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Bamberg und Würzburg halten deutsche Fahne hoch

10.01.2019 || 13:50 Uhr von:
Würzburg und Bamberg stehen nach Siegen vor dem Weiterkommen in Champions League und EuroLeague. Die anderen deutschen Teams verließen die europäische Bühne diese Woche als Verlierer.

Wenig Erfolgserlebnisse sammelten die deutschen Vertreter in den vier europäischen Wettbewerben in der ersten ganzen Woche des Jahres 2019. Während es in den EuroLeague-Wettbewerben keine Siege gab, konnten wenigstens Bamberg und Würzburg in den FIBA-Wettkämpfen als Sieger vom Feld gehen und haben damit beste Chancen aufs Weiterkommen. Während Ludwigsburg kurz vor dem Champions League-Aus steht, können die anderen Teams jedoch noch auf ein Weiterkommen hoffen.

EuroLeague: Lauf im ersten Viertel besiegelt Bayern-Niederlage

Der FC Bayern München hat auch das zweite EuroLeague-Spiel im Jahr 2019 ohne Sieg absolviert. Bei Panathinaikos OPAP Athen unterlagen die Münchner 66:77. Dabei setzten sich die Griehen bereits im ersten Viertel durch einen 10:0-Lauf ab. Fünf Minuten erzielten die Gäste keine Punkte und sahen sich so kurz nach Beginn des zweiten Viertels einem 11:26-Rückstand gegenüber. Die Bayern verkürzten durch einen Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit den Rückstand zwar nochmal, doch kamen nicht mehr in Schlagdistanz.

Athen brachte das Spiel souverän zu Ende und sicherte sich mit dem Sieg auch den direkten Vergleich, das Hinspiel hatte München zuhause mit einem Punkt Vorsprung gewonnen. In der Tabelle überholte Panathinaikos den BBL-Vertreter. Beide Teams konnten acht ihrer siebzehn Spiele bisher gewinnen. Athen liegt dabei auf dem letzten Playoff-Platz, München ist Achter. Am kommenden Freitag wartet mit dem Heimspiel gegen AX Armani Exchange Olimpia Mailand das dritte Team mit der 8-9-Bilanz. Mit einem Sieg könnte München die Italiener vom siebten Platz verdrängen.

EuroCup: Keine Siege für deutsche Teams

Am zweiten Spieltag im Top16 gab es die erste Niederlage für ALBA Berlin. Die Hauptstäder unterlagen bei Andrea Trinchieris Partizan Belgrad mit 66:78. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase legten die Serben einen 9:0-Laufs aufs Parkett und gaben in der Folge die Führung nicht mehr ab. Als ALBA im dritten Durchgang kurzfristig auf 44:41 verkürzte, war es der ehemalige Bamberger Ali Nikolic, der mit einem Dreipunktespiel Belgrad wieder Luft verschaffte. Auch in der Schlussphase war ALBA wieder im Spiel, doch Partizans Center Jock Landale sorgte mit neun Zählern im vierten Viertel für den ersten Sieg der Serben im Top16.

Bei Berlin war erneut der Isländer Martin Hermannsson bester Schütze. 16 Punkte steuerte der Guard bei. Mit 10 Punkten und 8 Assists war Luke Sikma bester Vorlagengeber. Durch den Sieg der Belgrader und das gleichzeitige 75:70 von Monaco gegen Vilnius, stehen nun alle vier Teams in Gruppe A bei einer Bilanz von 1-1. Nächsten Mittwoch beenden die Berliner ihre Vorrunde mit dem Auswärtsspiel in Vilnius.

Chancenlos waren die FRAPORT SKYLINERS in ihrem ersten Top16-Heimspiel gegen Lokomotiv Kuban Krasnodar. Die Hessen verloren alle vier Viertel und unterlagen den Russen am Ende mit 69:92. Sah es in den ersten sieben Minuten noch gut aus, folgte darauf jedoch der erste Fingerzeig für den Abend. Aus 11:4 machten die Gäste in gut zwei Minuten 11:16 und setzten sich bis zur Viertelpause noch auf 13:22 ab. Bei den verletzungsgeplagten SKYLINERS kamen schon früh Nachwuchsspieler wie Armin Trtovac aufs Parkett und sammelten so Erfahrung auf dem europäischen Parkett.

