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NBA

Osteoporose

08.12.2013 || 10:48 Uhr von:
Der Osten krankt, hat aber dennoch den Spitzenreiter des neuen Power Rankings in seinen Reihen. Im oberen Drittel dominieren trotzdem die Teams aus Westen, von wo mit Portland und Phoenix auch die Aufsteiger der bisherigen Saison kommen.

Wäre die NBA ein Körper, würde sie an einer Seite ihrer Gliedmaßen Knochenschwund verzeichnen. Das Ost-West-Gefälle hat derzeit historische Ausmaße angenommen. Im Osten ziehen die Indiana Pacers und Miami Heat an der Spitze einsam ihre Kreise, die Eastern Conference Finals scheinen schon vier Monate vor Playoff-Beginn festzustehen. Elf Mannschaften weisen im Osten eine negative Bilanz auf.

Im Westen hingegen gibt es derzeit nur fünf Mannschaften mit einer negativen Bilanz. Die Los Angeles Lakers als derzeit Zehntplatzierte – und damit nicht in den Playoffs – stünden mit ihrer Bilanz im Osten auf dem dritten Rang.

So ist es wenig verwunderlich, dass das Power Ranking von West-Teams dominiert wird. Unter den ersten zwölf Teams befinden sich zwei Ost-Mannschaften. Den größten Fall zum Power Ranking vor Saisonstart mussten dabei die beiden New Yorker Franchises hinnehmen: Für die New York Knicks ging es um 16, für die Brooklyn Nets gar um 22 Plätze nach unten. Den größten Sprung vollbrachten mit den Suns (+18) und Portland Trail Blazers (+12), natürlich, zwei West-Teams.

Legende: Position (Position im letzten Power Ranking) Team (Bilanz; aktueller Lauf)

1. (2.) Indiana Pacers 18-2 (W2)

ESPNs Kevin Pelton warf kürzlich die Frage auf, ob die Pacers-Verteidigung (statistisch) die beste der NBA-Historie sei – relativierte dies aber auch mit dem relativ einfachen Spielplan, welcher nun aber die Thunder und Heat bereithält. Nichtsdestotrotz scheint Roy Hibbert aus allem Motivation zu ziehen, um sich auf „DPoY“-Kurs zu manövrieren; Paul George (Foto oben) macht einen weiteren Schritt Richtung MVP-Niveau – und lässt einen fragen, warum man nicht erneut auch den „Most Improved Player“-Award an den 23-Jährigen vergibt; und auch Lance Stephenson weiß nun auch in der Offensive zu überzeugen (36,4% 3FG; 5 ApG). Und voila, hat man die Indiana Two-way-Pacers.

2. (4.) San Antonio Spurs 15-4 (L1)

Bester Wert im Simple Rating System? Check (+9,34). Längste und dominanteste Serie der Liga (elf Spiele, +15,1 Punkte). Check. Bestes Mannschaftsspiel? Check (19,0 Assist-Rate). Gregg Popovichs Mannen befinden sich wieder in beängstigender Frühform – und das, obwohl Tim Duncan wieder aus dem Jungbrunnen geklettert ist (dachte man, ehe er als ältester Spieler der Historie ein „20/ 20“-Spiel samt Gamewinner hinlegte) und der wirkliche Durchbruch Kawhi Leonards noch aussteht.

3. (15.) Portland Trail Blazers 17-4 (L1)

Der Antrag zur Expansion der Phoenix Suns wird eingereicht. Gäbe es die Suns nicht, die den Blazers zwei Niederlagen zufügten, stünde Portland noch besser dar – inklusive eines 15-Siege-Laufs. Wie ausdauern die Nordwest-Franchise bisher agiert? Stets lief die gleiche Startformation auf; bisher gewannen die Blazers stets das zweite Spiel bei back-to-backs – bis zu Ellis‘ Buzzbeater in der vergangenen Nacht (und das nicht gegen den Ligasatz, sondern die Schaumkrone mit den Spurs, Warriors und Pacers). Trotz gestärkter Bank ist es die Startformation, die für die effizienteste Offensive der Liga sorgt: Wesley Matthews weist die drittbeste True-Shooting-Quote der Liga auf; Damian Lillard darf man nicht außen unbeachtet lassen; und LaMarcus Aldridge (Foto unten) stellt das Offensivzentrum aus dem Zwei-Punkte-Bereich. Kann sich noch irgendjemand an Trade-Gerüchte um seine Person erinnern? Zwei Probleme gibt es dennoch: 1. Was, wenn der Sprungwurf nicht fällt? Kein Team nimmt mehr Wurfversuche aus einer Entfernung ab 4,57 Metern. 2. Mit dieser Verteidigung ist die Leistung in der Hauptrunde in den Playoffs nichts mehr wert.

