Knights Crunchtime-Stärke und Patricks Geschichtsstunde

Beim zweiten Turnier-Sieg der MHP RIESEN Ludwigsburg stechen zwei Akteure heraus: Marcos Knight durch seine Crunchtime-Stärke und der 16-jährige Jacob Patrick mit einer Geschichtsstunde.

„Gerade haben wir Ferien, aber nächste Woche haben wir Schule. Aber ich habe es so organisiert, dass ich Online-Unterricht machen kann.“ Jacob Patrick wird die nächsten Tage wieder für die Schule büffeln müssen – für seine persönliche Geschichtsstunde sorgte der Guard der MHP RIESEN Ludwigsburg aber schon jetzt: Beim 80:77-Erfolg gegen die FRAPORT SKYLINERS punktete Patrick – und ist damit zum jüngsten Scorer der Liga-Historie avanciert, seitdem die Basketball-Bundesliga ihre Daten zur Saison 1998/99 digital erfasst.

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Bei seinen ersten Punkten auf dem BBL-Parkett ist Patrick 16 Jahre, 6 Monate und 19 Tage alt. Damit schob sich der Teenager an Alexander Heide vorbei, der bisher der jüngste Liga-Scorer gewesen war.

SpielerAlterTeamGegnerDatum
Jacob Patrick16 Jahre, 6 Monate, 19 TageMHP RIESEN LudwigsburgFRAPORT SKYLINERS9.6.2020
Alexander Heide16 Jahre, 7 Monate, 25 Tageratiopharm ulmKöln 99ers15.3.2008
Franz Wagner16 Monate, 8 Monate, 0 TageALBA BERLINFRAPORT SKYLINERS27.4.2018
Philipp Schwethelm16 Monate, 8 Monate, 2 TageRheinEnergie Kölnsellbytel Baskets Nürnberg2.1.2006
Vuk Radojicic16 Monate, 8 Monate, 23 TageScience City JenaMHP RIESEN Ludwigsburg24.3.2018

Jacob Patrick ist der jüngste Scorer der modernen BBL-Historie, aber nicht der jüngste Spieler, der auf dem Parkett gestanden ist. Sieben Spieler waren jünger, der jüngste ist Jeferson Hiller (mit 16 Jahren, 0 Monaten, 15 Tagen).

Wie sehr der 16-jährige Patrick mit Druck umgehen kann? Vom Liga-Mitarbeiter Sven Simon am gestrigen Montag darauf angesprochen, verneinte Patrick mit einem Lächeln, dass er von der historischen Möglichkeit gar nichts wisse. „No pressure“, ließ Simon folgen.

Von wegen Druck … Jacob Patrick traf nach 13:41 gespielten Minuten nicht nur das erste Mal in seiner BBL-Laufbahn in den Korb, eine Minute später netzte er von der gleichen Stelle erneut einen Dreier ein. Am Ende legte der Sohn von Ludwigsburgs Head Coach John Patrick acht Punkte in zwölfminütiger Spielzeit auf.

Die Crunchtime gehörte derweil einem Veteranen: Marcos Knight übernahm in den letzten sechs Minuten und erzielte dort 13 seiner insgesamt 25 Punkte. Die Ludwigsburger netzten innerhalb von drei Minuten fünf Dreier ein, dreimal war dabei Knight erfolgreich.

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Bei 20 Sekunden auf der Uhr traf Knight schließlich mit einem Jumper in der Zone den Dagger. In den Schlusssekunden hatten die Frankfurter zwar die Chance, mit einem Dreier von Matt McQuaid die Partie zu drehen, doch die Schiedsrichter entschieden, dass der Guard bei seinem Drei-Punkte-Wurf mit der Ferse auf der Seitenauslinie stand.

So fuhren die Ludwigsburger mit einem 80:77-Erfolg ihren zweiten Turniersieg ein, während die Frankfurter ihre zweite Niederlage kassierten. Während der eigentliche Go-to-Guy Lamont Jones angeschlagen nur zehn Minuten auf dem Feld stand und ohne Punkte blieb, übernahmen die eigentlichen Verteidigungsspezialisten Quantez Robertson (17 Pkt, 5/11 FG), Yorman Polas Bartolo (16 Pkt, 5/5 FG) und Akeem Vargas (15 Pkt, 5/6 FG) in der Offensive.