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Gießen feiert vierten Derbysieg in Serie

18.11.2018 || 11:11 Uhr von:
GIESSEN 46ers
Mit einem denkbar knappen 91:90-Sieg über die FRAPORT SKYLINERS feiern die GIESSEN 46ers den vierten Sieg im Hessenderby in Folge.

Das Hessenderby begann energiegeladen. Die Konkurrenten spielten den Ball häufig an den Korb, wo sich vor allem Mahir Agva und Marco Völler auszeichnen konnten. Die beiden Center, die 2016/17 noch für das jeweils andere Team auf dem Parkett standen, legten beide zehn Zähler bis zur Halbzeit auf. Frankfurt nahm im Saisonverlauf die fünftmeisten Dreier pro Spiel, nahm in der ersten Viertelstunde in der ausverkauften Sporthalle Gießen-Ost nur zwei Versuche aus der Distanz. Schritt für Schritt setzten sich die Mittelhessen im zweiten Spielabschnitt allerdings ab. 30 Punkte der 46ers zeugten davon, dass die Pace des Spiels eher in Richtung der Freyer-Truppe ausschlug. Doch ein deutlicher Vorsprung war das 51:46 zur Halbzeit noch nicht.

Die Tendenz der zweiten zehn Minuten sollte sich auch nach dem Seitenwechsel fortsetzen. Nach dem zweiten Dunking von John Bryant sprang der Vorsprung für die 46ers in den zweistelligen Bereich. Ein erfolgreiches And-One von Benni Lischka sorgte nach drei Minuten sogar für eine 62:48-Führung. Doch es war der Weckruf für Frankfurts Erik Murphy, der mit fünf schnellen Punkten und einem Block die Blauen wieder ins Spiel brachte. Gießen konnte sich in der Folge nicht mehr weiter absetzen, Frankfurt allerdings auch nicht weiter verkürzen. Mit 72:64 ging es so ins Schlussviertel.

Dort setze Gießens Rookie Max Montana mit einem kunstvollen Anspiel auf John Bryant das spielerische Highlight. Insgesamt zeigte der Deutsch-Amerikaner mit 12 Punkten eine neue Karrierebestleistung, obwohl der eigentliche Dreierspezialist von außen nicht einnetzen konnte. In den ersten Minuten sorgte der 22-Jährige auch für die erneute 12 Punkte-Führung. Frankfurt zeigte in der Folge, wie bereits im dritten Viertel, die Qualitäten in der Defensive. Mit druckvoller Verteidigung stoppten sie die Gießener Offensive besser. Jason Clark und Trae Bell-Haynes nutzen dagegen ihre Speed-Vorteile und brachten die Skyliners zurück ins Geschäft.

In der Schlussphase wurde das Spiel dann zum regelrechten Krimi. Richard Freudenberg sorgte zwei Minuten vor dem Ende mit einem And-One für die erste Frankfurter Führung seit Anfang des zweiten Viertels. Der 20-Jährige zeigte insgesamt sein bestes BBL-Spiel und wurde am Ende mit 21 Punkten Topscorer der Partie. Während Freudenberg in dieser Phase bei Frankfurt das Spiel in der Hand hatte, war es auf der Gegenseite John Bryant. Vor dem Spiel wurde er als effektivster Spieler der Saison 2017/18 geehrt und zeigte dies auch im Derby. Mit 17 Punkten, 11 Rebounds und 9 Assists schrammte der Amerikaner nur hauchdünn an einem Triple-Double vorbei. Dabei erzielte er 15 seiner 17 Zähler nach der Pause und war vor allem in der Schlussphase Gießens Go-To-Guy.

Bryants Korbleger sorgte 1:17 Minuten vor dem Ende für das 90:87. Bell-Haynes konnte für Frankfurt zweimal nicht kontern, aber Völler sammelte den Fehlwurf ein und fand den völlig freien Freudenberg an der Dreierlinie, der den Ausgleich erzielte. Doch die Freude bei den Frankfurtern hielt nicht lange, denn Völler foulte auf der Gegenseite Bryant und dieser erzielte von der Linie das 91:90. Jason Clark versuchte zweimal noch den Sieg zu erreichen, doch der Guard dribbelte sich einmal auf den Fuß und wurde beim zweiten Mal von Larry Gordon entscheidend gestört. Die GIESSEN 46ers erzittern sich so den vierten Derbysieg in Serie und springen bis zum Sonntagmittag auf den zweiten Tabellenplatz in der BBL.

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