Anmelden oder registrieren

ALBA lässt Würzburg keine Chance

25.11.2018 || 13:51 Uhr von:
ALBA BERLIN hat einen deutlichen 94:75-Sieg bei s.Oliver Würzburg eingefahren. Beim Vizemeister überzeugten vor allem Nationalspieler Niels Giffey und die jungen Nachwuchstalente.

Auch ohne ihre nach wie vor verletzten Leistungsträger Peyton Siva, Joshiko Saibou und Martin Hermannsson dominierten die Albatrosse die Begegnung von Beginn an und ließen nie einen Zweifel daran aufkommen, wer das Feld als Sieger verlassen würde.

ALBAs Talente beeindrucken

Bereits zu Spielbeginn zogen die Gäste aus der Hauptstadt auf und davon. Schon nach vier Minuten im ersten Viertel hatte ALBA eine zweistellige Führung herausgespielt (2:12). Im Laufe des Spiels baute das Team von Head Coach Aíto García Reneses seinen Vorsprung immer weiter aus. Die höchste Führung betrug Ende des dritten Viertels 22 Punkte (54:76). Lediglich Mitte des Schlussviertels bat sich den Würzburg eine Möglichkeit, das Spiel eventuell zu kippen. Doch Jordan Hulls vergab die Chance, per Dreier den Abstand auf zehn Punkte zu reduzieren. Im Anschluss daran starteten die Berliner wieder einen kleinen Lauf, wodurch die Partie endgültig entschieden war.

ALBA kompensierte das Fehlen ihrer drei wichtigen Guards mit einer beeindruckenden Team-Leistung. Neben dem gewohnt starken Luke Sikma (11 Pkt, 5/7 FG, 6 Reb, 5 Ast) und Stefan Peno (6 Pkt, 10 Ast) überzeugten insbesondere die (jungen) Deutschen. Forward Niels Giffey erzielte 25 Punkte (10/12 FG) von der Bank. Der 27-Jährige traf sicher aus der Distanz und schloss einige Fastbreaks spektakulär ab. Auch Nationalmannschaftskollege Johannes Thiemann war in seinen 17 Minuten Spielzeit produktiv (10 Pkt, 5 Reb, 2 Ast, 2 Stl).

Doch auch die jungen Talente Franz Wagner, Jonas Mattissek und Tim Schneider, die einiges an Spielzeit erhielten, machten ihre Sache hervorragend. Dabei ragte der 17-jährige Wagner, Bruder von NBA-Spieler Moritz Wagner, heraus, der als Starter 13 Punkte, 4 Rebounds und 2 Steals auflegte.

„Erstmals hatten wir in dieser BBL-Saison gegen einen Gegner keine Chance“, musste Würzburgs Head Coach Denis Wucherer nach dem Spiel eingestehen. 21 Ballverluste sind 10 zu viel, wenn man gegen Berlin eine Chance haben will.“ Vor allem, da Berlin gerade in der ersten Halbzeit jeden Ballverlust gnadenlos bestrafte und in einfach Punkte umwandelte. ALBA erzielte insgesamt 27 Fastbreak-Punkte, Würzburg nur 4. „Ich bin zufrieden mit unserem Fastbreak und unserer Defense“, resümierte Aito nach der Partie.

Viel Arbeit für Wucherer

Einziger Lichtblick bei den Würzburgern war Sorgenkind Gabriel Olaseni, der 13 Punkte (5/8 FG) und 8 Rebounds erzielte. Wucherer zeigte sich hoffnungsvoll bezüglich des Centers: „Im Spiel gegen Leiden [am vergangenen Dienstag] hat er schon viel Engagement gezeigt, heute auch. Ich glaube, dass er auf einem guten Weg ist. Ich bin mir sicher, dass wir ihn aus seiner Krise, in die er sich so ein bisschen hineinmanövriert hat, wieder rausbekommen.“

Zu sehr konnte sich der ehemalige Nationalspieler darüber allerdings nicht freuen, denn er ergänzte: „Aber wenn eine Baustelle vielleicht irgendwie behoben wird, dann eröffnet sich gerne mal eine andere. Wir müssen einfach schauen, dass wir alle an Bord bekommen. Wir brauchen alle, um Spiele zu gewinnen.“

Während die Berliner mit dem Sieg Platz zwei in der Tabelle festigten, steht den Würzburgern viel Arbeit bevor, um aus dem Tabellenkeller herauskommen. Nur zwei Siege aus acht Partien, erst ein Sieg aus fünf Heimspielen, unterdurchschnittlich in Offense und Defense: Das sind Werte eines Abstiegskandidaten. „Das erste Viertel der Saison ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“, stellt Wucherer fest. Die Mannschaft erhält während der nun anstehenden Länderspielpause zunächst vier freie Tage, um den Kopf freizubekommen. Anschließend stehen dem Trainerstab knapp zehn Tage mit der Mannschaft zur Verfügung „um uns auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten, hart zu trainieren und verschiedene Dinge zu verändern“. Und um möglichst viele Baustellen zu schließen.

ALBA lässt Würzburg keine Chance
Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.