Power Ranking: Drei-Klassen-Gesellschaft

Der AllStar-Break ist rum und über das Pro und Contra dieser Veranstaltung wurde und wird genügend diskutiert. Aber ein Vorteil ist klar zu erkennen: Es ist ein guter Zeitpunkt noch einmal Bilanz zu ziehen vor dem Saisonendspurt. Für einen Großteil der Teams stehen noch zehn Partien auf dem Plan. Aber offen ist in fast allen Bereichen noch alles. Wer bekommt Heimrecht in den Playoffs? Wer erreicht die Postseason? Und wer muss den Gang in die ProA antreten? Die Liga ist spannend wie selten zuvor und daher ist das Power Ranking auch keine klare Angelegenheit.


1. FC Bayern München
Tabellenplatz 1                Bilanz: 22-2        Letzte 5 Spiele: SSNSN

Der FC Bayern München hat zuletzt geschwächelt. Niederlagen in Oldenburg und Vechta markieren die ersten Negativpunkte in der laufenden easyCredit BBL-Saison. Trotz der Doppelbelastung mit bisher 28 EuroLeague-Spielen leistete sich das Team von Dejan Radonjic kaum Ausrutscher. Dazu zeigen die Münchner auch in der Königsklasse starke Auftritte wie zuletzt gegen Barcelona. Auch wenn andere Teams Druck machen, ich habe keinerlei Zweifel, dass die Bayern bis zum Ende der Hauptrunde weiterhin ihre Vormachtstellung verteidigen werden.

2. EWE Baskets Oldenburg
Tabellenplatz 2                Bilanz: 19-4        Letzte 5 Spiele: SSSSS

Die EWE Baskets Oldenburg schweben auf der Erfolgswelle. Sechs Spiele in Folge haben die Nordlichter gewonnen. Darunter der Heimsieg gegen die Bayern, der klare Sieg in Berlin und die dominante Vorstellung gegen Ludwigsburg. Will Cummings wirft seinen Hut in den Ring für den MVP-Titel. Rasid Mahalbasic beweist nicht nur durch sein Triple-Double, warum er einer der besten Center der Liga ist. Und dann ist für die Baskets-Three natürlich noch Mr. Oldenburg, Rickey Paulding dabei. Doch auch dahinter hat Mladen Drijencic gute Optionen. Obwohl der Vorteil der nicht vorhandenen Doppelbelastung nicht mehr lange anhält, sollte Oldenburg weiterhin eine gute Rolle im Kampf um den zweiten Platz mitreden.

3. Brose Bamberg
Tabellenplatz 3                Bilanz: 18-5        Letzte 5 Spiele: SSSSS

Neue Besen kehren gut. In Bamberg ist der Besen zwar schon etwas länger in der zweiten Reihe gestanden, kehrt aber trotzdem sehr gut. Aber genug mit dem schlechten Vergleich, Federico Perego hat auf jeden Fall den Erfolg zurück nach Freak City gebracht. 12 Siege in Folge haben die Franken zuletzt erzielt. Davon gab es acht Erfolge in der BBL, den Pokaltitel und das Vordringen in der Basketball Champions League. Dabei ist natürlich neben dem Pokalsiegerwurf von Nikos Zisis noch Tyrese Rice Auftritt in Vechta allgegenwertig. Mit solchen Spielern im Team weißt du in der Crunchtime einfach, was du tun musst. Es ist sicher noch nicht wieder das Bamberg aus den guten Trinchieri-Jahren, aber an der Regnitz spielt ganz sicher ein Kandidat auf die Meisterschaft.

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4. ALBA Berlin
Tabellenplatz 5                Bilanz: 16-5        Letzte 5 Spiele:SNSSS

ALBA Berlin merkt man die Doppelbelastung vielleicht am meisten an. Der EuroCup-Finalist ist in der easyCredit BBL nicht immer in der Spur. In den letzten zehn Spielen gab es zwar nur drei Niederlagen, spontan hätte ich selbst allerdings eher auf 5-5 getippt. Aber trotz der noch guten Bilanz, sind sie damit das schwächste Team der Top5. Die Berliner sind allerdings international ganz vorne dabei. Dort zeigt das Team von Aito, was in ihm steckt. Wenn nach den maximal drei Spielen gegen Valencia, wo Basketball-Deutschland den Albatrossen sicherlich die Daumen drückt, nur noch die Liga auf dem Plan steht, dann wird Berlin auch wieder mit lauten Worten im Titelrennen mitmischen.

5. RASTA Vechta
Tabellenplatz 4                Bilanz: 18-7        Letzte 5 Spiele: NSSSN

Sprechen wir noch vom Überraschungsteam? Reden wir noch vom Aufsteiger? Vechta ist in der Beletage des deutschen Basketballs angekommen. Pedro Calles führt als Trainer-Rookie sein Team, das aus ProA-Leistungsträgern und BBL-Neulingen besteht, aktuell auf Platz vier. MVP-Kandidat TJ Bray, Highflyer Austin Hollins oder Allzweckwaffe Seth Hinrichs brillieren regelmäßig und verzücken das gesamte Ligapublikum. Von den letzten zehn Spielen verlor der selbsternannte „geilste Club der Welt“ nur zweimal und das nach Verlängerung. Der Überraschungseffekt ist erstmal weg, die Siege kommen aber weiter nach Niedersachsen. Die Verzerrung der Tabelle legt allerdings nahe, dass die vier anderen Teams unter den ersten fünf am Ende des Jahres weiter vorne landen werden. Aber auch als Fünfter wird Vechta in den Playoffs ein mehr als unangenehmer Gegner werden.