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EM: Thriller und Kantersieg an Tag 4

04.09.2017 || 10:38 Uhr von:
Jamar Wilson, Finnland, EuroBasket 2017
Die EM kommt ins Rollen. Neben der deutschen Niederlage gegen Israel gab es fünf weitere Spiele. Darunter ein Kantersieg der Franzosen und die One-Man-Show des Lauri Markkanen. Zudem stand das Topspiel zwischen Italien und Litauen auf dem Programm.

Alle Infos und Stimmen zum Spiel der Deutschen haben unsere Redakteure vor Ort für euch eingefangen.

Frankreich deklassiert Island

Frankreich hat Island am dritten Spieltag der Gruppe A keine Chance gelassen. Der Basketball-Zwerg hielt im ersten Viertel noch gut mit (25:29), musste dann aber immer mehr abreißen lassen. Vor allem in der zweiten Halbzeit dominierte Frankreich das Feld an beiden Enden und baute so den Vorsprung immer mehr aus. Am Ende hieß es 115:79 für den Favoriten.

Dieser überzeugte im Kollektiv. Gleich sechs Spieler punkteten zweistellig. Nando de Colo führte die Punktliste mit 16 Zählern an. Ebenfalls stark: Thomas Heurtel mit neun Punkten sowie je sechs Rebounds und Assists. Auf Seiten Islands trug Forward Jon Arnor Stefansson einen Großteil der Offensiv-Last. 23 Zähler und sieben Rebounds steuerte er bei.

Erster Sieg für die Ukraine

Im dritten Anlauf konnte die Ukraine in der Gruppe B ihr erstes Spiel gewinnen. Überraschenderweise musste sich das eigentlich favorisierte Georgien mit 81:88 geschlagen geben.

Dabei setzte sich die Ukraine gleich zu Beginn des Spiels ab. Erst zum Ende des ersten Viertels glich Georgien erstmals aus, ließ sich Blau-Gelben aber sofort wieder entkommen. Zwischenzeitlich betrug der Rückstand des Teams um NBA-Center Zaza Pachulia sogar 15 Punkte.

Auch als Georgien in den letzten Minuten immer verkürzen konnte, wurde die Ukraine, die ohne NBA-Akteure antrat, nicht nervös und fuhr den Sieg nach Hause – trotz schlechterer Wurfquoten.

Für den Sieger trugen drei Spieler entscheidend zum Erfolg bei. Artem Pustovyi erzielte 19, Oleksandr Lypovyy und Denys Lukashov jeweils 17 Zähler. Bei den Georgen erzielte Pachulia ebenso 17 Punkte wie Giorgi Shermadini. Den besten Tag erwischte aber der bisher zu starke Tornike Shengelia. Ihm gelangen 16 Punkte, sieben Vorlagen und fünf Boards.

Slowenien setzt sich im letzten Viertel ab

Drei Viertel lang war das Spiel zwischen Slowenien und Griechenland relativ ausgeglichen. Zwar wurde jedes Viertel von einem Team deutlich gewonnen, doch vor dem Schlussabschnitt war die Begegnung beim Stand von 52:58 offen. Slowenien nutzte die und fegte im vierten Viertel mit 26:14 über die leicht favorisierten Griechen hinweg. 78:72 hieß es am Ende.

NBA-Guard Goran Dragic steuerte 20 Punkte zum Erfolg bei. Topscorer war jedoch Luka Doncic mit 22 Zählern und guten Quoten. Auf Seiten der Griechen agierte Kostas Slouskas mit 18 Punkten am besten. Auf reichlich Unterstützung von Nick Calathes, Kostas Papanikolaou oder Thanasis Antetokounmpo konnte er sich nicht verlassen.

Litauen gewinnt Top-Duell

Im Topspiel der Gruppe B hat Italien den Kürzeren gezogen, bleibt aber weiterhin Tabellenführer der Gruppe. Litauen konnte vor allem dank des starken zweiten Viertels mit 78:73 gewinnen. In jenem Viertel legte man mit einem 18:9 den Grundstein für den späteren Erfolg. Zudem entschied die Überlegenheit beim Rebound (39:24) das Duell.

Beide Mannschaften traten mit reichlich NBA-Power und weiteren klangvollen Namen an. So war für Italien Luigi Datome mit 24 Punkten wichtigster Spieler – er erhielt vom Rest der Mannschaft jedoch zu wenig Unterstützung.

Litauen dagegen präsentierte sich als Kollektiv, aus dem Adas Juskevicius herausragte. Ihm gelangen mit 20 Zählern die meisten seines Teams. Außerdem stark: Jonas Valanciunas mit 13 Punkten und acht Rebounds.

Thriller zwischen Finnland und Polen

Was ein Spiel! Nach doppelter Verlängerung besiegte Finnland Polen mit 90:87. Finnland eroberte direkt im ersten Viertel (18:8) die Führung. Polen war den Rest des Spiels damit beschäftigt, den Rückstand aufzuholen – mit Erfolg.

In den letzten Minuten mussten sogar Finnland einen polnischen Vorsprung aufholen. Angeführt von Lauri Markkanen und seinem Dunk zum Ausgleich acht Sekunden vor Schluss ging es in die Verlängerung.

Hier kam es erneut auf Markkanen an. Polen führte 78:76, ehe der junge Forward sein Land kurz vor dem Ende in die nächste Overtime rettete. Letztlich hatten die Finnen den längeren Atem. Nach dem 84:84 fuhren sie ihren zweiten Sieg nach Hause und bleiben in der Gruppe A Slowenien dicht auf den Fersen.

Auf Seiten Finnlands war Markkanen mit 27 Punkten und neun Rebounds natürlich wichtigster Mann. Unterstützt wurde er von Petteri Koponen, der 21 Zähler einstreute und sieben Vorlagen verteilte. Bei den Polen erzielten A.J. Slaughter und Adam Waczynski jeweils 18 Punkte.

EM: Thriller und Kantersieg an Tag 4
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