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BBL-Profis bei den Nationalmannschaften

26.02.2018 || 22:42 Uhr von:
Isaac Fotu
17 Profis aus der easyCredit BBL und der 2. Basketball-Bundesliga waren von Freitag bis Montag für ihre Nationalmannschaften in der WM-Qualifikation aktiv.

Gleich vier davon sind in der deutschen Gruppe G aktiv. Erfolgreich verlief das Wochenende für sie alle nicht. Die Serben verloren am Freitag in Frankfurt gegen das DBB-Team. Mit nur einem Spieler aus dem EM-Finale 2017 unterlag das Team von Sasa Djordjevic 74:79. ALBA BERLINs Point Guard Stefan Peno stand dabei in der Starting Five und steuerte je zwei Punkte, Rebounds und Assists bei. Erfurts Sava Lesic kam auf zwei Punkte und sieben Rebounds.

Zwar feierte Serbien am Sonntag einen Sieg gegen Österreich, doch erst in letzter Sekunde. Lesic kam beim 82:80-Erfolg nicht zum Einsatz; Peno erzielte erneut zwei Punkte und Assists, leistete sich aber vier Ballverluste.

Diese konnten die Österreicher um Thomas Klepeisz (6 Punkte, 4 Assists) und Rasid Mahalbasic (22 Punkte, 9 Rebounds, 3 Assists) nicht für einen Sieg nutzen. Serbiens Aleksa Avramovic erzielte 24 Sekunden vor dem Ende den Gamewinner. Mahalbasic verfehlte im letzten Angriff seinen Dreier.

Litauen top, Österreich flop

Bereits am Freitag hatte Östereich eine 64:78-Heimniederlage gegen Georgien kassiert. Da halfen auch 8 Punkte, 6 Rebounds und 6 Assists von Oldenburgs Mahalbasic sowie 23 Punkte bei fünf von sieben Dreiern von Braunschweigs Klepeisz nichts. Während das Rödl-Team bereits für die zweite Phase qualifiziert ist, folgen Serbien mit drei Siegen und Georgien mit einem Sieg auf den weiteren Plätzen. Österreich rangiert ohne Erfolg auf dem vierten Platz.

Ebenfalls zwei BBL-Spieler sind für Litauen aktiv. ALBAs Marius Grigonis steuerte 13 Punkte, 5 Rebounds und 3 Assists zum 80:75-Erfolg über Ungarn bei. Zygimantas Janavicius von den Basketball Löwen Braunschweig kam auf 5 Punkte, 4 Rebounds und 5 Assists. Das zweite Spiel gegen den Kosovo war eine klare Sache für die Balten. Beim 106:50 erzielte Janavicius drei Rebounds und vier Assists. Marius Grigonis steuerte 11 Punkte, 5 Rebounds und 4 Assists zum vierten Sieg bei. Damit sind die Litauer als Tabellenführer für das zweite Fenster qualifiziert.

Durchwachsenes Wochenende für Finnland, Belgien und Bosnien

Nicht wie erhofft an der Tabellenspitze liegt die finnische Nationalmannschaft von Henrik Dettmann. Auf Island unterlagen die Nordeuropäer mit 76:81. Shawn Huff von den FRAPORT SKYLINERS traf zwar keinen Dreier, steuerte aber neun Punkte und sechs Rebounds bei. Der Isländer Martin Hermannsson von Chalons-Reims war mit 26 Punkten Topscorer.

Die zweite Partie gewannen die Finnen mit 75:70 gegen Bulgarien. Kapitän Huff legte 13 Punkte und 6 Rebounds auf. Tschechien führt die Gruppe F nach vier Spieltagen mit drei Siegen an. Island und Finnland folgen mit jeweils zwei Siegen, während Bulgarien auf der vierten Position liegt.

Auch in Gruppe E gab es ein Duell mit Beteiligung von Spielern deutscher Clubs. Für Belgien Retin Obasohan auf dem Parkett, als es am Freitag gegen Bosnien & Herzegowina um Adim Vrabac und Amir Gegic ging. Das Team des Erfurters, der 16 Punkte und 4 Assists verzeichnete, verlor mit 70:72. Hamburgs Vrabac und der junge Münchner Gegic kamen auf je fünf Punkte.

