Franchise Fives: San Antonio Spurs

Mit Tim Duncan, Tony Parker und Manu Ginóbili sind die Big Three gesetzt. Wer hat sonst den Sprung in den All-Time-Kader der San Antonio Spurs geschafft?

In einer lose fortlaufenden History-Serie stellen wir auf basketball.de die herausragenden Starting Fives aller 30 NBA-Franchises zusammen und zur Diskussion.

Neben den Startern werden im Hinblick auf 70 Jahre NBA (inklusive ABA) zudem ihre Backups sowie insgesamt 30 Head Coaches benannt.

Die „Auserwählten“ müssen mindestens vier Jahre für das jeweilige Team erfolgreich gespielt/gearbeitet haben. Dabei stehen ihre Leistungen für die betreffende Mannschaft und nicht die Gesamtkarrieren im Fokus. Auch müssen die Profis auf der Position zum Einsatz kommen, auf der sie für das jeweilige Team aufgelaufen sind.

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1967 als Gründungsmitglied der American Basketball Association unter dem Namen Dallas Chaparrals gestartet, firmiert das texanische Team seit 1973 als San Antonio Spurs. 1976 wurde die Franchise im Zuge der Vereinigung der beiden Profiligen in die NBA aufgenommen.

Dort starteten die Spurs auf Anhieb erfolgreich und konnten in den ersten sieben Jahren ihrer NBA-Zugehörigkeit fünf Division-Titel einheimsen. Doch abgesehen von drei Auftritten in die Conference Finals blieb der ganz große Wurf in der Ära von Scoring-Maschine George Gervin aus (1974-1985).

Ende der Achtziger fanden die Texaner nach ein paar mauen Jahren in die Erfolgsspur zurück. Um den in der Draft 1987 an erster Stelle gezogenen David Robinson bauten sie eine schlagkräftige Truppe auf, die sich 1995 erst im Westfinale gegen die Houston Rockets geschlagen geben musste. Als die Spurs in der Saison 1996/97 durch eine schwere Verletzung von Robinson zum erst fünften und bisher letzten Mal in ihrer Franchise-Geschichte die Playoffs verpassten, bescherte ihnen das abgeschenkte Jahr das Recht auf den Nummer-eins-Pick in der Draft 1997.

Mit der Verpflichtung von Tim Duncan begann in San Antonio eine Erfolgsära (1997-2016), an deren Ende fünf NBA-Championships stehen. Selbstverständlich finden sich in unserer Franchise Five hauptsächlich die Schlüsselakteure der Spurs-Meistermannschaften wieder. Auffällig erscheint zudem, dass die Namen von drei ausgewählten Startern ganz eng mit drei klassischen Basketballmoves, „Eurostep“, „Fingerroll“ und „Bankshot“, verwoben sind.


Point Guard: Tony Parker

Teamzugehörigkeit: 2001-2018 | Kernstats: 15,8 PpG, 5,7 ApG, 31,1 MpG, 49,2% FG

Als gerade mal 19-Jähriger wird Tony Parker von den Spurs 2001 mit dem 28. Pick gewählt und gilt damals für die meisten Experten als Projektspieler, der behutsam an den Stil und die Physis der NBA herangeführt werden muss. Doch nach nur fünf Begegnungen befördert Coach Gregg Popovich den jungen Franzosen zum Starter und legt den Spielaufbau in die Verantwortung des ehrgeizigen Rookies.

Parkers Spiel lebt in seinen ersten NBA-Jahren vor allem vom schnellen ersten Schritt, mit dem er an beinahe jedem Verteidiger vorbeiziehen kann. Gepaart mit dem guten Gefühl für das Spiel und den sehr guten Passqualitäten kann Parker die Spurs trotz unterdurchschnittlichem Distanzwurf anführen; jedoch lässt er die nötige Konstanz in seinem Spiel vermissen.

