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Wer gewinnt die Basketball EuroLeague?

08.10.2018 || 18:51 Uhr von:
Während die National Basketball Association in den Vereinigten Staaten die internationalen Sportschlagzeilen dominiert, bietet die EuroLeague weniger Ruhm, aber mindestens ebenso viel Spannung.

Zu Beginn der neuen Saison stellt sich vor allem die Frage, ob Europas Basketball-Champion Real Madrid den Titel erfolgreich verteidigen kann. In einem Finale der Spitzenklasse sicherten sich die Spanier im Mai nach einem Rückstand von 38:40 zur Pause schließlich mit 85:80 den Sieg über den Champion von 2017, Fenerbahçe Istanbul.

Der türkische Club hofft nun, diese Schlappe wieder gut zu machen und die Meisterschaft 2018/19 für sich zu entscheiden.

Laut Betway haben beide Vereine erstklassige Chancen, die Basketball EuroLeague zu gewinnen, aber auch der Athener Club Panathinaikos ist ein ernst zu nehmender Anwärter auf den Titel. Vier Mal sind die Griechen bereits in der seit 2000/2001 ausgetragenen EuroLeague Champions geworden, nämlich 2001/2002, 2006/2007, 2008/2009 und 2010/2011. Hinzu kommen 36 Titel als Landesmeister.

Fenerbahçe ist seit 2015/2016 in jedem Endspiel dabei gewesen und konnte den Titel 2016/2017 nach einem Finalspiel gegen Olympiakos Piräus für sich entscheiden. Die Mannschaft aus Istanbul war zudem 13 Mal türkischer Basketball-Meister.

Real Madrid hat 34 spanische Meistertitel, zwei Siege in der EuroLeague (2014/2015 sowie 2017/2018) und einen Sieg im EuroCup.

Die EuroLeague, die in Gruppenphase, Playoffs und Final-Four-Turnier aufgeteilt ist, wird von Anfang an von den mediterranen Ländern dominiert. Panathinaikos hält dementsprechend auch den Zuschauerrekord mit über 12.000 Zuschauern, die im Schnitt in der Saison 2012/2013 bei jedem Heimspiel dabei waren.

Als einziger deutscher Club ist der FC Bayern München Basketball in der EuroLeague vertreten, aber im Gegensatz zum Fußball spielt er außerhalb der Bundesrepublik zumindest noch keine Hauptrolle in den Turnieren. Die Münchner lösen in dieser Spielzeit Brose Bamberg als deutscher Teilnehmer in der EuroLeague ab.

Den ersten Spieltag auf internationaler Ebene bestreiten sie am 11. Oktober gegen Anadolu Efes Istanbul.

Eine wichtige Änderung seit dem Meisterschaftsgewinn hat Real Madrid durch den Wechsel ihres erst 19 Jahre alten Stars Luka Doncic in die NBA zu den Dallas Mavericks erfahren. Die Mannschaft von Pablo Laso, selbst ehemaliger Real-Profi, hat dennoch mit dem Sieg in der Supercopa in Santiago einen überzeugenden Saisonstart hingelegt. Auch Dino Randoncic, Chasson Randle und Sebas Saiz haben sich von den Königlichen verabschiedet. Neu im Kader sind dafür Gabriel Deck und Klemen Prepelic.

Die vergangene Spielzeit in der EuroLeague hatte Real Madrid auf dem dritten Tabellenplatz beendet. Mit 2576:2375 Punkten lagen die Spanier vor Panathinaikos mit 2343:2299, aber noch hinter Fenerbahçe mit 2369:2224 Punkten und hinter dem Tabellenersten CSKA Moskau mit 2675:2377 Punkten.

Brose Bamberg endete mit 2309:2446 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz. Nach dem für die Bamberger enttäuschenden Resultat werden sie statt in der EuroLeague in den kommenden Jahren in der als sportlich weniger anspruchsvoll geltenden Basketball Champions League an den Start gehen. Mit den Ambitionen ist auch das Budget geschrumpft.

Die Basketballer von Bayern München wollen die dadurch für sie entstandene Chance auf internationaler Ebene nach Kräften nutzen.

Um mit Clubs wie Real Madrid, Fenerbahçe und Panathinaikos mithalten zu können, müssen die bayerischen Basketballer allerdings noch einiges drauf legen. Auch die Fans könnten sich laut den deutschen Basketballern gerne etwas mehr freuen und mehr Stimmung in die Stadien bringen.

Die Griechen sind vor allem in der Verteidigung stark. Etliche selbst für Basketball-Verhältnisse auffallend große Spieler machen den Gegnern das Leben schwer. In der Offensive hat Trainer Xavi Pascual zumindest bisher überwiegend auf schnelle Angriffe gesetzt. Als Star der Mannschaft gilt weiterhin der 33 Jahre alte Nick Calathes, der seit 2015/2016 in Athen unter Vertrag steht. In der vergangenen Saison stellte der Guard bei den Assists einen Rekord in der EuroLeague auf. Der wurfstarke Power Forward Chris Singleton hat Athen verlassen und spielt jetzt für den FC Barcelona Lassa.

Real Madrid hat bisher auf Tempo gesetzt – zu Recht, wie die Statistiken bewiesen haben. Trotz zahlreicher Ausfälle von leistungsstarken Stammspielern durch Verletzungen zeigten sich die Iberer angriffsstark und flexibel genug, um sich souverän für die Final-Four zu qualifizieren und schließlich die Meisterschaft zu holen.

Zu den Verletzten gehörte Reals Spielmacher Sergio Llull, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Llull, der als einer der besten Spieler in der EuroLeague gilt, war seit einem Länderspiel im August 2017 längere Zeit außer Gefecht, sollte aber in dieser Saison mit etwas Glück so spielstark wie je wieder dabei sein. Ebenfalls ein gerissenes Kreuzband hatte sich Ognjen Kuzmic zugezogen, aber er ist genau wie die in der vergangenen Saison an der Schulter verletzten Gustavo Ayon und Anthony Randolph sowie Facundo Campazzo, der die Playoffs wegen einer Knieverletzung verpasst hatte, wieder voller Siegeswillen.

Schon vor dem ersten Spieltag verspricht die neue Saison so spannend zu werden wie die alte.

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