4. (7.) Oklahoma City Thunder 14-4 (W1)

Erst James Harden, dann Kevin Martin, und dennoch wissen die Thunder-Reservisten die Starter zu entlasten – Reggie Jackson, Jeremy Lamb und Steven Adams sei dank. Während die Offensive zwar nicht mehr ganz so effizient daherkommt, wie letztes Jahr, steht die Verteidigung umso stärker: Nur zwei Teams gewähren ihren Gegnern eine schwächere Feldwurfquote. Wie fokussiert Scott Brooks’ Mannen auftreten, beweist die Bilanz bei Partien, die mit einer Differenz von drei Zählern oder weniger entschieden wurden: Hier stehen sie bei 5-1. Während eines Laufs von acht Siegen in Folge mussten sich zudem u.a. die Nuggets, Clippers, Spurs und Warriors geschlagen geben. Und Kevin Durant. Der befindet sich mit 10,8 Freiwurfversuchen pro Spiel auf Rekordkurs (bisheriger Rekordhalter: Jerry West, 10,6 Versuche pro Partie, 1956/66).

5. (1.) Miami Heat 15-5 (L2)

Jüngst zwei Niederlagen in Folge, zweimal in Serie dabei die geringste Feldwurfquote in der bisherigen Saison aufgestellt. Zwar kamen die ingesamt fünf Saisonniederlagen jeweils gegen Ost-Teams mit negativer Bilanz zustande, was zu diesem Zeitpunkt niemanden am South Beach beunruhigen wird, dennoch verdeutlichten die jüngsten Pleiten vor allem eines: Die Heat haben keinen guten Big-Men-Verteidiger. Der designierte Conference-Final-Kontrahent aus Indianapolis weiß da schon einige Brocken in seinen Reihen. Ein wenig mehr Fokus auf das Spiel anstatt auf VideoBombingAktionen wäre nicht vielleicht nicht verkehrt; bisher wiesen die Heat auch den einfachsten Spielplan auf. Offensiv rollt die South-Beach-Maschinerie dennoch ganz gut: Über 50-prozentige Feldwurf- und über 40-prozentige Drei-Punkt-Quoten dürfensich sehen lassen; LeBron James schickt sich dabei an, in der siebten Saison in Folge seine Quote aus dem Feld zu verbessern. Auch gut zu wissen: Rashard Lewis und Michael Beasley sind (immer noch) Basketballspieler.

6. (10.) Houston Rockets 14-7 (W1)

Die Texaner geben der Bezeichnung „Three-and-D“ eine ganze neue Bedeutung: Dreier und Drives. Kein Team nimmt – mit Abstand – so wenige Mitteldistanzwürfe wie die Rockets. Kein Wunder also, dass sie die dritteffizienteste Offensive der Liga stellen (obwohl sie sich prozentual die meisten Ballverluste leisten). Zwar mag Dwight Howards Offensivspiel immer noch Fragezeichen aufwerfen (38,9% FG nach Post-Ups; 72,4% FG nach sonstigen Offensivaktionen), jedoch scheint er seine Rückenbeschwerden immer mehr hinter sich zu lassen und ähnelt langsam wieder einer Rebound-Maschine. Auch James Hardens’ Verletzungspause von drei Partien konnte den Texanern nichts anhaben. Der Dezember (Warriors, Blazers, Pacers, Spurs, Thunder) wird mehr denn ja zeigen, wo der Flug der Raketen hingehen kann. Zumal nun auch feststeht, wann Omer Asik per Trade gehen soll: zwischen dem 15. und 19. Dezember.

7. (12.) Dallas Mavericks 13-8 (W3)

Das Zusammenspiel und die Balance zwischen Dirk Nowitzki (Foto unten) und Monta Ellis funktioniert immer besser – gibt es derzeit einen offensiv potenteren One-Two-Punch? Nowitzki drehte in den letzten vier Partien in der Crunchtime auf: Elf Zähler verbuchte er in den letzten Vierteln. In der Offensive ein Top-Team, hapert es, wie zu erwarten war, in der Verteidigung. Der Heilsbringer soll hierbei Devin Harris sein. Mitte Dezember könnte der Guard zum Team stoßen – wichtig, geht es noch vor dem Jahreswechsel doch sechsmal gegen Playoff-Konkurrenz.