Als die Spurs in seinem zweiten Jahr (2002/03) die Meisterschaft gewinnen, gilt Parker als ausgemachter Schwachpunkt der Starting Five. Indes trotzt „T.P.“ den Gerüchten um einen möglichen Wechsel von Jason Kidd nach San Antonio und steigert sich in den Folgejahren in vielen Belangen seines Spiels. Doch in den NBA-Finals 2005 schwächelt der Franzose erneut und wird von Detroits Verteidigungsspezialist Chauncey Billups an die Kette gelegt. Nach dem knappen 4-3-Sieg in der Finalserie gehören einmal mehr Tim Duncan und Manu Ginóbili die Schlagzeilen, und Parker sieht sich mit lauter werdender Kritik konfrontiert. Aber dem 1,88 Meter großen Point Guard gelingt es, ab der folgenden Saison aus dem Schatten seiner Teamkollegen herauszutreten und sich im Kreis der Elite-Playmaker zu etablieren.

2006 wird er erstmals ins All-Star Team gewählt (fünf weitere Berufungen folgen) und führt die Spurs nach überragenden Playoffs 2007 zu ihrer vierten Meisterschaft. Als erster Europäer überhaupt avanciert Parker zum Finals-MVP (24,5 PpG bei 59,5% TS) und hat die letzten Zweifler endgültig zum Verstummen gebracht. In den folgenden Jahren wird sein Name ebenbürtig mit denen von Duncan und Ginóbili genannt. Denkbar knapp scheitern die Spurs 2013 in den Finals an den Miami Heat. Doch gelingt den Texanern 2014 die Revanche gegen die Heatles und damit der Gewinn des fünften Meistertitels.

Tony Parker mag bei der Vergabe individueller Auszeichnungen häufig das Nachsehen gegenüber anderen Point Guards seiner Generation gehabt haben. Doch mit seinem effizienten, mannschaftsdienlichen Spiel sind seinen Teams deutlich tiefere Playoff-Runs und mehr Titelgewinne als sämtlichen Konkurrenten gelungen. Dass der vierfache All-NBA-Teamer seine letzten Jahre in der Liga im türkisfarbenen Jersey der Charlotte Hornets verbringt, beschert einem Woche für Woche einen Anblick, an den man sich einfach nicht gewöhnen will. Derweil dürfte Parkers Trikot mit der Nummer 9 seinen Platz unter dem Hallendach des AT&T-Centers sicher haben. Mit insgesamt 6.829 Assists führt der Franzose die All-Time Assist-Liste der Spurs unangefochten an.

Backup: James Silas (1972-1981: 16,7 PpG, 3,9 ApG, 3,2 RpG, 49,9% FG, 2x All-Star, 2x All-ABA)


Shooting Guard: Manu Ginóbili

Teamzugehörigkeit: 2002-2018 | Kernstats: 13,3 PpG, 3,8 ApG, 3,5 RpG, 25,4 MpG

Als Manu Ginóbili 2002 in die NBA zu den Spurs wechselt, kann er bereits eine beeindruckende Titelsammlung vorweisen. Neben dem Euroleague-Gewinn und der italienischen Meisterschaft hat er auch WM-Silber mit der argentinischen Nationalmannschaft in der Vita stehen. Aber in der NBA muss sich der bereits 1999 Gedraftete aufs Neue beweisen und sich schon in den ersten Trainingstagen mit dem knüppelharten Verteidiger Bruce Bowen auseinandersetzen. Doch bereits nach wenigen Einheiten hat der Argentinier Trainer und Mitspieler davon überzeugen können, dass er alles andere als ein softer „white boy“ aus Übersee ist.

Seine sportlichen Qualitäten sind dabei über jeden Zweifel erhaben: Auch in kritischen Situationen schafft es Ginóbili, den Überblick zu behalten und mit beindruckender Leichtigkeit und Eleganz Bewegungsabläufe abzurufen, die Lehrbuchcharakter haben. Neben den seinen herausragenden Basketballfähigkeiten ist der Argentinier obendrein ein vorbildlicher Teamspieler und zeichnet sich durch einen Ehrgeiz und Arbeitseifer aus, der Coach Popovich ein ums andere Mal dazu zwingt, den (über-)ambitionierten Guard im Training zu bremsen.

