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Liebe kennt keine Liga

14.10.2016 || 09:47 Uhr von:
Auszeit Kolumne
Die DVD „Liebe kennt keine Liga“ erzählt 60 Jahre Trierer Basketballgeschichte. Chris Schmidt und David Vilter haben ein einzigartiges Dokument der deutschen Basketballgeschichte geschaffen. basketball.de verlost zwei Exemplare.

Basketball baut Brücken der Begeisterung. Beim Spielen. Bei Betrachten von Highlight-Videos. In den Arenen. Basketball schreibt Geschichten. Und jeder, der sich darauf einlässt, kommt vom Basketball nicht mehr los. Diese fesselnde Sportart hält – positiv gesprochen – einige Geiseln fest in ihrer Gewalt. Das sind Menschen, die für den Sport leben und ihn verändern wollen.

Chris Schmidt (Foto) ist einer dieser Pioniere, die den Mut haben, neue Wege zu gehen. Er und sein Team versorgten Deutschland in Eigeninitiative mit Live-Basketball per Audio- und später per Video-Stream, lange bevor Telekom Basketball live aus jeder BBL-Arena berichtete. Seine Leidenschaft bahnte sich stets einen Weg, um die Faszination Basketball durchs Internet zu den Fans zu transportieren. Er feiert diese Saison sein zehnjähriges Jubiläum als Hallensprecher in Trier, seit dem Start von Telekom Basketball zählt er zum Kommentatoren-Team.

Telekom Basketball Chris Schmidt

Ein Dokument der deutschen Basketballgeschichte

Doch wer meint, Chris Schmidt wäre damit zufrieden, irrt sich gewaltig. Innerhalb von nur vier Monaten zauberte er gemeinsam mit dem ebenfalls vom Basketball besessenen David Vilter in Eigenregie ein Mammutprojekt aus dem Ärmel. Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums „Basketball in Trier“ verzichteten sie auf Schlaf und Sozialleben, sichteten tagelang Videomaterial auf VHS-Kassetten, durchkämmten Archive und werkelten am Skript, um eine randvoll gepackte DVD mit der Trierer Basketballgeschichte zu erschaffen. Die DVD „Liebe kennt keine Liga“ entstand durch eine Crowd-Funding-Aktion, bei der Lizenz- und Produktionskosten in Höhe von 7.500 Euro anfielen. Binnen weniger Tage sorgten über 300 Unterstützer dafür, dass das Projekt startet. Der Stundenlohn für die beiden Macher war nicht in den Kosten eingerechnet, sie ernten dafür höchste Anerkennung und Respekt für ihr Meisterwerk

Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen. „Liebe kennt keine Liga“ ist ein Dokument der Basketballgeschichte, das jeder Liebhaber des deutschen Basketballs in seiner Sammlung haben muss!

Eine spannende Zeitreise

Der Film erzählt in spektakulären Szenen eine Geschichte von Höhen und Tiefen, von großen Siegen und großen Niederlagen, von finanziellen Drahtseilakten und ganz persönlichen Erinnerungen. Dabei sei gesagt: 60 Jahre Trierer Basketball sind bei Weitem nicht in 150 Minuten abzubilden. Insgesamt kommen 27 Zeitzeugen zu Wort und erinnern sich teils sehr persönlich und emotional an ihre Zeit im Trierer Basketball.

So geht es von Gründungsjahren hin zur Ära um Coach Don Beck in den 1990er Jahren. Die legendären Spieler Charly Brown und Bernard Thompson blicken auf ihre Basketballjahre in der ältesten Stadt Deutschland zurück. James Gillingham, eine weitere Trierer Legende, berichtet über seine sechs Jahre in der Moselstadt. Der Trierer Weg mit Erfolgs-Coach Henrik Rödl wird ebenso mitreißend dokumentiert wie die Kapitel über die Insolvenz der Treveri Basketball AG und den Neuanfang der RÖMERSTROM Gladiators Trier in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Die Dokumentation lädt zu einer spannenden Zeitreise ein; die Protagonisten erzählen von den Geschichten hinter den Geschichten, die der Öffentlichkeit aus dieser Perspektive bislang verborgen blieben.

Premiere im Kino

Einmal Anschauen reicht nicht aus, um alle Geschichten und Hintergründe zu erfassen – so umfangreich und gut recherchiert ist dieser Film. Viele Details zeigen sich erst beim erneuten Ansehen. So mag es auch den Gästen ergangen sein, die bei der Kinopremiere dabei waren.

Die Herausforderung für Historiker ist es stets, die Vergangenheit und Gegenwart in einen Kontext einzubetten. Hier muss Kritik auf allerhöchstem Niveau erlaubt sein: Die Anfangsjahre werden relativ kurz abgewickelt (was vermutlich auch an fehlendem Material lag), während dem Neustart in der RÖMERSTROM Gladiators Trier ein sehr langes Kapitel gewidmet wird. Das ist jedoch weniger dem Produktionsduo geschuldet, sondern vielmehr der Zeit und deren Zeugen, die damals noch nicht wussten, dass 60 Jahre danach eine Dokumentation erscheinen sollte.

Die DVD-Dokumentation „Liebe kennt keine Liga“ ist nicht nur für Fans des Trierer Basketballs ein Pflichtkauf, sondern für alle Sportbegeisterten, die mehr über die Geschichte des Basketballs hierzulande erfahren möchten. Deshalb wünschte ich beim Anschauen, dass auch andere Traditionsstandorte wie Gießen, Göttingen oder Leverkusen nachziehen, um ihre eigene Basketballgeschichte für die Nachwelt festzuhalten.

Liebe kennt keine Liga

Die DVD kann zum Preis von 20 Euro online bestellt werden unter www.basketballdvd.de. Der Hauptfilm hat eine Länge von 150 Minuten.

Gewinne die DVD „Liebe kennt keine Liga“

basketball.de verlost zwei Exemplare der DVD „Liebe kennt keine Liga“. Um zu gewinnen, ist folgende Frage zu beantworten:

Welcher Basketballprofi spielte für zwei Jahre in Trier und schaffte später den Sprung in die NBA?

Die Antwort und die eigene Postadresse bis 31.10.2016 an „win@basketball.de“ mit Betreff „Liebe kennt keine Liga“ schicken. Es gelten die Gewinnspielbedingungen von basketball.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Liebe kennt keine Liga
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