8. (5.) Los Angeles Clippers 13-8 (L1)

Während Chris Paul den Startrekord von Magic Johnson für Double-Doubles aus Punkten und Korbvorlagen gebrochen hat, stellte Blake Griffin jüngst ein Double-Double-Lauf von elf Spielen auf. Die Offensive wird bei den Clippers nicht das Problem darstellen, auch durch den Ausfall J.J. Redicks nicht. Vielmehr ist Verteidigung nur mittelmäßig, was sich vor allem auf den großen Positionen zeigt – ein Lamar Odom wird hier auch nicht helfen. Da sich die Clippers aber derzeit auf einem Ostküstentrip befindet, können sie sich hierbei weiter einspielen.

9. (14.) Denver Nuggets 12-8 (W1)

Die Nuggets sind vielleicht das „Turnaround-Team“ der noch jungen Saison – zumindest im Westen. Es hat ein wenig Zeit gebraucht, bis Rookie-Coach Brian Shaw seine Philosophie vermitteln konnte, doch mittlerweile agiert die Nuggets-Offensive weit effizienter. Hinter Topscorer Ty Lawson weiß Shaw eine tiefe Rotation, die gleichwertig die Punktelast schultert. Die Nuggets gehören offensiv zu den effizientesten sowie ballsichersten Teams der Liga. Dabei zelebrierten die Goldklumpen zuletzt auch eine ungeahnte Auswärtsstärke (5-2).

10. (8.) Golden State Warriors 12-9 (W1)

Sechs der letzten zehn Partien gaben die Warriors ab, die letzten acht Begegnungen mussten die Krieger ohne Andre Iguodala bestreiten – die Gegner Oaklads knackten dabei siebenmal die 100-Punkte-Marke. Doch dank der Splash Brothers Stephen Curry und Klay Thompson wissen die Warriors, wie man Partien gewinnen kann – und darum geht es zu diesem Zeitpunkt der Saison. Gegen die Toronto Raptors schafften es die Warriors sogar, einen 18-Punkte-Rückstand in zwölf Minuten in einen Neun-Punkte-Sieg umzuwandeln. In Oakland bleibt die Dichte an Mikrowellen besonders hoch.

11. (29.) Phoenix Suns 11-9 (W2)

Wer kann in dieser Saison schon behaupten, zwei Drittel der Spiele gegen Portland gewonnen zu haben? Ja, die Suns können es. Mit nur zwei zweistelligen Niederlagen auf dem Konto beweisen die Suns, welch wettbewerbsfähiges Team sie in das Westrennen werfen. Von der vor der Saison dem Tanking zugeschriebenen Teams sind die Suns die Mannschaft, die ernsthaft den Sprung zum Playoff-Anwärter meistern kann. Effizienter und effektiver Offensive sei dank (jeweils in den Top 7 bei der TS% und der eFG%). Und ja, ein Backcourt-Duo um Eric Bledsoe (Foto unten) und Goran Dragic kann durchaus funktionieren – beide Guards befinden sich auf Career-Year-Kurs.

12. (21.) Los Angeles Lakers 10-9 (W1)

Der Nomadenkader Los Angeles‘ befindet sich genau im Soll: Solange an den Playoff-Plätzen schnuppern, bis Kobe Bryant zurückkehrt. Heute soll es mit dem Saisondebüt der Mamba endlich soweit sein. Unter Coach Mike D’Antoni und dank der drittschnellsten Spielgeschwindigkeit erleben Akteure wie Jodie Meeks, Xavier Henry oder Wesley Johnson ihren zweiten oder sogar ersten Frühling. Die Bank ist die punktefreudigste der Liga; neun Spieler legen zwischen 8,3 und 14,5 Zählern auf. Diese rollenspielerhaften Stats schreien nach einem Go-to-Guy wie Bryant. Es bleibt abzuwarten, mit welchem Mindset die Mamba zurückkehre und wer sich wo in der Hierarchie einreihen wird.