Spätestens in den Playoffs 2003 überzeugt Ginóbili restlos und führt das Label „Rookie“ ad absurdum. Im Stile eines Veterans schafft er es, im entscheidenden Abschnitt der Saison sein Leistungsvermögen zu steigern und als Leistungsträger gleich im ersten Jahr mit den Spurs die NBA-Championship zu gewinnen. In seiner dritten Saison (2004/05) wird der Argentinier bereits ins All-Star-Team berufen und holt mit den Spurs die nächste von drei weiteren Meisterschaften (2005, 2007, 2014). Dabei glänzt Ginóbili vor allem in seiner Rolle als sechster Mann und bringt von der Bank kommend wertvolle Impulse für die Spurs. In der Saison 2007/08 gewinnt er folglich mit überwältigender Mehrheit den „Sixth Man of the Year“-Award als bester Reservist der Liga (19,5 PpG, 4,8 RpG, 4,5 ApG).

Nur wenige Spieler können von sich behaupten, das Basketballspiel um eine Facette bereichert zu haben. Manu Ginóbili hat den in den USA zunächst als Schrittfehler betrachteten „Eurostep“ in der NBA etabliert und zu einem seiner Markenzeichen gemacht. Heutzutage ist der Move im Offensivarsenal etlicher NBA-Stars zu finden. Auch in vergleichsweise hohem Alter bleibt der Argentinier für die Spurs ein wichtiger Spieler. Die eingebüßte Athletik kann der zweifache All-NBA Third Teamer dabei vor allem durch seine Fitness und Erfahrung wettmachen. Als er 2018 im Alter von 41 Jahren seinen Rücktritt erklärt, erfährt der Altstar ligaweite Würdigung und kann fest davon ausgehen, schon bald in die Basketball Hall of Fame aufgenommen zu werden.

Backup: Alvin Robertson (1984-1989: 16,2 PpG, 5,4 ApG, 5,4 RpG, 2,9 SpG, 3x All-Star)


Small Forward: George Gervin

Teamzugehörigkeit: 1974-1985 | Kernstats: 26,3 PpG, 5,4 RpG, 2,8 ApG, 2,3 S/BpG

In den Siebzigerjahren gab es im US-Profibasketball kaum einen effizienteren Korbjäger als George Gervin. In einer Zeit, in der in der NBA vornehmlich Center in Brettnähe die meisten Punkte erzielten, wurde Gervin als unaufhaltsamer Scorer landesweit bekannt. Schon in der ABA war er durch seinen eleganten Zug zum Korb und dem schlafwandlerisch sicheren Fingerroll zu einem der populärsten Spieler seiner Zeit avanciert. Sein Spitzname „Iceman“ ist sowohl auf seine eiskalte Scoring-Mentalität als auch seine abgeklärte, coole Art abseits des Parketts zurückzuführen.

Der dreimalige ABA-All Star erwies sich auch in der NBA als kaum zu stoppen und gewann zwischen 1978 und 1982 vier NBA-Scoring-Titel (29,8 PpG über diesen Zeitraum). Dabei legte der insgesamt zwölffache All-Star im Laufe seiner elfeinhalbjährigen Spurs-Karriere eine beeindruckende Feldwurfquote von 50,8 Prozent auf.

Die individuellen Statistiken sprechen sonach für Gervins Ausnahmetalent. Größere Mannschaftserfolge konnten die Spurs mit ihm als Schlüsselspieler jedoch wenige verzeichnen. Trotz diverser Divisionstitel gelang es dem Abo-All-Teamer nie, die Texaner in die ABA- oder NBA-Finals zu führen. Immerhin stehen drei Teilnahmen an den Conference Finals (1979, 1982, 1983) für den „Iceman“ zu Buche.

Mit insgesamt 23.602 Punkten hat sich der Edelscorer seinen Platz in der Historie der Spurs redlich verdient. In der Scorerliste der Franchise belegt er den zweiten Platz, seine Nummer 44 wurde unter das Hallendach gehängt, und seit 1996 ist Gervin auch in der Basketball Hall of Fame vertreten.

Backup: Kawhi Leonard (2011-2018: 16,3 PpG, 6,2 RpG, 2,3 ApG, 2,5 S/BpG, 2x All-Star, 2x All-NBA)


Power Forward: Tim Duncan

Teamzugehörigkeit: 1997-2016 | Kernstats: 19,0 PpG, 10,8 RpG, 3,0 ApG, 2,2 BpG

Eigentlich wollte Tim Duncan als Jugendlicher Leistungsschwimmer werden. Doch nachdem im September 1989 Hurrikan Hugo die Schwimmhalle in seiner Heimatstadt Saint Croix (Amerikanische Jungferninseln) zerstört und das Training ins freie Meer verlegt wird, wechselt der damals 13-Jährige aus Furcht vor Haien die Sportart. Nach einer glänzenden College-Karriere an der Wake Forest University sichern sich die Spurs mit dem ersten Pick in der Draft 1997 die Rechte an Duncan.

