ALBA BERLIN feiert ersten Meistertitel seit 2008

ALBA BERLIN gewinnt das BBL-Final-Turnier 2020. Nach zwei Erfolgen gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg feiern die Albatrosse ihren ersten Meistertitel seit 2008.

Ungeschlagen im gesamten BBL-Final-Turnier, der sechste Playoff-Sweep der BBL-Geschichte, dort die Partien mit durchschnittlich 17,2 Punkten Differenz gewonnen: Mit einer dominanten Vorstellung hat sich ALBA BERLIN zum Deutschen Meister 2020 gekrönt

Nach einem 88:65-Hinspielerfolg über die MHP RIESEN Ludwigsburg am vergangenen Freitag ließen die Albatrosse im Rückspiel am Sonntag einen 75:74-Sieg folgen. Damit fahren die Berliner ihren ersten Meistertitel seit 2008 sowie die neunte Meisterschaft ihrer Club-Geschichte ein. Zudem haben die Berliner zum ersten Mal seit 2002/03 das Double gefeiert: Im Februar hatten sich die Berliner den Pokaltitel gesichert.

Im Rückspiel gegen Ludwigsburg fanden die Berliner wie schon im Hinspiel schwer in die Partie. Doch nach Marcus Eriksson fand auch das geamte Team seinen Rhythmus, mit einem 16:2-Lauf beendeten sie das erste Viertel, um zweistellig zu führen. Mit einem No-Look-Pass über die Schultern sorgte Luke Sikma für das Highlight.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Im Lauf des zweiten Durchgangs kamen die Ludwigsburger zurück und verkürzten zur Halbzeitpause auf 35:42. Die Dreier fielen besser, durch Cuts kamen sie zu Korblegern, mit Lukas Herzog trumpfte erneut ein Nachwuchsspieler auf.

Nach der Pause netzten die Berliner ihre ersten drei Dreier ein, Niels Giffey übernahm offensiv, beide Teams schalteten ins Run-and-Gun. Mit einer 67:54-Führung vor dem vierten Durchgang war der Weg für Berlins Meisterfeier bereitet.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Mit 5:4 Stimmen gegen Berlins Luke Sikma wurde Ludwigsburgs Marcos Knight von den zehn Teamkapitänen zum Turnier-MVP gewählt. Wenn auch in den Finals verletzt, überzeugte Knight in den Playoffs mit durchschnittlich 21,8 Punkten, 11,3 Rebounds, 3,0 Assists und 2,0 Assists samt „50 / 40 / 90“-Quoten.

Im gesamten Turnier präsentierten sich die Albatrosse als bestes Offensiv- wie Defensivteam. Coach Aíto hatte die tiefste Rotation zur Verfügung und konnte seinen Star-Spieler Verschnaufpausen gönnen bzw. sie für Spiele sogar ganz aus dem Kader nehmen.

Die Berliner sind das sechste Team der BBL-Geschichte, das ungeschlagen durch eine Playoff-Runde gegangen ist: sechs Spiele, sechs Siege – und das mit einer Punktedifferenz von 17,2 Punkten.

Doch auch die MHP RIESEN Ludwigsburg können auf ein erfolgreiches Turnierabschneiden blicken: Die Schwaben standen zum ersten Mal in ihrer Club-Historie in einer Endspielserie der BBL. Im Turnier mussten sie sich nur ALBA BERLIN (zuvor in der Gruppenphase) sowie einmal dem FC Bayern München geschlagen geben. Jene Rückspielniederlage im Viertelfinale hatte aber keine Auswirkungen – die Ludwigsburger hatten dort den amtierenden Meister aus dem Turnier gekickt.

Die Ludwigsburger Mannschaft zeigte mehr denn je die Tugenden, die Head Coach John Patrick erwartet. Dabei hatten die RIESEN mit Khadeen Carrington auf einen Hauptrunden-MVP-Kandidaten verzichten müssen. Mit Radii Caisin, Lukas Herzog, Ariel Hukporti und Jacob Patrick setzten auch Nachwuchsspieler Impulse.

Abschlusstabelle 2019/20

Mit Beendigung des Final-Turniers steht auch die Abschlusstabelle der Saison 2019/20 fest. Die zehn am Turnier teilnehmenden Teams nehmen auch die ersten zehn Plätze ein. Bei den Mannschaften, die im Halb- und Viertelfinale ausgeschieden sind, ist die Platzierung vor der Saisonunterbrechung ausschlaggebend. Dies gilt auch für die sieben Mannschaften, die nicht in München aktiv waren.

  1. ALBA BERLIN
  2. MHP RIESEN Ludwigsburg
  3. EWE Baskets Oldenburg
  4. ratiopharm ulm
  5. FC Bayern München
  6. Brose Bamberg
  7. BG Göttingen
  8. FRAPORT SKYLINERS
  9. RASTA Vechta
  10. HAKRO Merlins Crailsheim
  11. s.Oliver Würzburg
  12. Basketball Löwen Braunschweig
  13. medi bayreuth
  14. JobStairs GIESSEN 46ers
  15. Telekom Baskets Bonn
  16. SYNTAINICS MBC
  17. Hamburg Towers

Die Abschlusstabelle sollte Auswirkungen auf die Teilnahme an internationalen Wettbewerben haben, doch auf Grund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ist dies derzeit schwer einzuschätzen.

Aktuell steht fest, dass ALBA BERLIN und der FC Bayern München als EuroLeague-Teilnehmer der Saison 2019/20 auch in der kommenden Spielzeit im europäischen Top-Wettbewerb aktiv sein werden.

Im EuroCup wird ratiopharm ulm antreten. Die FRAPORT SKYLINERS, die zunächst in das Teilnehmerfeld aufgenommen worden sind, haben zurückgezogen.

In der FIBA Basketball Champions League könnten die MHP RIESEN Ludwigsburg, die EWE Baskets Oldenburg und Brose Bamberg (welche sich langfristig dem Wettbewerb verschrieben haben) auflaufen. Wie dieser Wettbewerb sowie der FIBA Europe Cup hinsichtlich deutscher Beteiligung letztlich aussehen wird, bleibt abzuwarten.