„Als würde man das erste Mal wieder draußen essen“

ALBA BERLIN gewinnt das zweite Halbfinal-Spiel gegen ratiopharm ulm und gleicht die Serie zum 1-1 aus. Dank eines Pilot-Projekts in der Hauptstadt sehen 1.000 Zuschauer in der Halle phasenweise dominante Albatrosse.

Glückliche Gesichter auf und neben dem Feld: „Das ist so, als wenn man das erste Mal wieder draußen essen ist. Alle sind gut angezogen, das ist schön! Es kehrt endlich etwas Normalität zurück“, freute sich Niels Giffey nach dem Spiel über die Rückkehr von zumindest 1.000 Fans in der Mercedes-Benz Arena. Getragen von der Stimmung brachte ALBA eine über weite Phasen dominante Leistung aufs Parkett und gewann verdient mit 92:78.

Neuer Gameplan gegen Osetkowski und Caupain

Ulms Gamewinner-Duo des ersten Spiels aus Dylan Osetkowski und Troy Caupain verkam in der zweiten Partie zu einer One-Man-Show. Doch Caupain brachte viel Energie mit und hatte nach 20 Minuten bereits 13 Punkte auf der Habenseite. Osetkowski erwischte derweil einen gebrauchten Tag und schied Mitte des dritten Viertels nach einem Unsportlichen Foul aus, nachdem er in er ersten Hälfte ein technisches Foul kassiert hatte. „Wir wollten Osetkowski diesmal die Würfe schwer machen und ihn mehr zu Drives zwingen“, resümierte Ben Lammers nach dem Spiel die Strategie gegen Osetkowski.

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Nachdem Ulm in den ersten 15 Minuten die Set-Plays der Heimmannschaft hervorragend verteidigte (5 Steals), besann sich ALBA mehr und mehr auf die Matchup-Vorteile. Ein 9:0-Lauf sorgte für einen deutlichen 47:33-Halbzeitstand. Obwohl Ulm immer wieder einstellig verkürzte und in Schlagdistanz blieb, wussten die Hauptstädter stets zu kontern.

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Bildhaft in der 32. Minute: Aric Holman rettete für Ulm spektakulär und passte auf Demetrius Conger, der nett dunke sagte, doch Marcus Eriksson konterte prompt mit dem „old-fashioned“ Drei-Punkte-Spiel. Zwölf unbeantwortete Punkte der Berliner in der Mitte des vierten Viertels zum 83:63 sorgten für die Vorentscheidung.

X-Faktor: Duell zwischen Caupain und Berliner Point-Guard-Riege

Obwohl Troy Caupain der wohl dominanteste Spieler der ersten Halbzeite war (13 seiner insgesamt 15 Zähler in den ersten 20 Minuten), drückte auch Jayson Granger mit seiner abgebrühten Art dem Spiel seinen Stempel auf. „Jayson ist einfach ein großartiger Leader für uns. Er ist ein Veteran, der alles gesehen hat und so einen großen Erfahrungsschatz besitzt“, war Christ Koumadje voll der Lobes für Granger. Giffey fügte hinzu: „Jayson ist seit Jahren so ein krasser Verteidiger und Leader mit klarer Stimme, den wir jetzt gerade brauchen.“

Für die Spritzigkeit sorgte derweil Maodo Lo (Siva wurde angeschlagen geschont). In der zweiten Halbzeit entschieden Lo (20 Pkt, 6 Ast, 4 Stl) und Granger (8 Pkt, 5 Ast) das Duell auf der Eins deutlich für sich.