ball innerhalb von fünf Sekunden nicht einwerfen konnten, folgte der nächste Dreier – trotz Foul. Per Vier-Punkte-Spiel führte Kennard sein Team zum Sieg.

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Die Clippers zementierten damit ihren Status als Comeback-Könige: Gegen die Denver Nuggets am 11. Januar und gegen die Philadelphia 76ers am 21. Januar feierten die Clippers Siege trotz 24-Punkte-Rückstände. Dabei muss das Team aus Los Angeles auf seine beiden Stars Kawhi Leonard und Paul George verzichten. „Dieser Januar ist echt wild. Du weißt nie, wann das Spiel vorbei ist – du musst einfach bis zur Schlusssirene durchspielen“, erklärte Amir Coffey zur Einstellung seines Teams.

Coffey hat nach Georges Ellenbogenverletzung bei den Clippers übernommen, gegen Washington legte der Guard 29 Punkte auf. Kennard folgte mit 25 Zählern, acht Rebounds und sechs Assists. Auch Isaiah Hartenstein setzte Akzente: Mit 16 Punkten stellte der deutsche Nationalspieler einen persönlichen Saisonbestwert auf, zwölf davon in der zweiten Hälfte.