Zusammen mit David Robinson bildet Duncan bei den Texanern ein Duo, das in Anlehnung an die früheren Rockets-Big Men Hakeem Olajuwon und Ralph Sampson „Twin Towers“ genannt wird. Wie kaum ein Spieler vor ihm, gelingt es dem 2,11 Meter großen Ausnahmetalent, sich in der NBA ohne längere Eingewöhnungszeit zu akklimatisieren. So gewinnt Duncan überlegen den „Rookie of the Year“-Award und wird als Liganeuling sogar ins All-NBA First-Team gewählt (21,1 PpG, 54,9% FG, 11,9 RpG, 2,7 ApG, 2,5 BpG).

Dabei geht der Mann im Trikot mit der Nummer 21 hochkonzentriert zur Sache und zeigt während des Spiels kaum eine Regung. Duncans Spiel ist rundum lehrbuchmäßig, und er punktet selten spektakulär, aber meist unglaublich effektiv. Besonders den beinahe in der Rumpelkammer der NBA vergessene „Bankshot“, bei dem der Ball ans Brett geworfen wird, bevor er butterweich durch die Reuse fällt, wird zu Duncans Parademove. Nicht zufällig wird dem abgeklärten Power Forward von Shaquille O‘Neal der passende Spitzname „The Big Fundamental“ gegeben.

Nachdem Robinson seine Karriere nach dem zweiten Titelgewinn 2003 beendet, übernimmt Duncan endgültig die Rolle des Franchise-Players. Als verlängerter Arm von Coach Popovich gewinnen die Spurs mit ihm noch drei weitere Titel (2005, 2007, 2014). Auch bei den individuellen Auszeichnungen lässt Duncan kaum eine Ehrung aus und kann am Ende seiner langen Karriere auf zwei MVP-Titel, 15 All-Star-Nominierungen und ebenso viele Berufungen ins All-NBA- und All-Defensive-Team zurückblicken. Mit insgesamt 26.496 Punkten führt er die All-Time-Scorer-Liste der Texaner an und wurde anlässlich seines Karriereendes 2016 von vielen Experten und Kollegen als bester Power Forward aller Zeiten gewürdigt.

Backup: Larry Kenon (1975-1980: 20,7 PpG, 10,3 RpG, 3,0 ApG, 1,6 SpG, 3x All-Star)


Center: David Robinson

Teamzugehörigkeit: 1989-2003 | Kernstats: 21,1 PpG, 10,6 RpG, 2,5 ApG, 4,4 S/BpG, 51,8% FG

Nur wenige Spieler in der Geschichte der NBA haben durch ihre Verpflichtung die Geschicke einer Franchise derart nachhaltig beeinflusst wie David Robinson. Als der 2,16 Meter große Musterathlet von den Spurs in der Draft 1987 an Nummer eins gewählt wird, ist allen Experten klar, dass die Texaner das Fundament für eine glorreiche Zukunft gelegt haben. Schließlich bringt Robinson wie wenige Spieler vor ihm alle Grundvoraussetzungen mit, um in der NBA dominieren zu können.

Neben seiner Größe und Athletik besitzt der Big Man ein butterweiches Handgelenk, eine beeindruckende Beinarbeit, ist schnell und wendig an beiden Enden des Parketts und verfügt über ein großes Arsenal an Postmoves. Als Schüler der Navy-Akademie und streng gläubiger Christ ist Robinson obendrein noch diszipliniert und fokussiert wie kaum ein anderer NBA-Prospect. Indes müssen sich Franchise und Fans zwei lange Jahre gedulden, bis „The Admiral“ endlich in der Liga debütiert. Trotz eines Multi-Millionen-Deals entscheidet sich Robinson nämlich dafür, seine Militärausbildung abzuschließen und erst 1989 in die Association zu wechseln.