Nach dem Halbzeitstand von 32:42 sorgte Kuban allerdings für klare Verhältnisse und erhöhte die Führung sukzessive. Topscorer der Frankfurter waren die Guards Jason Clark und Elijah Clarence mit jeweils 15 Punkten. Der 22-jährige Trtovac kam in 19:20 Minuten auf 8 Punkte und 6 Rebounds. Für die Russen überzeugte der ehemalige BBL-Power Forward Jamel McLean, der 19 Punkte und 4 Steals auf den Statistikbogen packte.

Die Aufholjagd von ratiopharm ulm bei LDLC ASVEL Villeurbanne wurde nicht belohnt. Die Franzosen setzten sich von Spielbeginn an ab und gewann die ersten beiden Viertel mit jeweils fünf Punkten. In der 26. Minuten führte das Team von NBA-Superstar Tony Parker bereits 70:54. Durch einen Buzzerbeater von der Mittellinie führte Katin Reinhardt die Ulmer vor dem Schlussviertel allerdings wieder auf zehn Punkte Rückstand zurück. Mit einer guten Verteidigungsleistung hielt das Team von Coach Thorsten Leibenath die Gastgeber im Schlussviertel dann vier Minuten ohne Punkte und kam durch Ismet Akpinars Dreier auf 78:75 heran. Doch am Ende behielt ASVEL die Nerven und sicherte sich den knappen 93:89-Heimsieg.

Bei Ulm, die kurzfristig ohne Dwayne Evans antreten mussten, avancierte Patrick Miller mit 20 Punkten zum Topscorer. Javonte Green (15), Ryan Thompson (15) und Katin Reinhardt (14) waren die weiteren offensiven Stützen. In der Gruppe B belegen die beiden BBL-Vertrer nach zwei Spieltagen die Plätze 3 und 4. Ulm, die das deutsche Duell zum Auftakt für sich entschieden hatten, erwartet nun am kommenden Mittwoch Kuban, während Villeurbanne zu den bislang sieglosen SKYLINERS reist.

Champions League: Bamberg siegt und steht vor Playoff-Einzug

Brose Bamberg hat am Dienstag den siebten Sieg in der Basketball Champions League gefeiert. Gegen Titelverteidiger AEK Athen setzten sich die Franken mit 77:73 durch. Entscheidend war dabei die letzte Minute, in der Tyrese Rice und Augustine Rubit jeweils zwei Freiwürfe versenkten und Athen Chancen an der Dreierlinie liegen ließ. Zuvor hatte die Führung munter hin und her gewechselt. Bereits zur Halbzeit stand es mit 39:39 dementsprechend ausgeglichen. Im Schlussviertel sah es zwischenzeitlich bereits nach dem vierten Bamberer Champions League-Sieg in Serie aus. Doch AEK kämpfte sich vom 68:60 nochmal zurück, um dann am Ende doch ohne Punkte die Rückreise anzutreten.

Bamberg festigt damit den dritten Platz in der Gruppe und rückt näher an den geschlagenen Tabellenführer heran. Sowohl Athen als auch Hapoel Jerusalem weisen nach 10 von 14 Spielen acht Siege auf. Der Vorsprung auf den fünften Platz beträgt unterdessen bereits vier Siege. Ein Auswärtserfolg im litauischen Panevezys würde kommenden Mittwoch die Playoffs bedeuten.

Weniger erfolgreich waren die oberfränkischen Nachbarn von medi bayreuth. Das Team von Trainer Raoul Korner unterlag drei Tage nach dem BBL-Spitzenspiel in München Promitheas Patras mit 95:83. Bereit im ersten Viertel liefen die Offensiven beider Teams heiß. Mit 28:23 gingen die Griechen in den zweiten Abschnitt, die in der Folge allerdings mehr Probleme mit Bayreuths Verteidigung bekamen. So verkürzten die Gäste zur Halbzeit auf 44:42. Nach dem Seitenwechsel sorgte ein 7:0-Lauf der Gastgeber für eine deutlichere Führung, die Bayreuth erst zu Beginn des Schlussviertels einkürzen konnte. Doch auf das 73:69 folgten einige defensive Fehler, sodass Patras am Ende mit 95:83 die Oberhand behielt.

