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Die Wochen des Johannes Voigtmann

18.04.2018 || 11:44 Uhr von:
Johannes Voigtmann
Der derzeit stark aufspielende Nationalspieler Johannes Voigtmann und sein Klub Baskonia Vitoria Gasteiz treffen in den EuroLeague-Playoffs ab heute Abend (19:15, live bei Telekom Sport) auf Fenerbahce Istanbul.

Trotz eines starken Schlussspurtes in der regulären Saison gehen die Spanier als klarer Außenseiter in die Playoff-Serie („best-of-five“) gegen den amtierenden Titelverteidiger der EuroLeague.

Mr. Effizient

Johannes Voigtmann fühlt sich inzwischen wieder richtig wohl in der Hauptstadt des Baskenlandes. Wie bereits im Vorjahr steht er mit seinem Klub in den EuroLeague-Playoffs. Für den ehemaligen Frankfurter läuft es dabei richtig gut. Seine statistischen Werte zwischen Spieltag 16 und 29 sind beeindruckend: 22,6 Minuten Einsatzzeit, 11,1 Punkte, 5,0 Rebounds, 1,6 Assists, nur 0,9 Ballverluste pro Spiel, eine herausragende Zweierquote von 75,0 % und eine ebenso überragende Dreierquote von 68,0 % (bei 1,2 verwandelten Dreiern pro Partie). Sein Team gewann in dieser Spanne neun von vierzehn Begegnungen und sicherte sich auch dank Voigtmann nach einem schwachen Saisonstart vorzeitig einen Playoff-Platz. Der 2,14-Meter-Mann ist extrem effizient – wieder extrem effizient.

Schwierigkeiten nach Trainerwechseln

Nach einem Trainerwechsel im Sommer 2017 hatte es für den deutschen Nationalspieler schwer. Mitte Juni übernahm die Vereinslegende Pablo Prigioni (auch ehemaliger NBA-Spieler für die New York Knicks u.a.) das Traineramt von Sito Alonso, der den Verein gen Barcelona verließ. Auch zwei weitere Anker des Erfolgs in der Vorsaison, Shane Larkin (nach Boston/NBA) und Adam Hanga (nach Barcelona), wanderten ab und so stand Baskonia Vitoria Gasteisz vor einem Umbruch – einem Umbruch, der vorerst nicht funktionierte: Die Basken starteten mit drei Niederlagen in die EuroLeague-Saison und auch in der einheimischen ACB lief es alles andere als rund. Direkt nach der dritten EuroLeague-Niederlage beendete Pablo Prigioni das erste Kapitel seiner Trainerkarriere selbst. Der ehemalige argentinische Nationalspieler zeigte sich bei seinem Rücktritt betroffen und fast beschämt ob des schwachen Saisonstartes „seines“ Vereins, den er als Spielmacher zwischen 2005 und 2009 viermal ins EuroLeague-Finale und einmal zum Titel führte. Voigtmann erhielt unter Prigioni zwar viel Einsatzzeit, konnte zu der Zeit aber kaum überzeugen (5,0 Punkte pro Spiel).

Mit Voigtmann (sogar als Power Forward) auf die Erfolgswelle

Für Prigioni übernahm Pedro Martinez, der in der vergangenen Saison mit Valencia die spanische Meisterschaft feierte. Auch nach dem Trainerwechsel fand Voigtmann vorerst zu keinem Rhythmus. Unter Martinez erhielt der 25-Jährige zunächst sogar weniger Einsatzzeit. 6,6 Punkte und 3,9 Rebounds standen für den gebürtigen Eisenacher (Thüringen) in den ersten fünfzehn Partien im Schnitt zu Buche. Dann folgte der Durchbruch. Ausgerechnet gegen den kommenden Gegner Fenerbahce erlebte Voigtmann mit erzielten 11 Punkte und 5 Rebounds einen seiner bis dahin stärkeren Abende in dieser Spielzeit. Es folgten starke Auftritte gegen unter anderem Piräus (19 Punkte, 5 Rebounds), Valencia (16 Punkte, 9 Rebounds) und Barcelona (17 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists). Voigtmann ist inzwischen längst wieder einer der Anker in der tiefen Rotation auf den Positionen Vier und Fünf, wo er inzwischen der zweite Leistungsträger hinter dem Georgier Toko Shengelia (13,9 Punkte, 6,2 Rebounds, 2,1 Assists) ist. Häufig agiert Voigtmann sogar auf er Position Vier, wenn er neben dem Spanier Ilimane Diop (2,11 Meter) oder dem französischen Nationalspieler Vincent Poirier (2,13 Meter) aufläuft.

Gegen den Vorjahres-Sieger der EuroLeague, Fenerbahce Istanbul dürfte ein Einzug ins Final Four zwar schwierig werden. Das türkische Spitzenteam um Trainerlegende Zeljko Obradovic hätte sich angesichts des starken Laufes von Baskonia aber sicherlich auch leichtere Gegner vorstellen können. Daran hat Johannes Voigtmann seinen Anteil.

Die Spieltermine (Alle Spiele live bei Euroleague.TV)

Mi., 18. April (19:15 Uhr): Fenerbahce Istanbul – Baskonia Vitoria Gasteiz (live bei Telekom Sport)
Fr., 20. April (19:45 Uhr): Fenerbahce Istanbul – Baskonia Vitoria Gasteiz
Di., 24. April (21 Uhr): Baskonia Vitoria Gasteiz – Fenerbahce Istanbul
(Do., 26. April (21 Uhr): Baskonia Vitoria Gasteiz – Fenerbahce Istanbul)
(Di., 1. Mai: Fenerbahce Istanbul – Baskonia Vitoria Gasteiz)

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