Doch das Warten soll sich lohnen: Bereits in Robinsons Debütjahr wird aus den Spurs ein Siegerteam – und den mageren 21 Siegen aus der Saison 1988/89 stehen plötzlich 56 Erfolge gegenüber. „D-Rob“ kann die hohen Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden, sonach vollends erfüllen und trägt sein Team nicht nur in der Offensive. Mit atemberaubenden 4,5 Blocks pro Spiel führt er die Liga in seiner dritten Saison an und wird 1992 zum „Defensive Player of the Year“ gewählt. Achtmal steht Robinson in der All-Defensive-Auswahl.

Seine Vielseitigkeit stellt der vormalige Rookie der Jahres am 17. Februar 1994 eindrucksvoll unter Beweis, als ihm ein seltenes Quadruple-Double gelingt. Mit 34 Punkten, zehn Rebounds, zehn Blocks und zehn Assists ist Robinson bis heute einer von nur vier Spielern (Nate Thurmond, Alvin Robertson und Hakeem Olajuwon), der in vier Kategorien zweistellige Werte in einem Spiel generieren kann. Knapp einen Monat später legt Robinson ein 71-Punkte-Spiel auf und entreißt Shaquille O‘Neal damit im letzten Saisonspiel die Krone als Top-Scorer der Saison (29,8 PpG, gepaart mit 10,7 RpG, 4,8 ApG und 5,0 S/BpG.). Überdies wird der Mann, der sich wiederholt in der Konversation um den wertvollsten Spieler der Liga wiederfindet, 1994/95 zum Liga-MVP ernannt.

Doch ähnlich wie Patrick Ewing im Osten, fehlen Robinson über viele Jahre die richtigen Mitspieler für den ganz großen Wurf. Erst als Robinson verletzungsbedingt fast die komplette Saison 1996/97 verpasst und die Spurs nicht mehr als 20 Spiele gewinnen, beschert ihnen das Losglück den ersten Pick in der nachfolgenden Draft. Mit Tim Duncan kommt das fehlende Puzzlestück nach Texas, und als „Twin Towers“ werden die beiden Big Men zum gefürchteten Duo, dem 1999 der langersehnte, erste Titelgewinn für die Spurs gelingt. Nach dem zweiten Titel 2003 beendet der je zehnmalige All-Star und All-Teamer als 37-Jähriger seine Karriere. Sein Jersey mit der Nummer 50 hängt in San Antonio längst unter dem Hallendach.

Backup: Artis Gilmore (1982-1987: 16,1 PpG, 9,7 RpG, 1,8 BpG, 62,0% FG, 2x All-Star)


Head Coach: Gregg Popovich

Seit Dezember 1996 trainiert Gregg Popovich die Spurs und führte die Franchise seither zu fünf Meisterschaften (1999, 2003, 2005, 2007, 2014). Abgesehen von seiner ersten Saison als Head Coach, kann Popovich auf nunmehr 21 konsekutive Spielzeiten zurückblicken, in denen seine Teams mehr als die Hälfte ihrer Spiele gewannen und die Playoffs erreichten. So kommt den Spurs heuer die zweitlängste Postseason-Serie der NBA-Historie zu (die noch nicht beendet scheint).

In der Liste der siegreichsten Trainer der Liga-Geschichte liegen nur noch Don Nelson und Lenny Wilkens vor ihm. Allein Phil Jackson und Red Auerbach haben mit ihren Mannschaften mehr NBA-Titel gewonnen. Derweil zählt Popovich, der an der Air Force Academy seine ersten Erfahrungen als Übungsleiter sammelte, zu den anerkanntesten Coaches des Weltbasketballs. Insbesondere ist er für das vertrauensvolle Verhältnis zu seinen Spielern bekannt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Erfolgstrainern setzt „Pop“ dabei nicht auf ein statisches System, sondern passt die Spielweise der Spurs den Fähigkeiten seiner jeweiligen Profis an. Würde es eine Umfrage unter den NBA-Spielern geben, unter welchem Cheftrainer sie am liebsten spielen würden, dürfte der weltgewandte Fachmann einer der Favoriten sein. Zum Liebling der TV-Zuschauer ist der 69-Jährige auch deshalb geworden, weil er im Umgang mit den Medienvertretern in oft sehr knappen, aber pointierten Worten Auskunft gibt und Dinge beim Namen nennt.

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