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Drama in Bamberg: Niederlage nach Buzzerbeater

11.10.2018 || 03:12 Uhr von:
Kein erfolgreicher Start in die Basketball Champions League für die easyCredit BBL-Teams. Nach den Niederlagen von Bonn und Bayreuth bleiben auch Bamberg und Ludwigsburg ohne Erfolgserlebnis - trotz teils hoher Führungen.

Drama pur in der Brose Arena. Bei ihrer Champions League-Premiere sahen die Franken in der Schlussphase bereits wie der sichere Sieger aus, doch Francisco Cruz warf Montakit Fuenlabrada mit einem Buzzerbeater zum Sieg. Den Gästen hatten auch in der Anfangsphase das bessere Händchen und gingen nach sieben Minuten erstmals zweistellig in Führung. Auch wenn der neunmalige deutsche Meister weiterhin ein kaltes Händchen von Downtown hatte, kämpften sie sich in die Partie. Im zweiten Viertel wechselte die Führung mehrfach und am Ende ging es unentschieden bei 44:44 in die Kabinen.

Erneut sollten nach der Pause die Spanier den besseren Start erwischen. Zwar erzielte Nikos Zisis den ersten Korb nach dem Seitenwechsel, doch in der Folge führten nur noch der ACB-Neunte der Vorsaison. Sie kratzten sogar erneut an der zweistelligen Führung, dazu kam es dank Bambergs kleiner Aufholjagd jedoch nicht. Aus einem Rückstand von vier Punkten vor dem Schlussviertel machte das Bagatskis-Team schnell eine Führung. Als es nach einem Offensivfoul Cruz‘ 68 Sekunden vor dem Ende 82:74 stand, schienen die Gastgeber auf der Siegerstraße.

Doch zwei Dreier und ein Dreipunktspiel sowie zwei vergebene Freiwürfe von Tyrese Rice sorgten 15 Sekunden vor dem Ende wieder für Spannung als der Vorsprung auf drei Zähler geschmolzen war. Ein schnelles Foul von Elias Harris nutzt Marko Popovic zum 86:85-Anschluss. Obwohl vier Sekunden vergingen ehe Maurice Stuckey ebenfalls an die Linie geschickt wurde und dort sicher verwandelte, hatten die Spanier die Chance zum Ausgleich. Mit noch vier Sekunden auf der Uhr foulte Nikos Zisis weit in der spanischen Hälfte Francisco Cruz. Den ersten Wurf setzte der mexikanische Nationalspieler in die Reuse und den zweiten dann absichtlich an den Ring. Von dort tippte ihn ein Bamberger ins Aus und es gab den verheerenden Einwurf für Fuenlabrada. Cruz drückte aus der Drehung ab und ohne Ringberührung traf sein Dreier zum 88:89-Endstand.

33 Punkte und 8 Assists von Tyrese Rice waren für die Bamberger bei ihrem ersten Auftritt in der Champions League nicht genug. Zweitbester Scorer wurde Augustine Rubit, der seine 16 Punkte mit 9 Rebounds ergänzte. Bei ganz ähnlichen Quoten waren am Ende sieben Rebounds mehr auf Seiten Fuenlabradas ein ausschlaggebender Punkt in der Partie. Topscorer der Spanier war Cruz, der insgesamt 22 Punkte zum Sieg beisteuerte. Talib Zanna zeigte mit 19 Punkten und 10 Rebounds eine starke Vorstellung.


Auf die Siegesstraße bogen die MHP RIESEN Ludwigsburg bei ihrer Auswärtspartie bei Banvit bereits im ersten Viertel ein. Nach einem verhaltenen Start war es unter anderem der wiedergenese Konstantin Klein, der ein Ludwigsburger Offensivfeuerwerk initiierte. Zwei Dreier des Guards halfen dabei den ersten Abschnitt mit 8:30 zu gewinnen. Doch auf die Dominanz der Schwaben folgte ähnlich wie bei der Pokalniederlage in Göttingen ein sehr schwaches Viertel. 30:9 gewann Banvit die zweiten zehn Minuten und ging nur dank eines Buzzerbeaters von Thomas Wilder nicht mit einer Führung in die Halbzeit. Zwischenzeitlich hatte das Spiel auch an Ruppigkeit gewonnen. Eine Wrestling-Einlage von Ridvan Oncel, der Karim Jallow beim freien Korbleger im Nachgreifen an der Schulter zu Boden brachte, wurde nur mit einem Unsportlichen Foul bestraft, aus dem Ludwigsburg jedoch keine Punkte erzielen konnte. Wenige Minuten später rang Stefan Birčević Adam Waleskowski beim Rebound nieder und es kam zu einer kleinen Rudelbildung.

Diese Nebenschauplätze verschwanden nach der Halbzeit erstmal und es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Die Gäste gingen zur Mitte des Viertels letztmalig in Führung, ehe Banvit sich mit einem 12:2-Lauf ein kleines Polster schaffte. Auch zu Beginn des Schlussabschnitts kamen die RIESEN nicht mehr in direkte Schlagdistanz. Im Gegenteil, ein dreiminütige Scoringflaute entschied die Partie zugunsten der Türken. Am Ende leuchtete ein verdientes 89:76 von der Anzeigetafel.

Bei den Ludwigsburgern erzielte Kelan Martin die meisten Punkte. Bei 20 Wurfversuchen aus dem Feld erzielte er mit fünf Treffern allerdings nur 17 Punkte. Aaron Best kam auf 13 Punkte. Bei Banvit war vor  allem Jordan Morgan nicht zu stoppen. 27 Punkte und 8 Rebounds waren die Ausbeute des US-Centers. Unter dem Korb erzielten die Gastgeber 56 Punkte, während Ludwigsburg von dort nur 18 Zähler aufs Board brachte. Auch das Reboundverhältnis von 48:36 spricht eine klare Sprache. Die RIESEN können nun bis Montag pausieren, dann sind sie zu Gast bei Brose Bamberg. Zwei Tage kommt dann Sidigas Avellino zum ersten Champions League-Heimspiel des Vorjahresvierten.

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