Mit 19 Punkten von De’Mon Brooks und 14 von Andreas Seiferth sorgten Bayreuths Big Men auch ohne Hassan Martin und Neuzugang Eric Mika für einige Zähler. In der Tabelle verlor medi einen Platz und ist nun Sechster. Doch der Rückstand auf die Playoffs hat sich trotz der Niederlage nicht erhöht. Besiktas Istanbul und BC Telenet Oostende liegen mit jeweils fünf Siegen nur einen Punkt vor den Oberfranken. Diese empfangen am Mittwoch Virtus Bologna in eigener Halle, ehe es zum wichtigen Spiel nach Belgien geht.

Weiterhin keine gute Champions League-Saison legen die MHP RIESEN Ludwigsburg aufs Parkett. Gegen Le Mans Sarthe Basket setzte es die achte Niederlage im zehnten Spiel. In einer defensiv geprägten Partie gelang den Gastgebern im zweiten Viertel ein 11:0-Lauf. Aus dem kleinen Polster zehrten die Schwaben und gingen mit einer 35:32-Führung in die Halbzeitpause. Die Partie verlief in der Folge nahezu ausgeglichen, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Die RIESEN gingen mit einer 64:60-Führung in die letzten drei Minuten, doch konnten dort mehrere gute Gelegenheiten zu punkten nicht nutzen. So führte Antoine Eito sein Team mit zwei Dreiern zum 68:73-Auswärtssieg.

Durch eine Niederlage von Nizhny Novgorod hat das Team von Headcoach John Patrick zwar weiterhin rechnerisch Chancen, doch drei Siege und vier Plätze Rückstand auf den vierten Platz machen eine Playoff-Teilnahme höchst unwahrscheinlich. Am kommenden Mittwoch wartet derweil das Auswärtsspiel bei Anwil Wloclawek in Polen.

Ein richtig bitterer Abend für die Telekom Baskets Bonn. In Nanterre gingen die Bundesstädter mit 103:56 unter. Beide Teams gingen dabei mit gleicher Bilanz in die Partie und waren auch für wenige Minuten auf Augenhöhe. Aber bereits im ersten Viertel setzten sich die Gastgeber zweistellig ab und bauten ihre 26:15-Führung im zweiten Viertel auf 54:28 deutlich aus. Auch ohne den ehemaligen Bonner Julian Gamble dominierte Nanterre weiter und gewann auch das dritte Viertel. Statt Ergebniskosmetik folgte in den letzten zehn Minuten die Demütigung der Bonner. Ein 25:7 sorgte für den überdeutlichen 103:56-Erfolg der Franzosen.

Bonn erleidet damit gegen die Franzosen im achten Aufeinandertreffen in den letzten vier Jahren auch einen herben Rückschlag im Kampf um die Playoffs. Nanterre hält mit dem fünften Sieg im zehnten Spiel Anschluss an Hapoel Holon (6-4, Platz 4), während Bonn nun zwei Siege Rückstand auf die Playoffs hat. Ein Sieg gegen den Siebten Benetton Fribourg am kommenden Dienstag ist also Pflicht um die Chancen auf ein Weiterkommen zu wahren.

Europe Cup: Würzburg dominiert

s.Oliver Würzburg ist weiterhin das dominierende Team in der Gruppe I der FIBA Europe Cup-Zwischenrunde. Mit 118:71 fegten die Franken den ungarischen Double-Sieger Szolnoki Olaj aus der s.Oliver Arena. 37:19 endete das erste Viertel und die Würzburger ließen in der Folge kaum nach. 30:16 gewann das Team von Trainer Denis Wucherer die zweiten zehn Minuten. Als es mit 97:42 ins letzte Viertel ging, sorgten Würzburgs Youngster Badu Buck und Joshua Obiesie mit zusammen 15 Punkten weiterhin dafür, dass auch der vierte Durchgang noch an die Gastgeber ging.

Alle zwölf Spieler der Franken konnten sich in die Scorerliste eintragen, die Forward Xavier Cooks mit 25 Zählern anführte. 33 Assists des Tabellenführers standen 22 Ballverlusten der Ungarn entgegen. Würzburg kann damit am 23. Januar beim nächsten Auswärtsspiel in Pristina das Ticket für das Achtelfinale lösen. Das Hinspiel ging mit 95:77 an Würzburg.

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