Mithat Demirel: „Zeljko Obradovic ist bei der Mehrheit unantastbar“

Was ist los bei Fenerbahce Istanbul? Das versucht der MagentaSport-Podcast zu ergründen, indem der Experte Mithat Demirel befragt wird.

Es war der Aufreger der vergangenen Woche: Trainerlegende Zeljko Obradovic beschimpft während einer Auszeit seines Teams Fenerbahce Istanbul seine Spieler, als er ihnen dreimal ein „fuck you“ an den Kopf wirft. Wie ist das einzuordnen – auch in die Gesamtsituation bei Fenerbahce, die als Final-Four-Dauerkandidat derzeit mit 2-7 die schlechteste Bilanz der EuroLeague-Hauptrunde aufweisen?

Mithat Demirel ist ein Experte des türkischen Basketballs, hat der ehemalige deutsche Nationalspieler doch einige Zeit als Sportdirektor von Darussafaka Istanbul gearbeitet. Im MagentaSport-Podcast äußert sich Demirel wie folgt:

„Trainer, die auf dem Level sind, versuchen natürlich zu provozieren. Sie kitzeln auch immer wieder etwas heraus. Aber ich glaube, dass das auch ein Stück weit Verzweiflung ist.“

Demirel ist über die Schwächephase Fenerbahces derweil nicht so überrascht: „Das hat sich über die letzten Jahre angebahnt, sie haben extrem an Substanz verloren. Einige Spieler, die schon länger im Verein sind, spielen nicht ihren besten Basketball – manche sind sogar ganz weit davon weg. Beim EuroLeague-Rhythmus gibt es keine Luft durchzuatmen – dann fällt man fast ins Bodenlose.“

Im Gespräch mit Michael Körner und Alexander Dechant macht Demirel klar, dass Obradovic aber dennoch fest im Sattel sitze. Und auch von der Fenerbahce-Fans sollte die Trainerlegende Rückendeckung bekommen: „Obradovic ist bei der Mehrheit unantastbar, es gibt vielmehr sehr viel Druck auf die Spieler.“

Außerdem sind im Podcast ausführlich David McCray, der in Ludwigsburg den Übergang vom Spieler zum Assistant Coach gemeistert hat, und kurz Björn Harmsen, der kürzlich beim MBC übernommen hat, zu Gast.

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