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Made in USA – Warum der amerikanische Basketball dominiert

01.11.2018 || 10:41 Uhr von:
Die Begeisterung für die Sportart Basketball ist in Deutschland in den letzten Jahren gewachsen. Welche Gründe gibt es, dass der US-Sport mit der Profilliga NBA dominiert.

Immer mehr Menschen begeistern sich für den Sport, die Zuschauerzahlen sind im Schnitt gestiegen und im frei empfangbaren Fernsehen bekommt der Sport mehr Aufmerksamkeit. Mit dem Einstieg des FC Bayern München in den deutschen Basketball hat die Liga zudem ein prominentes Zugpferd.

Trotz aller – mitunter beschiedenen – Erfolge des deutschen Basketballs, an den Erfolg und die Dominanz der amerikanischen Profiliga NBA ist nicht zu rütteln. Weltweit schafft es keine andere Liga, sportlich und finanziell so dominant zu sein. Wo liegen die größten Unterschiede zwischen der NBA und der deutschen Profiliga BBL?

Ein Blick in die Gesellschaft

Um die Situation der Sportart in Nordamerika und Europa zu erfassen, ist ein Blick über den Tellerrand notwendig. Dabei wird schnell klar, dass der größte Feind des deutschen Basketballs der Fußball ist. Außer in Europa ist der Fußball nur in Südamerika ähnlich populär und medienwirksam vertreten. Alle Sportarten in Europa haben es schwer, neben dem Fußball zu existieren.

Anders ist die Situation in Nordamerika, wo „König Fußball“ keine entscheidende Rolle spielt. In den USA existiert die National Basketball Association (NBA) seit 1946 und damit deutlich länger als die deutsche Profiliga (1969). Sie hat sich seit über 70 Jahren etablieren können.

Die Strukturen der Liga

Nicht nur im deutschen Basketball, sondern in allen (europäischen) Sportarten sind die Teams in Vereinsstrukturen organisiert. Hinter jedem Team steckt ein komplexer Verein, bei dem verschiedene Vereinsmitglieder stimmberechtigt sind.

Solche Strukturen gibt es in der NBA nicht. Dort gehören die Clubs einem Unternehmen oder einem wohlhabenden Millionär oder Milliardär. Die finanziellen Möglichkeiten sind schier unendlich. Das lockt die besten Basketballer der Welt in die nordamerikanische Profiliga.

Wo das meiste Geld zu verdienen ist, dort spielen auch die besten Spieler. Sie verdienen dort sehr viel Geld, kaufen sich teure Autos, Häuser und bequeme Betten in Überlänge. Das wiederum fördert die Aufmerksamkeit und die Popularität der NBA.

Geschlossene Gesellschaft

In Deutschland und den meisten anderen Ligen in Europa spielen die Vereine gegen den Abstieg. Sie laufen immer Gefahr, bei einem schlechten sportlichen Abschneiden in die tiefere Liga abzurutschen. Ein Abstieg wäre aus finanzieller Sicht ein Desaster. Die permanente Gefahr vor dem Abstieg reduziert die Risikobereitschaft der Teams.

Die nordamerikanische NBA kennt dieses System nicht. Dort spielt ein geschlossenes System um den Titel mit. Eine Ligenstruktur mit Auf- und Absteigern ist im gesamten amerikanischen Profisport nicht etabliert. Eine schlechte Saison dort hat nicht die enormen Konsequenzen, die in Europa folgen würden.

Der Vergleich in Zahlen

Es gibt zahlreiche Vergleiche, die alle die Dominanz der NBA erklären. Folgende Zahlen machen deutlich, warum die NBA der BBL so weit voraus ist.

  • In Nordamerika spielen 30 finanzstarke Teams um die Trophäe – in Deutschland sind es 18 kleine bis große Teams.
  • In der NBA ist die reguläre Saison 82 Spiele lang – in der BBL stehen 34 Spiele auf dem Programm.
  • Über 17.500 Menschen schauen sich ein Live-Spiel der NBA an – in Deutschland beträgt der Zuschauerschnitt weniger als 5.000.
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