Trotz +17 zur Halbzeit: München verliert per Buzzerbeater in Mailand

Der FC Bayern München verliert in Mailand durch einen Buzzerbeater aus dem Einwurf. Eine 17-Punkte-Führung zur Halbzeit reicht nicht zum Sieg beim EuroLeague-Playoff-Start.

In der Hauptrunde der Turkish Airlines EuroLeague hatte der FC Bayern München auswärts gegen Armani Mailand mit 51:75 verloren. Drei Monate später führten die Bayern beim ersten Playoff-Duell in Mailand zur Halbzeit mit 44:27! Doch anstatt den Heimvorteil zu stehlen, verloren die Bayern noch mit 78:79 – per Buzzerbeater aus einem Einwurf-Spielzug …

Bei 1,2 Sekunden zu spielen und einer 78:77-Führung Bayerns, nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von James Gist, hatten die Mailänder den Ball an der Seitenauslinie. Dabei schickte Andrea Trinchieri für die Defensive eine große Formation samt drei Big Men aus James Gist, Leon Radosevic und Jalen Reynolds auf das Parkett. Doch genau die vermasselten die Aktion und switchten nicht – woraus Zach LeDay auf Anspiel von Malcolm Delany den Alley-Oop zum 79:78-Sieg verwandelte.

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Dabei traten die Bayern in der ersten Hälfte noch so dominant auf, mit 26:11 ging der zweite Durchgang an die Gäste. Die komplette zweite Fünf der Bayern legten in 5:23 Minuten einen 17:4-Lauf auf das Parkett. Defensiv bereitete die Münchener Switch-Defense den Mailändern Probleme, offensiv machten vor allem D.J. Seeley (am Ende 23 Pkt, 5/5 3FG) und JaJuan Johnson auf sich aufmerksam.

Nach der Pause kamen die Hausherren durch Re-Screens im Pick-and-Roll und schnelleren Ballbewegung besser mit der Münchener Defense zurecht. Im vierten Viertel wachte Sergio Rodriguez auf und brachte Mailand Stück für Stück heran. Die Bayern taten sich schwer, offensiv eine konstante Option zu finden – so versuchte es Andrea Trinchieri mit vielen verschiedenen Lineups, von Smallball zu Big Ball.

Wade Baldwin traf nicht die besten Entscheidungen (0/6 FG als Ballhandler und nach Isolationen), James Gist vergab in der Schlussminute zwei Freiwürfe – auf der Gegenseite netzte Rodriguez den Dreier zum 77:74 ein. Bei einem Ein-Punkte-Rückstand aus Sicht der Bayern verfehlte Delaney einen Dreier, im Schnellangriff wurde Gist gefoult – an der Linie verwandelte der Big Man beide Versuche. Doch dann kamen die letzten 1,2 Sekunden, und ein geschickter Einwurf-Spielzug Mailands.

Einen weiteren Wermutstropfen gab es noch: Nick Weiler-Babb schied Mitte des zweiten Viertels verletzungsbedingt aus, als er sich beim Zug zum Korb ohne Fremdeinwirkung eine Sehnenverletzung im Fuß zuzog.

Das zweite Spiel in Mailand steht für die Bayern am kommenden Donnerstag an.