Anmelden oder registrieren

Berlin wirft München aus dem Pokal

23.12.2018 || 20:56 Uhr von:
ALBA Berlin hat es als erste deutsche Mannschaft geschafft den FC Bayern München in einem Pflichtspiel zu besiegen. Der Vizepokalsieger setzte sich beim Titelverteidiger durch und qualifizierte sich damit für das Halbfinale.

Dort bekam das Team aus der Hauptstadt von Losfee Frank Buschmann ein weiteres Auswärtsspiel bei den FRAPORT SKYLINERS zugeordnet. Die Auslosung ergab im zweiten Halbfinale ein weiteres Aufeinandertreffen von Brose Bamberg und den Telekom Baskets Bonn.

FC Bayern München – ALBA Berlin 70:78 (40:41)

Rund eine Woche nach dem Aufeinandertreffen in der Liga standen sich München und Berlin erneut im Audi Dome gegenüber. Und wieder stand das Spiel lange auf Messers Schneide, diesmal waren es aber die Berliner, die auf die Siegerstraße abbogen. Enorm daran beteiligt war der 18-jährige Jonas Mattisseck. Der Guard, der von Coach Aito überraschend in die Starting Five berufen wurde, traf fünf seiner sieben Dreier und war mit 15 Punkten Topscorer der Berliner.

Drei Minuten und 40 Sekunden vor dem Ende hatte Bayerns Topscorer Derrick Williams die Gastgeber noch mit zwei Freiwürfen zum 70:69 in Führung gebracht, ehe diese durch einen Mattisseck-Dreier wieder wechselte. Die Münchner fanden keine guten Optionen mehr und mussten dabei auch ihrer kurzen Rotation nach einer intensiven Woche Tribut zollen. So kam Peteri Koponen, der drei seiner fünf Dreier traf, im Schlussviertel nicht mehr zum Einsatz. Über das ganze Spiel war zudem ein Vorteil bei Berlin im Rebound zu erkennen. Die Hauptstädter sicherten sich 42 Abpraller, München nur 28.

Science City Jena – Telekom Baskets Bonn 86:89 (46:48)

Dem späten Sonntagsspiel stand die Partie am Nachmittag in Punkto Spannung in Nichts nach. Bis zum letzten Wurf war die Partie zwischen Jena und Bonn noch offen. Bojan Subotic kürte sich 24 Sekunden vor dem Ende mit seinem Dreier zum Helden der Partie. Zuvor hatten sich beide Mannschaften eine offene Partie geliefert, in der es in der zweiten Halbzeit keine Führung mit mehr als sechs Punkten gab. Vor der Pause hatte Jena deutlich besser ins Spiel gefunden und war zum Ende des ersten Viertels zweimal mit neun Punkten in Front. Das zweite Viertel dominierten dann allerdings die Gäste und brachten sich so zur Halbzeit knapp in Front.

Bei Science City war es immer wieder Derrick Allen, der für Akzente sorgte. 21 Punkte bei 75 Prozent Trefferquote aus dem Feld und 6 Rebounds steuerte der 38-jährige Center bei. Durch Foultrouble kam Dru Joyce nicht in Schwung und Julius Jenkins, der den Buzzerbeater nicht verwandelte, erzielte nur drei Punkte. In der über weite Strecken hektischen Partie brillierten die Rheinländer immer wieder aus der Distanz. 16 Dreier fanden bei 28 Versuchen den Weg in den Korb. Äußerst zielsicher war auch Josh Mayo, der bei seinen 21 Punkten alle vier Distanzwürfe versenkte.

BG Göttingen – Brose Bamberg 64:83 (28:44)

Keine Probleme hatte Brose Bamberg in ihrem Viertelfinale mit der BG Göttingen. Bereits im ersten Viertel brachten die Franken den Vorpsrung über die Marke von 15 Punkten und behaupteten ihn dann bis weit ins vierte Viertel auf diesem Niveau. Die Gastgeber konnten mit Ergebniskosmetik zwar nochmals in die Nähe der 10 Punkte-Marke kommen, einstellig wurde der Rückstand allerdings nicht mehr. In den letzten Minuten schraubte Bamberg den Vorsprung dann auch wieder in die gewohnte Höhe.

Vor allem im Zweierbereich waren die Gäste nicht zu stoppen. 21 von 30 Würfen innerhalb der Dreierlinie fanden ihr Ziel. Bei den Gastgebern, die mit Pfiffen in die kurze Weihnachtspause verabschiedet wurden, stemmten sich vor allem Derek Willis (16 Punkte) und Darius Carter  (13) gegen das Pokal-Aus. Nicht mitwirken konnte Pendarvis Williams, der an einer Fußverletzung laboriert. Das Team von Ainars Bagatskis überzeugte mit mannschaftlicher Geschlossenheit. Acht Spieler erzielten zwischen 6 und 14 Punkte.

FRAPORT SKYLINERS – Basketball Löwen Braunschweig 80:70 (38:39)

Der einzige Heimsieg im Pokal-Viertelfinale geht nach Hessen. Die FRAPORT SKYLINERS setzten sich nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gegen die Basketball Löwen Braunschweig durch. Dabei hatten die Niedersachsen den besseren Start ins Spiel. Mit elf Punkten führte das Team von Frank Menz bereits im ersten Viertel, ehe Frankfurt die richtigen Adjustments machte. Auch wenn die Mainstädter im zweiten Viertel kurzfristig die Führung inne hatten, ging Braunschweig noch mit einem hauchdünnen Vorsprung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel nahmen die SKYLINERS das Heft des Handelns in die Hand und erarbeiteten sich eine Führung, die sich zwischen fünf und zehn Punkten einpendelte. Die Löwen hielten immer Tuchfühlung, konnten sich aber nicht entscheidend nähern. So brachten die Frankfurter, die in der BBL noch keinen Rhythmus gefunden haben, den Halbfinaleinzug in trockene Tücher. Neben Topscorer Jason Clark (18 Punkte) überzeugte auch Trae Bell-Haynes mit 16 Punkten, 10 Assists und 5 Rebounds. Bryon Blake und Scott Eatherton erzielten jeweils 15 Punkte für die Braunschweiger.

Zwei Klassiker im Halbfinale

Im Anschluss an das Spiel zwischen München und Berlin loste Frank Buschmann die Halbfinal-Begegnungen aus. Brose Bamberg – Telekom Baskets Bonn und FRAPORT SKYLINERS – ALBA BERLIN lauten die Duelle in der Vorschlussrunde. Die Teams haben sich in den vergangenen Jahren schon in diversen Playoff-Serien begegnet. Der Termin für die Ermittlung der Finalisten ist der 20. Januar 2019.

Berlin wirft München aus dem Pokal
5 (100%) 1 vote
Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.