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Andrew Bogut & die Sydney Kings

15.10.2018 || 11:30 Uhr von:
Das Warten hat ein Ende, auch in Australien! Die neue NBL Saison steht vor der Tür und dieses Jahr soll endlich das Jahr der Sydney Kings werden.

Liebe basketball.de Fans,

dass Australien ein paar gute Basketballspieler hat, ist längst bekannt. Der momentan bekannteste australische Spieler in der NBA ist definitiv der amtierende Rookie des Jahres Ben Simmons, der hier im Lande so verehrt wird wie ein Dirk Nowitzki in Deutschland.

Mit Matthew Dellavedova, Joe Ingles, Patty Mills und Dante Exum sind noch weitere sehr gute Spieler in der höchsten Basketballliga der Welt aktiv.

Rückblick

Wir drehen die Zeit zurück ins Jahr 2005, als der ehemalige NBA-Commissioner David Stern den NBA-Draft mit folgenden Worten eröffnete: „With the fist pick in the 2005 NBA Draft the Milwaukee Bucks select Andrew Bogut from Australia and the University of Utah.“ Andrew Bogut war der erste australische No. 1 Pick in der Geschichte der NBA. Nachdem er 2011 die Liste der Blocked Shots anführte, krönte er seine Karriere mit der Meisterschaft 2015 in Diensten der Golden State Warriors.

Geplagt von Verletzungen und nach Stationen bei den Dallas Mavericks, Cleveland Cavaliers und LA Lakers kehrte Bogut nun zurück in sein Heimatland und läuft in der dieser Saison für die Sydney Kings auf.

Die schweren Jahre der Kings

Bei den Sydney Kings lief es in den letzten Jahren überhaupt nicht rund. Von 2003 bis 2005 dominierten sie noch die NBL und gewannen die Meisterschaft dreimal hintereinander, was bis heute keinem anderen Team gelungen ist. Der Tiefpunkt der Club-Geschichte war 2008 erreicht, als der Hauptsponsor Insolvenz anmeldete und man die Spieler nicht mehr bezahlen konnte. Aus diesem Grund konnten die Kings zwischen 2008 und 2010 auch nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen.

Seit dem Neuanfang 2010/11 läuft es jedoch nicht besser und die Fans mussten zusehen, wie ihre Kings Jahr um Jahr (außer 2012/13) die Playoffs verpassten und nicht mehr zu den besten Clubs Australiens gehören.

Hoffnung in der Gegenwart

Zurück ins Jahr 2018. Die Rugby- und Australian Football-Saison ist vorbei, die sportbegeisterten Australier wollen aber weiterhin Sport sehen. Da Fußball in Down Under noch unbeliebter ist als die Neuseeländer, fällt die Wahl eben auf Basketball. Die Begeisterung war so groß, wie diese eben werden kann.

Der Erzfeind aus Melbourne hatte in der vergangenen Saison den Titel geholt. Das stachelte die Kings-Fans noch weiter an und deswegen soll dieses Jahr alles anders werden. Mit der Neuverpflichtung von Andrew Bogut und der Weiterverpflichtung von NBL-MVP (2017) und Scoring Champion (2018) Jerome Randle ist die Hoffnung nach Sydney zurückgekehrt. Wenn es nach den Fans geht, erreichen ihre Kings dieses Jahr nicht nur die Playoffs, sondern holen auch den Titel endlich wieder nach Hause.

Saisonstart in Sydney

Der erste Gegner der Kings kam aus Adelaide und nennt sich Adelaide 36ers. Die 36ers darf man nicht unterschätzen. In den letzten Jahren hat sich die Mannschaft aus South Australia zu einem Titelkandidaten entwickelt. In den letzten fünf Jahren stand Adelaide zweimal im Finale (kein Titelgewinn) und zweimal im Halbfinale.

Das Debüt von Andrew Bogut

Der 13. Oktober 2018 ist gekommen. Knapp 11.000 Fans hatten sich in der Qudos Bank Arena zusammengefunden, um gemeinsam den ersten Saisonsieg einzufahren. Es ging genau in die andere Richtung als die Fans erhofften. Andrew Bogut hatte Großes vor und nahm gleich den ersten Wurf des Spiels. Der offene Layup ging daneben. Nachdem er seinen eigenen Offensiv-Rebound holte, setzte er direkt den nächsten Wurf daneben. Im Gegensatz zu Bogut lief Jerome Randle heiß. Insgesamt erzielte der kleine „Ukrainer“ 28 Punkte, davon zwölf in der ersten Halbzeit.

Adelaide spielte seine Spielzüge sauber zu Ende und nutzte die offensichtlichen Abstimmungsprobleme in der Defense der Kings clever aus. Zur Halbzeit führte Adelaide jedoch nur mit einem Punkt (44:43).

Springen wir ins letzte Viertel. Sydney kam immer besser ins Spiel und lag sechs Minuten vor Schluss mit sechs Punkten vorne. Andrew Bogut, der sich 15 Rebounds sicherte, davon alleine zehn im ersten Viertel, konnte insgesamt nur sechs Punkte beisteuern.

Schließlich kam die Zeit des Jacob Wiley (ehemals MHP Riesen Ludwigsburg), dem die ersten drei Abschnitte gar nichts gelungen war und der bei nur zwei Punkten stand. Nachdem er vier Minuten vor Ende der Spielzeit zwei Dreier in Folge verwandelte, drehte sich das Spiel erneut zugunsten der 36ers. Ein 19:2-Lauf von Adelaide besiegelte somit die 83:94-Auftaktniederlage der Kings.

Das Debüt hatte sich Andrew Bogut wahrscheinlich auch anders vorgestellt. Zwei Minuten vor Schluss war der Arbeitstag für ihn mit fünf Fouls beendet. Kings-Spieler Brad Newley versuchte sich am Ende des Spiels noch im Ballhochwurf und schmiss die Murmel fast bis zum Würfel, was auf beiden Seiten für Aufregung und zu kleinen Rudelbildungen führte.

Alles im allen ist es ein verdienter Sieg der Adelaide 36ers, die in der Crunchtime cooler waren und sich durch die Präsenz von Andrew Bogut nicht haben einschüchtern lassen.

So viel zum ersten Spiel in Australien. Die nächsten Spiele werde ich in Melbourne verfolgen und in den nächsten Artikeln auch auf das australische Basketball-Niveau eingehen.

Bis dahin alles Gute und bleibt sportlich,
Euer Clemens


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