13. (19.) Atlanta Hawks 11-10 (W2)

Den 93:85-Heimerfolg Atlantas über die Detroit Pistons Mitte November werden die Hawks-Anhänger mit Genugtuung verfolgt haben. Während Ex-Hawk Josh Smith enttäuschte und jeden seiner vier Dreier daneben setzte, führte Paul Millsap mit 19 Zählern seine Hawks im Scoring an. General Manager Danny Ferrys Einschnitt haben die Hawks gut gemeistert, unter Coach Budenholzer haben sie die vielleicht größten Chancen, den dritten Platz abzugreifen. Millsap und Al Horford stellen ligaweit das zweitstärkste Big-Men-Duo im Scoring, während Jeff Teague das Zepter im Spielaufbau zwingt. Das erste All-Star-Duo ohne den Namen Johnson seit 1997/98? Ja, durchaus möglich.

14. (16.) Detroit Pistons 10-10 (W4)

Auch wenn sich Detroits Big Ball um Andre Drummond, Greg Monroe (Foto unten) und Josh Smith besser schlägt, als noch zu Saisonbeginn, hapert es vor allem noch in der Verteidigung (exklusive des Erzwingens von Ballverlusten und der daraus resultierenden Punkte). Was das Trio an der Freiwurflinie fabriziert, darüber sollte man den Mantel des Schweigens legen. Und wie passt sich Josh Smith dabei an seine Rolle als Dreier an? 33 Prozent seiner Wurfversuche stammen aus dem Drei-Punkte-Land (vorheriges Career-High: 17%), die er mit knapp 27-prozentiger Trefferquote versenkt. Immerhin stellt das Trio eine Macht am offensiven Brett, und Brandon Jennings kommt immer besser mit der Rolle des Anführers zurecht (deutliches Career-High bei der Asssist-Rate). Und immerhin konnten die Pistons mit den Heat das erste Mal ein Team mit positiver Bilanz schlagen.

15. (13.) Minnesota Timberwolves 9-11 (L2)

Die achtbeste Punktedifferenz der Liga, und dennoch eine negative Bilanz. Grund hierfür ist auch das Programm, das zuletzt Niederlagen gegen die Top-Teams der Heat, Thunder, Pacers und Clippers sowie die heißen Rockets und Nuggets bereithielt. San Antonio, Portland und nochmal die Clippers stehen im Dezember noch an. Dank der zweitmeinsten Ballbesitze, der Football-Kombo Kevin Love. Corey Brewer, dem Shooting Kevin Martins und Ricke Rrrrrubio bleiben die Wölfe ein League-Pass-Liebling.

16. (17.) Washington Wizards 9-10 (L1)

Ist es die Saison des Wall-Stars? Zum ersten Mal in der Karriere drei 30-Punkte-Spiele in Serie aufgelegt, Karrierebestwert bei der effektiven Feldwurfquote und Tiefstwert bei der Turnover-Rate. John Wall ergänz sich dabei hervorragend mit Bradley Beal, der ligaweit die viertmeisten Dreier pro Spiel einnetzt – und prompt wiesen die Wizards zum ersten Mal seit der Saison 2009/10 kurzfristig wieder eine ausgeglichene Bilanz auf. Ein weiterer Grund, die Zauberer im League-Pass anzusehen, ist wenig zauberhafter: „NightmareShake“ Marcin Gortat.

17. (9.) Memphis Grizzlies 9-10 (L2)

Im Defensiv-Rating abgerutscht, fällt nun auch Marc Gasol mit einer Innenbanddehnung im Knie vier bis sechs Wochen aus – das kommende Programm mit zehn West-Gegnern aus 13 Begegnungen meint es da auch nicht gut für die Grizzlies. Das Konzept des neuen Head Coach Dave Joerger greift noch nicht so recht, offensiv bleiben die Grizzlies nur Mittelmaß. Auch ein Mike Miller allein kann nichts an der Harmlosigkeit aus der Distanz etwas ändern. Zudem scheint auch Zach Randolph kaum noch an ehemalige Playoff-Heldentaten anknüpfen zu können – nie wies der 32-Jährige ein geringeres PER auf. Von „Grit-and-Grind“ zu „Slip-by-time“?