Am Sonntag mussten dann alle drei Niederlagen einstecken. Bosnien verlor 53:70 in Russland (Vrabac: 2 Punkte, 7 Rebounds; Gegic: 1 Rebound, 2 Assists), die Belgier in Frankreich mit 49:64 (Obasohan: 10 Punkte, 4 Rebounds). Während die Franzosen damit das Ticket in die zweite Phase lösten, steht Bosnien mit zwei Siegen punktgleich mit Russland auf dem dritten Platz. Belgien bleibt ohne Sieg und muss die Hoffnungen auf die WM vermutlich abhaken.

Aus dem BBL-Abstiegskampf nach Estland und in die Niederlande

Bei Estland steht wie bei Belgien, Deutschland und Serbien ein Spieler der Rockets im Kader. Kristian Kullamäe kam für die Balten bei der 75:87-Niederlage in Griechenland noch nicht zum Einsatz, erzielte zuhause gegen Israel allerdings 8 Punkte in 8 Minuten und half damit zum 78:62-Erfolg über Israel.

Dieser ist auch wichtig für das deutsche Team, da es sich bei Gruppe H um die Überkreuzgruppe des DBB-Teams handelt. Dort sind bereits die Griechen für die zweite Runde qualifiziert. Isreal und Estland folgen mit ausgeglichener Bilanz auf den Qualifikationsplätzen, Großbritannien ist ohne Sieg Vierter. Drei der dann sechs Teams werden die Reise zur WM 2019 in China antreten können.

Einen weiten Weg nach China haben die Niederländer um Göttingens Leon Williams vor sich. In Italien unterlag Oranje mit 62:80, Williams kam auf 3 Punkte, 2 Rebounds und 3 Assists. Auch in Kroatien gab es keine Punkte. Bei den zuvor sieglosen Südosteuropäern setzte es eine 78:82-Niederlage. Williams hatte in neun Minuten keinen positiven Einfluss. Auf der Gegenseite legte Ulms Luka Babic sechs Zähler auf. Bei der überraschenden 56:58-Niederlage Kroatiens zuvor gegen Rumänien kam Babic auf zwei Punkte.

Die Nordseeanrainer bleiben trotz der Niederlage auf dem dritten Platz, punktgleich mit den Kroaten. Italien, die sich mit einem Sieg für die zweite Phase qualifiziert haben, führt die Gruppe D vor Rumänien an. Ebenfalls qualifiziert haben sich bereits die Ukraine und Spanien. Europameister Slowenien musste dagegen eine Niederlage in Weißrussland hinnehmen.

Vier Profis für Neuseeland, Kanada und die Bahamas

Auch außerhalb von Europa waren Spieler von deutschen Teams involviert. Neuseeland ist nach der Auftaktniederlage gegen Südkorea wieder auf der Siegerstraße. In China gewannen Tai Webster, Isaac Fotu und Co. mit 82:73. Topscorer des Inselstaats wurde Tai Webster mit 18 Punkten und 5 Assists. Auf die gleiche Punktzahl kam sein älterer Bruder Corey. Isaac Fotu von ratiopharm ulm kam auf 8 Punkte und 6 Rebounds.

In der Nacht zum Montag gastierten die beiden BBL-Profis dann im Olympialand Südkorea. Mit 93:84 gelang die Revanche für die Heimniederlage. Während Corey Webster mit 30 Punkten überzeugte, kam der Skyliner nur auf zwei Punkte. Isaac Fotu steuerte dagegen ein Double-Double mit 18 Zählern und 11 Rebounds bei. Mit drei Siegen und einer Niederlage liegen die Neuseeländer jetzt punktgleich mit China an der Tabellenspitze.

Im Westen waren dagegen zwei Spieler und ein Trainer unterwegs. Kanada um Adika Peter-McNeilly und Interims-Headcoach Gordon Herbert traf auf den Trierer Robert Nortmann. Zuerst mussten die Nordamerikaner jedoch auf den Bahamas gegen die Amerikanischen Jungferninseln antreten. Das Herbert-Team setzte sich nach schwacher erster Halbzeit deutlich mit 118:89 durch. Der Ludwigsburger Peter-McNeilly kam auf 9 Punkte. Auch gegen die Bahamas hatte Kanada keine Mühe und siegten 113:67. Der BBL-Legionär kam auf 10 Punkte; beim Karibikstaat erzielte Triers Nortmann, der auch den deutschen Pass besitzt, zwei Punkte. Nach einer Niederlage gegen die Dominikanische Republik im ersten Fenster steht Kanda weiterhin an zweiter Stelle der Gruppe. Die Bahamas sind sieglos Letzter.

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