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Wizards siegen trotz starkem Schröder

27.04.2017 || 09:24 Uhr von:

Die Washington Wizards sind durch einen 103:99-Erfolg über die Atlanta Hawks in der Best-of-Seven-Serie wieder in Führung gegangen. Es steht nun 3-2, Atlanta muss somit die beiden ausstehenden Begegnungen gewinnen, um die zweite Runde zu erreichen.

Die Hawks waren im ersten Viertel tonangebend und führten über weite Strecken, konnten sich allerdings nie mit mehr als sechs Punkten absetzen. Angeführt wurde das Team in der Anfangsphase von Dennis Schröder. Der deutsche Point Guard traf im ersten Spielabschnitt drei Dreier und war zur Halbzeit perfekt von Downtown (4/4 3P). Sein Gegenspieler John Wall dagegen verteilte zwar fünf Assists, beendete das Viertel aber ohne Punkt (0/3 FG). Im zweiten Spielabschnitt wurde der Wizards-Spielmacher auch als Scorer aktiv und brachte sein Team damit zurück. Washington holte führte zur Halbzeit mit 50:49.

Der Beginn der zweiten Halbzeit war geprägt von Foulproblematik einiger Spieler. Schon zweieinhalb Minuten nach Beginn des ersten Viertels holte sich Washingtons Markieff Morris (einmal mehr in dieser Serie) bereits sein viertes Foul ab und kehrte erst sechs Minuten vor Ende der Partie wieder aufs Spielfeld zurück. Der Forward stand dementsprechend insgesamt nur 20 Minuten auf Court, in denen er acht Punkte erzielte. Auch Center Martin Gortat trug nur fünf Zähler bei.

In der letzten Partie war die geringe Produktion dieser beiden Leistungsträger mitverantwortlich für die Wizards, die sehr von ihrer Starting Five abhängig sind. Doch dieses Mal brachte dies die Wizards nicht aus dem Konzept, da Flügelspieler Bojan Bogdanovic (14 Pkt, 8 Reb) Morris’ Abwesenheit kompensieren konnte. Zudem wurden auch die Hawks von Foulproblemen geschwächt: Center Dwight Howard, der ein starkes Spiel machte (16 Pkt, 15 Reb), kassierte Ende des dritten Viertels sein viertes Foul und Anfang des letzten Abschnitts sein fünftes. Am Ende kam Howard nur auf fünf Punkte.

Die knappe Partie aus der ersten Halbzeit setzte sich auch ohne Morris und Howard weiter fort. Zu keinem Zeitpunkte führte eines der beiden Teams zweistellig, allerdings hatte Washington nun die Kontrolle übernommen. Atlanta musste die komplette zweite Hälfte einem Rückstand hinterher laufen. Eine Minute vor Schluss traf Schröder seinen fünften Dreier zum 99:101 aus Hawks-Sicht. Damit stellte Schröder seinen persönlichen NBA-Rekord in dieser Kategorie ein. Wall konterte im darauf folgenden Angriff mit einem Pull-up-Jumper zum 103:99 für die Wizards.

Danach wurde es kurios: Paul Millsap verfehlte den Wurf zum Verkürzen nach guter Defense von Gortat. Washington hatte nun den Ball und Atlanta brauchte zwei Angriffe, um ausgleichen oder in Führung gehen zu können. Doch anstatt zu foulen, entschieden sich die Hawks dafür, den Wizards-Angriff zu verteidigen. Zwar verfehlte Wall, allerdings konnten die Gastgeber die Uhr melken. Somit blieben den Hawks nur zehn Sekunden. Doch wer jetzt mit einem ganz schnellen Abschluss rechnete, wurde eines Besseren belehrt. Die Hawks-Akteure passten den Ball durch die Reihen, bis Tim Hardaway Jr. doch noch drei Sekunden vor Schluss einen Dreier nahm. Jener verfehlte das Ziel, doch selbst bei einem erfolgreichen Versuch hätte Atlanta keine Zeit mehr gehabt, erst zu foulen und danach noch eine anständige Chance auf den Ausgleich bzw. Sieg zu bekommen. Washington verteidigte gut, allerdings war die Hawks-Taktik in der Schlussminute äußerst rätselhaft.

Am Ende gewannen die Wizards und gehen mit 3-2 in Führung. Die besten Spieler der Partie waren Bradley Beal (27 Pkt) und Wall (20 Pkt, 14 Reb) für Washington sowie Schröder (29 Pkt, 11 Ast) und Millsap (21 Pkt, 11 Reb) für Atlanta.

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