Pastore kritisiert BBL: „Als würde man ertrinken, und sie drücken die Hand auf deinen Kopf“

Die NINERS Chemnitz müssen sich deutlich den MHP RIESEN Ludwigsburg geschlagen geben – was auch an der kurzen Vorbereitungszeit nach einer Quarantäne liegt. Dies kritisiert Coach Rodrigo Pastore.

Vor rund einem Monat sorgten die NINERS Chemnitz mit ihren Triple-Siegen gegen RASTA Vechta, Brose Bamberg und den FC Bayern München innerhalb von fünf Tagen für den aufsehenerregendsten Lauf eines BBL-Teams in dieser Saison. Nun, nach einer 60:96-Pleite beim Tabellenführer aus Ludwigsburg, ist davon nicht mehr viel übrig.

Woran der BBL-Aufsteiger wenig Schuld trägt – kamen die Chemnitzer doch aus einer mehrtägigen Quarantäne. Dass die NINERS nur zwei volle Trainingstage vor der Partie am Dienstagabend Zeit hatten, das kritisierte Coach Rodrigo Pastore:

„Das ist sehr frustrierend, und eigentlich auch nicht fair. Ich hoffe wirklich, dass niemandem das widerfährt, was uns passiert ist. Aber wenn schon, dann hoffe ich, dass [die Liga] andere Teams genauso behandeln wird wie uns. Uns ist das zu Beginn der Saison passiert – und jetzt erneut. 48 Stunden später… und ich sagen Ihnen, wir haben nicht einmal trainiert. Unser erstes Vollkontakttraining war am Sonntag, nach einer Quarantäne. Und sie zwingen einen, sechs Stunden mit dem Bus zu fahren und zu spielen. Um ehrlich zu sein: Ich bin einfach nur glücklich, dass es keine Verletzungen gab. Ich hatte Angst, nachdem Terrell Harris das Spiel mit Krämpfen beendet hatte.“

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Bereits ihr Ligadebüt hatten die Chemnitzer unter ähnlich schwierigen Bedingungen bestreiten müssen, nach ähnlich kurzer Vorbereitungszeit nach Quarantäne schlug sich der Aufsteiger bei Brose Bamberg wacker und verlor nur mit 86:93.

Gegen Ludwigsburg standen Pastore nur acht Rotationsspieler – teils auch wegen Verletzungen – zur Verfügung, zudem liefen Leon Hoppe – der eigentlich an Bremerhaven ausgelieen werden sollte – und Nachwuchsspieler Brendan Gregori auf.

„Ich glaube nicht, dass ein anderes, wichtiges Team dieser Liga die gleiche Behandlung erfahren wird“, führte Pastore aus. „Es ist, als würde man ertrinken. Wir erwarten nicht, dass jemand eine Rettungsweste zu uns wirft. Aber es ist so, als würden sie die Hand auf deinen Kopf drücken.“