18. (3.) Chicago Bulls 8-10 (L1)

„In einem Buche blätternd, fand
Ich eine Rose welk, zerdrückt,
Und weiß auch nicht mehr, wessen Hand
sie einst für mich gepflückt.
Ach, mehr und mehr im Abendhauch
Verweht Erinnerung.“ (Nikolaus Lenau)

19. (18.) New Orleans Pelicans 9-10 (L2)

Kaum kehrt Ryan Anderson zurück, da muss auch schon Anthony Davis ins Lazarett schreiten (Bilanz mit Beiden im Kader: 5-2). Folge: keine Holiday-Gordon-Evans-Anderson-Davis-Formation mehr, die das best Net-Rating in Reihen New Orleans’ aufweist. Die ohnehin schon löchrige Mannschaftsverteidigung wird damit niemanden haben, der diese stopft. Ein Abrutschen ist vorprogrammiert, zumal es im Dezember noch achtmal gegen Playoff-Teams im Westen geht. Dass die Pelicans-Verantwortlichen beim Eintreffen dieser Vorhersage einschreiten, um ihre Swingmen-Gespann aufzubrechen, ist zumindest möglich.

20. (26.) Charlotte Bobcats 9-11 (W1)

Steve Clifford hat in seinem ersten Jahr als Head Coach geschafft, die drittteffizienteste Verteidigung ligaweit zu installieren (Problem: Michael Kidd-Gilchrist fällt vier bis sechs Wochen aus). Die Rotluchse hielten sich während der frühen Verletzungspause von Al Jefferson über Wasser, welcher in den letzten fünf Spielen wieder verdeutlicht, welch starke Low-Post-Option er darstellen kann (17,6 PpG, 11,6 RpG, 47,4% FG) – mit einem gesunden Jefferson hoffen die Bobcats, ihre Offensive aus der Niederungen der ligaweiten Effizienz zu katapultieren. Der aktuelle Playoff-Platz ist allerdings auch dem zweitleichtesten Spielplan geschuldet.

21. (25.) Boston Celtics 9-12 (W2)

Man mag es kaum glauben, aber derzeit würden die Kelten in den Playoffs stehen – und das mit Heimvorteil. Auch wenn der gewichtigste Grund die geographische Lage am Atlantik ist, sprechen doch ein paar Dinge für die Kelten: Im Osten stellen sie die fünfeffizienteste Verteidigung; nur ein Team gestattet seinen Gegnern eine schwächere Wurfquote aus der Distanz (32,9% 3FG). Rookie-Coach Brad Stevens hat den Wechsel zu den Profis bisher mehr als ordentlich gemeistert. Während es vorne noch stockt, scheint dort aber immerhin Jordan Crawford wirklich den Schritt vom balldominanten Backsteinbauer zum effizienten Combo-Guard vollbringen zu können.

22. (23.) Cleveland Cavaliers 7-13 (W1)

Keine Sohn-Basketballvater-Beziehung zwischen Kyrie Irving und Coach Mike Brown, Gerüchte um Handgreiflichkeiten während des Spieler-Meetings, und die Tendenz, Anthony Bennett eher in der D-League zu sehen als mit einem Breakout-Spiel – Cleveland muss hinter den Erwartungen vor der Saison bisher weit zurückstecken. Wie schwer sich die Cavs tun? Nur einer ihrer sieben Erfolge kam mit einer zweistelligen Differenz zustande. Immerhin weckt Andrew Bynum (Foto unten) mit seinem ersten „20 Pkt, 10 Reb, 5 Blk“-Spiel (wohlgemerkt in einer „back-to-back“-Partie) seit vier Jahren Hoffnungen.

23. (22.) Toronto Raptors 6-12 (L5)

Einen 18-Punkte-Vorsprung vor dem Schlussabschnitt verspielen und am Ende mit neun Zählern verlieren? Das hat noch kein Team geschafft, ehe die Saurier den Warriors zum Opfer fielen. Während Coach Dwane Casey versucht, seinem Team Verteidigung beizubringen (immerhin die neunteffizienteste Defensive der Liga), stellt sich dennoch weiterhin die Frage, ob General Manager Masai Ujiri den Coach für den richtigen hält. Offensiv ist das „Konzept“ Torontos schnell beschrieben: Rudy Gay und DeMar DeRozan nehmen 44 Prozent der Feldwürfe Torontos, treffen diese aber nur mit einer Quote von 41 Prozent. Das Lowlight dabei: Gay brachte es fertig, bei der OT-Niederlage in Houston 26 Fehlwürfe zu produzieren.

24. (28.) Orlando Magic 6-13 (L4)

Ein All-Star aus Orlando? Mit einer derzeitigen Siegquote von 31,6 Prozent kaum vorstellbar, aber Arron Afflalo drängt sich stark auf, um für den Backcourt des Ostens berücksichtigt zu werden (indem er u.a. zweimal sein Career-High verbesserte). Damit steigt natürlich auch der Trade-Wert des Shooting Guards – denn die Zukunft gehört Nikola Vucevic, Victor Oladipo und Co. Letzterer findet sich langsam, aber stetig besser in die Rolle des Aufbauspielers ein und rückt Michael Carter-Williams im „RoY“-Rennen auf die Pelle. Mit dem Sieg in Atlanta gewannen die Magic zum ersten Mal nach 17 Pleiten und dem 4. März 2013 wieder auswärts eine Partie.

