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Brose Bamberg kämpft sich zum Ausgleich

23.05.2018 || 23:34 Uhr von:
Brose Bamberg gelingt dank einer starken kämpferischen Leistung der Ausgleich im Halbfinale gegen den FC Bayern Basketball. Auch Maodo Lo hatte maßgeblich Anteil am Heimsieg.

Der Titelverteidiger aus Bamberg ist zurück in der Halbfinalserie. Mit einem 78:65-Heimsieg gegen den Erzrivalen aus München kämpfen sich die Bamberger zum 1-1 in der Serie und sind nach der desaströsen Auftaktniederlage zurück im Geschäft. Über weite Strecken der Partie präsentierte sich den Zuschauern ein vom Kampf geprägtes Aufeinandertreffen beider Kontrahenten. Erst im letzten Viertel stellten die Hausherren die Weichen auf Sieg und erlaubten den Gästen aus München nur sechs magere Punkte.

Nach lediglich zwei Zählern in der ersten Halbzeit avancierte Dorell Wright nach der Pause zum Topscorer von Brose Bamberg und erzielte am Ende 22 Punkte. Auch Maodo Lo beeindruckte mit einer starken Leistung an beiden Enden des Parketts und verwandelte in der entscheidenden Phase wichtige Würfe von außen (4/7 Dreier). Auf Seiten des FC Bayern Basketball bot Guard Jared Cunningham eine gewohnt spektakuläre Leistung und war mit 16 Punkten bester Werfer seines Teams, das jedoch insgesamt nur 14 der 27 Freiwürfe (52% FT) verwandelte.

Kampf über 40 Minuten

Nach der herben Niederlage zum Start in die Playoff-Serie forderte Bamberg Coach Luca Banchi vor dem zweiten Spiel, sein Team müsse in Angriff und Verteidigung „sterben“, um vor heimischem Publikum zurückschlagen zu können. Auch gerade, weil in diesem Spiel Einsatz und Mentalität gefragt waren, stand Aleksej Nikolic in der Starting Five der Bamberger und zahlte das Vertrauen des Trainers prompt zurück. Die ersten acht Bamberger Punkte gingen auf das Konto des slowenischen Europameisters. In der Folge taten sich beide Teams enorm schwer, einen Offensivrhythmus zu finden. Bezeichnend dafür war, dass zehn der ersten 18 Bamberger Punkte auf das Konto der Youngster Nikolic und Olinde gingen.

Die offensiven Schwächen der Gastgeber konnte der FC Bayern nur bedingt ausnutzen. Als sämtliche Bamberger Akteure Mitte des zweiten Viertels mehr mit den Schiedsrichtern als mit dem Spiel beschäftigt waren, konnten sich die Münchner jedoch auf 18:31 absetzen. Anders als im ersten Spiel, gelang es dem amtierenden deutschen Meister, den Lauf des FC Bayern zu stoppen. Maodo Lo und Daniel Hackett brachten ihr Team mit wichtigen Dreiern zurück in die Partie (34:35).

Nach der Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Keinem der beiden Teams gelang es, sich deutlicher abzusetzen. Wichtig für Bamberg war in dieser Phase jedoch Dorell Wright, der vor den Augen seines Bruders und Toronto Raptors-Guard Delon Wright langsam aber sicher heiß lief. Beim Stand von 59:59 ging es in die Viertelpause.

Im letzten Viertel bewies Brose Bamberg dann das viel zitierte „Herz eines Champions“ und präsentierte den Fans in der Brose Arena eine bärenstarke Defensivleistung. In der Offensive waren es Wright und Lo, die wichtige Würfe trafen und ihre Mannschaft damit auf die Siegerstraße brachten. Wrights Dreier zum 76:63 brachte den Sieg endgültig unter Dach und Fach.

„Mit dieser Leidenschaft können wir auch in München gewinnen“

Bambergs Leader Daniel Hackett zeigte sich nach dem Spiel angriffslustig und hatte die Gründe für den Heimsieg schnell identifiziert: „Wir sind heute mit einer komplett anderen Eistellung und Energie ins Spiel gegangen als in Spiel eins. Es ging heute weniger um taktische Details als viel mehr darum, 40 Minuten lang einen Kampf zu liefern. Mit dieser Leidenschaft können wir auch in München gewinnen.

Dieser Kampfansage kann Brose Bamberg am kommenden Samstag um 18 Uhr Taten folgen lassen. Beim Stand von 1-1 steigt dann das dritte Spiel der Serie im Audi Dome.

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