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„Wir brauchen uns jetzt nichts einzubilden“

18.10.2018 || 08:40 Uhr von:
Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen und dem Tiger Derrick Williams reist der FC Bayern demütig nach Barcelona zum Team von Svetislav Pesic.

Sichtlich entkräftet, aber augenscheinlich hochzufrieden kam Danilo Barthel nach dem hauchdünnen 80:79-Sieg seiner Bayern gegen Panathinaikos Athen aus den Katakomben des Audi Dome spaziert. „Wir haben mit einer ganz anderen Intensität gespielt als noch am Donnerstag“, analysierte der Kapitän. Barthel spielte auf die deutliche 20-Punkte-Klatsche an, die er mit seinen Mannschaftskollegen gegen Anadolu Efes zum Auftakt in die EuroLeague verkraften mussten. „Vielleicht waren im ersten Spiel gegen Efes noch ein bisschen überrascht, wie es in der EuroLeague zur Sache geht.“

Mit dem ersten Sieg im Rücken reist die Mannschaft nun nach Barcelona, wo keine 48 Stunden nach der Schlusssirene im Audi Dome bereits die nächste hohe Hürde wartet. Das vom Ex-Bayern-Coach Svetislav Pesic trainierte Starensemble hat seine beiden Auftaktpartien verloren und steht nun schon etwas unter Druck. Eine dritte Niederlage in Serie will und kann man sich eigentlich nicht leisten.

Zu sehr auf den Gegner – auch wenn man ihn nur zu gut kennt – will man sich im Münchner Lager allerdings nicht einlassen, wie Trainer Dejan Radonjic unmissverständlich klar macht. „Barcelona hat einen großartigen Coach und viele herausragende Spieler. Dennoch wollen wir uns auf unser Spiel fokussieren.“

Barca nach zwei Pleiten unter Druck

Auch Barthel blickt der ersten Auswärtsaufgabe mit einer gehörigen Portion Demut entgegen: „Wir brauchen uns jetzt nichts einzubilden, weil den ersten Sieg geholt haben. Wir müssen nun auch in Barcelona so auftreten wie zuletzt: physischer, mit weniger Fehlern in der Verteidigung.“ Dass es dennoch nicht einfach wird, ist dem Nationalspieler klar. „Dort wird es allerdings wieder sehr schwer, weil sie unbedingt zuhause gewinnen wollen und über sehr viel Erfahrung verfügen.“

Erfahrung und neue Impulse ins Bayern-Spiel wird auch Derrick Williams bringen. Der US-Boy feierte gegen Panathinaikos sein Debüt und setzte mit einem krachenden Dunking gleich ein gewaltiges Statement. „Er war wie ein Tiger, den man aus dem Käfig gelassen hat“, lacht Barthel.

Williams muss Kleinigkeiten verinnerlichen

Geschäftsführer Marko Pesic sah sich in Williams‘ Leistung bestätigt: „Wenn man glaubt, dass Jared Cunningham in der letzten Saison athletisch gewesen sei, dann ist Derrick jetzt nochmal um zwei Klassen athletischer. In diesem Bereich spielt er fast in einer eigenen Liga.“ Wunderdinge darf man vom ehemaligen 2nd-Pick des NBA-Drafts dennoch nicht erwarten, wie Pesic weiß. „Er spielt zum ersten Mal in Europa und muss vor allem Kleinigkeiten noch verinnerlichen. Dies wird noch ein bisschen dauern.“

Gegen den FC Barcelona wird Williams in jedem Fall wieder auf dem Parkett stehen und seinen Teil dazu beitragen, dass das Team mindestens die gleiche Intensität wie aufs Parkett bringt. „Kampfgeist und Siege kannst du einfach nicht ersetzten“, weiß Pesic. Den nächsten Erfolg seiner Mannschaft würde er liebend gerne in Barcelona sehen, schließlich weiß man jetzt ja, wie es in der EuroLeague zur Sache geht.

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