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Niners: „Wir wollen Meister werden“

28.11.2018 || 11:07 Uhr von:
Nach dem zehnten Sieg in Folge gegen das Farmteam von Brose Bamberg – die Baunach Young Pikes – reiten die NINERS aus Chemnitz weiter auf der Erfolgswelle.

Dabei gibt Scharfschütze und Topscorer Malte Ziegenhagen ganz klar die Richtung vor: „Wir wollen Meister werden! Wir wollen in die BBL! Das ist unser Ziel!“

Dass die Emotionen nach dem zehnten Sieg groß sind ist ohne Zweifel: Auch wenn das Spiel zurückblickend eines der schweren Auftritte der Sachsen war, so stand am Ende dennoch ein verdienter Sieg (88:71) auf dem Scoreboard in der Richard-Hartmann-Hölle. Denn dieses Spiel hat gezeigt, was die NINERS dieses Jahr ausmacht. Es ist zum einen die mannschaftliche Geschlossenheit, die sich ideal mit der individuellen Qualität der großen Rotation paart. Dabei sind es in dieser Saison zehn Spieler, die eben diese ausmachen.

Kurz gesagt: Wenn einer nicht liefet, liefert eben ein anderer! Gegen Baunach war der Rookie Matt Scott, der das Vertrauen von Headcoach Pastore mit viel Willen, Einsatz und vor allem Punkten zurückzahlt. Eine besondere Motivation war wohl der erst kürzlich umgewandelte Tryout-Vertrag in einen Kontrakt bis zum Saisonende! In Zahlen bedeutet das: 17 Punkte, 3 Rebounds, 2 Assists und 2 Steals. Ein Saisonbestwert für den fröhlichen und bescheidenden US-Amerikaner.

Ein Spiel viele Fragezeichen

Doch neben dem Sieg bleiben auch einige Fragezeichen im Raum stehen. Das dickste Fragezeichen hinterlassen die beiden verletzten Leistungsträger. Es scheint, als fallen Matt Vest (Mittelhandbruch) und Ivan Elliot (Muskelabriss in der Schulter) mehrere Wochen aus – die NINERS halten sich noch bedeckt. Jedoch schien Coach Pastore eine Vorahnung nach dem Spiel gehabt so haben: „Dieser Rekord bedeutet nichts! Wir gucken von Spiel zu Spiel! Mit Hanau und den Artland Dragons haben wir zwei schwere Gegner vor uns! Meine größte Sorg gilt aber Matt Vest und Ivan Elliot“, zog der Coach sein Resümee gegenüber basketball.de.

Die Frage beleibt also, wie können die NINERS den Ausfall des Motors (Ivan Elliot) und des Gehirns (Matt Vest) kompensieren. Die Routine beider Akteure, die eben zu dieser perfekten Mannschaftsmischung beiträgt, ist ein weiterer wichtiger Faktor.

Natürlich gilt es noch die offizielle Pressemitteilung abzuwarten, ob das Worst-Case-Szenario eintritt. Doch es gibt wohl nur ein Fazit: Beide wichtigen Bestandteile könnten das NINERS-Kartenhaus zum Einstürzen bringen. Denn ohne diese beiden Spieler geht auch ein Teil der Coach-Philosophie von Pastore verloren. Mehr Variabilität im Aufbau durch Spieler die verschiedenen Rollen einnehmen können und somit auch den Gegner vor neuen Herausforderungen stellen.

Das kleinere Fragezeichen ist, ob die NINERS auf die ebenfalls langwierige Verletzung von Lukas Wank reagieren. Nach Informationen von basketball.de verhandeln die NINERS aus Chemnitz intensiv mit Maurico Marin, der bis zum Ende der Saison 2017/2018 in Gießen unter Vertrag stand.

Trotz der inzwischen recht deutlichen Tabellenführung der Chemnitzer bleibt es in ProA also spannend. Aus Chemnitzer Sicht möchte man das erarbeitete Polster natürlich ausbauen anstatt abzubauen.

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