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Klagt Ohlbrecht gegen ratiopharm ulm?

10.07.2018 || 10:46 Uhr von:
Tim Ohlbrecht und ratiopharm ulm gehen getrennte Wege. Der Center hatte den Medizincheck nicht bestanden, fühlt sich aber ungerecht behandelt und droht mit einer Klage.

Eigentlich hätte Tim Ohlbrecht noch bis 2020 bei ratiopharm ulm unter Vertrag gestanden. Während der Playoffs 2017, die der Center auf Grund einer Knieverletzung verpasst hatte, gaben die Ulmer die Vertragsverlängerung bekannt. Doch kürzlich trennten sich die Schwaben auf Grund eines nicht bestandenen Medizinchecks vom Center.

In einem Interview mit Südwest Presse zeigte sich Ohlbrecht darüber überrascht: „Ich war nach der Saison bereits in den USA, als Thomas Stoll mir gesagt hat, dass ich für einen Medizincheck nach Ulm kommen muss. Und wenn ich den nicht bestehe, endet der Vertrag Ende Juni. Ich war völlig baff“, erklärt Ohlbrecht dort und fügt an: „Thomas meinte nur kurz, dass ich den Medizincheck nicht geschafft habe und das Knie nicht gut ist.“

Die Südwest Presse hat danach auch mit dem Geschäftsführer von ratiopharm ulm, Andreas Oettel, gesprochen, der erläutert: „Wir haben ihm nicht gekündigt. Sondern der neue Vertrag kam nicht zustande. Dafür wären bestimmte Voraussetzungen nötig gewesen. So sichern sich Vereine ab. Da gehören beispielsweise Dinge dazu, wie dass der Spieler fit ist oder die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und sie nicht wechselt. Sind die nicht gegeben, wird der Vertrag nicht wirksam.“

Oettel sagt zudem, dass Ohlbrecht von dem bevorstehenden Medizincheck gewusst habe. Eine Empfehlung, „den Sommer in Ulm zu verbringen, um unter Aufsicht unseres medizinischen Stabs und optimalen Bedingungen zu trainieren“, habe Ohlbrecht nicht angenommen.

Über die früheren Medizinchecks blickt Oblrecht im Interview wie folgt zurück: „Damals haben sie mir grünes Licht gegeben und mich für hundertprozentig spieltauglich erklärt. Seitdem habe ich kein Training oder Spiel wegen des Knies verpasst.“ Daraufhin erklärt Oettel: „Im Dezember 2017 ging es zunächst darum, sicherzustellen, dass ein Einsatz Tims den noch immer andauernden Heilungsprozess nicht negativ beeinflussen würde.“ Beim jüngsten Medizincheck war es aber „nicht mehr nur um Trainingstauglichkeit, sondern um Leistungsfähigkeit“ gegangen.

Beide Parteien stehen nun in Kontakt. Ohlbrecht schließt dabei nicht aus, gegen die Ulmer zu klagen: „Sollte da nichts dabei rauskommen, werde ich einen Anwalt einschalten, weil das nicht mit rechten Dingen zugeht. Ich hätte nie gedacht, dass ich gegen die Ulmer vielleicht vors Arbeitsgericht ziehen muss. Es ist die bislang schwierigste Situation in meine Karriere.“ Dem stehen die Ulmer laut Oettel aber gelassen gegenüber, habe man doch „einen Standardvertrag der Basketball-Bundesliga verwendet“.

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