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Köln zieht sich aus ProA zurück

09.05.2018 || 13:07 Uhr von:
RheinStars Köln in der Lanxess Arena
Die RheinStars Köln werden in der kommenden Saison nicht mehr in der ProA antreten. Dies bestätigt der Hauptrunden-Vierte am Mittwoch. Als Grund werden die immensen Kosten für die LANXESS Arena angeführt.

Unerwartete Wende beim Basketball in Köln. Die ambitioniert gestarteten RheinStars Köln ziehen sich drei Jahre nach dem Emporkommen aus der Regionalliga zur Saison 2018/19 in die 2. Basketball-Bundesliga ProB zurück. Zuletzt hatten die Rheinländer in der LANXESS Arena ihre ProA-Spiele ausgetragen und am Ende der Hauptrunde 2017/18 den vierten Platz erreicht.

Im Schnitt haben in der abgelaufenen Spielzeit 1.547 Zuschauer die 17 Heimspiele der Kölner besucht. Der Vertrag über die Nutzung der Arena, die vor einigen Jahren bereits 18.506 Zuschauer beim Spiel der Telekom Baskets Bonn gegen ALBA Berlin fasste, lief nach BIG-Informationen am Ende der beendeten Spielzeit aus. Zu Beginn der Partnerschaft hatte der damalige Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger gesagt: „Wir verdienen kein Geld, wenn wir nicht mittelfristig einen Schnitt von 3000 bis 3500 Zuschauern haben. Deshalb ist es auch das Ziel dieser Partnerschaft, irgendwann wieder in der 1. Liga zu landen.“

„Die Austragung unserer Spiele in der LANXESS arena hat den Etat für eine ProA-Mannschaft in den vergangenen Jahren unverhältnismäßig stark belastet. Eine Alternative zu der LANXESS arena gibt es aber aufgrund der für die 2. Liga notwendigen Mindestkapazität von 1.500 Zuschauern in Köln nicht, so dass wir uns für die ProB entschieden haben“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Stephan Baeck zu diesem Schritt, steckt die Ziele für die Zukunft aber weiterhin ab: „Um die Strukturen für die Nachwuchsförderung der RheinStars entscheidend zu verbessern und dem gesamten Verein eine Heimat und ein Trainingszentrum geben zu können, wollen wir alle Kräfte bündeln. Nach wie vor ist es unser Ziel, in Zukunft eine Mannschaft in der 1. Basketball-Bundesliga zu etablieren, die sich aus Eigengewächsen und talentierten Spielern der Region speisen kann.“

In der vergangenen Saison sollte bereits der Aufstieg in die easyCredit BBL gelingen, dazu wurde Denis Wucherer als Trainer verpflichtet. Das Team schaffte es allerdings in der gesamten Spielzeit nicht, ein konstantes Niveau zu erzielen und scheiterte trotz Heimvorteil im Viertelfinale glatt mit 0-3 an den PS Karlsruhe Lions. Bereits gestern hatten die Kölner bekannt gegeben, dass Wucherer den Club verlässt und wieder in die BBL wechselt. Nach basketball.de-Informationen ist s.Oliver Würzburg der neue Verein des 123-fachen Nationalspielers.

Da es in Köln keine Spielstätte neben der LANXESS Arena gibt, die den Anforderungen der ProA genügt, erfolgt nun der Rückzug in die ProB. Dort wird, wie bereits in der Regionalliga und mit Ausnahmegenehmigung in der ersten ProA-Saison, in der ASV-Sporthalle vor 1000 Zuschauern gespielt werden. Nutznießer des Rückschrittes könnten die Artland Dragons sein, die den sportlichen Aufstieg aus der ProB im dritten Anlauf verpasst haben.

Artikelupdate 14:15 Uhr: Statement der RheinStars Köln.

Köln zieht sich aus ProA zurück
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Clinchy
Clinchy 9. Mai 2018 um 14:44 Uhr

Ich bedauere diesen Schritt ein wenig, denn Köln war bereits in der Pro A im oberen Drittel angekommen und hat damit gezeigt, was für ein starkes Team sie sind. Vermutlich werden sie in der Pro B noch weiter oben angreifen. Laut Quotenvergleich auf https://www.sportwetten.org/quoten-vergleich/ werden sie bereits als Favoriten für die nächsten Spiele eingestuft.

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