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Trier überrascht Crailsheim – Vechta souverän

22.04.2018 || 00:24 Uhr von:
Während sich Vechta als Hauptrundensieger gegen den Serien-Aufsteiger Karlsruhe keine Blöße gab, überraschten die Trierer Gladiators Crailsheim. Der zweite Aufstiegsfavorit steht nach der Heimniederlage am Dienstag in Trier bereits mächtig in Zugzwang.

Eine kleine Sensation ist den RÖMERSTROM Gladiators Trier zum Auftakt ins ProA-Halbfinale gelungen. Die Moselstädter setzten sich als erstes Team in der gesamten Saison bei den Crailsheim Merlins durch. 83:87 endete die Partie und somit haben die heimstarken Trierer den Heimvorteil in der Best-of-Five-Serie nun auf ihrer Seite.

Im zweiten Viertel setzte sich das Team von Coach Marco Van den Berg ab und nahm eine 37:44-Führung mit in die Pause. Danach waren es vor allem Jermaine Bucknor (9 Punkte) und Kyle Dranginis (8 Punkte), die Trier mit fünf Dreiern im dritten Vietel weiter in Front brachten. Aber auch Kapitän Simon Schmitz trug mit sieben Punkten in diesem Abschnitt seinen Teil zur 59:72-Führung vor den letzten zehn Minuten bei. Nach weiteren 140 Sekunden markierte Justin Alston sogar das 60:77.

Doch die Merlins gaben sich nicht auf und kämpften sich mit einer Teamleistung wieder ins Spiel. Ein Dreier durch Point Guard Frank Turner brachte 25 Sekunden vor dem Ende die Franken wieder in direkte Schlagdistanz. Bei zwei Punkten Vorsprung versagten auf der Gegenseite dem schnell gefoulten Simon Schmitz zweimal die Nerven, sodass die Gastgeber den Ausgleich oder Sieg in der Hand hatten. Das Team von Tuomas Iisalo entschied sich für den Korbleger, den Frank Turner jedoch nicht verwandeln konnte. Im Gegenzug brachte Thomas Grün an der Linie das Spiel für die Trierer in trockene Tücher.

Bester Scorer beim 87:83-Sieg war Routinier Jermaine Bucknor, der auf 18 Punkte und 9 Rebounds kam. Auch Justin Alston (15), Kyle Dranginis (14) und Kevin Smit (11) punkteten zweistellig. Bei der ersten Crailsheimer Heimniederlage seit den Playoffs 2017 waren Sherman Gay mit 16 und Michael Coffee mit 13 Punkten die erfolgreichsten Schützen. Die Leistungsträger Chase Griffin und Frank Turner trafen zusammen nur zwei von zehn Dreiern. Insgesamt nahmen die Merlins 39 Distanzwürfe bei 13 Treffern. Aus der Zweierdistanz versuchten sie es zwölfmal weniger. Spiel 2 findet bereits am Dienstag in der Arena Trier statt. Tipp-Off ist um 20 Uhr.

 


Weniger spannend und weniger überraschend war dagegen die erste Partie von Rasta Vechta gegen die PS Karlsruhe Lions. Die Sieger der Hauptrunde setzten sich zum Ende des ersten Viertels leicht ab, um dann in den zweiten zehn Minuten bis auf 19 Zähler davonzuziehen. Dank eines Schlussspurts der Löwen ging es aber nur mit 54:42 in die Halbzeitpause.

Auch nach der Pause zeigte der Fünfte der regulären Saison, wieso zuvor Köln gesweept wurde. Bis auf vier Punkte sank der Rückstand auf die zuhause ungeschlagenen Niedersachsen. Doch näher ließ das Team von Noch-Trainer Doug Spradley die Badener nicht heranrücken. Fünf Minuten vor dem Ende erhöhte sein Team wieder auf eine zweistellige Führung und verhinderte somit erfolgreich die zweite Überraschung des Tages. 90:79 endete das erste Halbfinale dieser Serie.

David Gonzalvez und Robin Christen führten mit jeweils 19 Punkten die Rastaner bei den Punkten an. Auch Seth Heinrichs mit 14 und Dirk Mädrich mit 13 Punkten scorten zweistellig. Bei den Gästen trafen fünf Spieler zweistellig, wobei sich Craig Bradshaw (15 Punkte) und Jarelle Reischel (14) am stärksten hervorhoben. In einem Spiel, wo beide Teams über 30-mal an der Freiwurflinie standen, brach den Karlsruhern am Ende auch die hohe Anzahl an Turnovern (19) das Genick. Auch der Aufsteiger hat am Dienstag um 19:30 Uhr im zweiten Spiel die Chance dies besser zu machen, und die Möglichkeit des vierten Aufstiegs in Folge zu bewahren.

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