25. (30.) Philadelphia 76ers 7-14 (L2)

Zehn Niederlagen aus den letzten zwölf Partien hin oder her, die Stadt des brüderlichen Tankings ist auf Kurs (immer mit Blick auf die Pelicans). Die Sixers spielen den schnellsten Basketball der Liga, Rookie Michael Carter-Williams darf sich austoben und unter General Manager Sam Hinkie geht die offensive Philosophie gen Houston, sprich weg vom Mitteldistanzwurf. Da die Sixers aber nur „sechs NBA-Spieler“ und „einige Jungs, die um Kaderplätze kämpfen“ (O-Ton Coach Brett Brown) im Kader stehen haben, hagelt es aber Niederlagen – bald per Platzregen, da neun der kommenden 14 Gegner im Westen residieren.

26. (24.) Sacramento Kings 5-13 (W1)

Ein jüngster Lauf von sechs Niederlagen in Folge sind nicht aller Ehren wert, aber wie sich die Prinzen geschlagen haben, durchaus: Einmal gingen sie in Verlängerung gegen die Clippers, nur fünf Punkte weniger erzielten sie gegen die Thunder, Warriors und erneut die Clippers – zusammengerechnet. Überhaupt verzeichneten die Kalifornier bisher den viertschwersten Spielplan der NBA. Es wird aber auch nicht leichter, da die Kings ihre laut Guiness-Buch lauteste Halle für sieben Auswärtspartien im Dezember verlassen müssen. Doch eines ist sicher: Mit Isaiah Thomas ist nicht im und mit DeMarcus „No HandShakes“ Cousins nicht nach dem vierten Viertel zu spaßen.

27. (11.) New York Knicks 5-13 (W2)

Zwei Kantersiege in Folge – darunter im „Stumble near the Bronx“ – inklusive der Wiederentdeckung des Distanzwurfes. Nicht vergessen sollte man trotz dieses kurzen Höhenflugs, dass noch nie eine Knicks-Mannschaft sieben Pleiten im Madison Square Garden in Folge hinnehmen musste. (Noch-) Coach Mike Woodson hat durch weitere sieben Begegnungen gegen Ost-Teams in Folge die Chance, die Wende endgültig herbeizuleiten. Und wer stünde als Nachfolger bereit? Kein geringer als Allan Houston… Aber laut Metta World Peace könnte ja auch Sirup die Knicks coachen – die Meisterschaft ist Anreiz genug, in den „Big Apple“ zu gehen. Und da es mit Realitätsentfremdungen in der Stadt, die niemals schläft, nicht weit ist, werden die Knicks eher Iman Shumpert abgeben, als dass James Dolans Band nicht mehr den „Slow Motion Turnaround Jumper“ featuring J.R. Smith spielt.

28. (6.) Brooklyn Nets 6-14 (W1)

Kein Deron Williams, kein Paul Pierce, kein Jason Terry, kein Andrei Kirilenko, kurze Zeit auch kein Brook Kopez… Die „Sick Bay Nets“ können froh sein, immerhin in der Titantic Division auf Grund gelaufen zu sein. Rookie-Coach Jason Kidd weiß sich scheinbar nicht anders zu helfen, als sich einen Drink zu nehmen und den bisherigen Top- und höchstbezahltesten Assistant der Liga Lawrence Frank in seiner Rolle herunterzustufen und Berichte schreiben zu lassen – Gerüchten zufolge auf Grund der Verteidigung, die derzeit die zweitschlechteste der Liga ist.

29. (27.) Utah Jazz 4-18 (L3)

Nach einem Start von 14 Niederlagen aus 15 Partien konnten die Jazz zuletzt Achtungserfolge gegen Chicago, Phoenix und Houston einfahren – inklusive einem Lauf (in Utahs Fall angebracht) von zwei Siegen in Serie. Nachdem katastrophales Spacing (Warum? Darum) zu einer miserablen Offensivleistung führte, kam der Umschwung mit Marvin Williams’ (kurzzeitiger) Beorderung in die Startformation als Stretch-Vierer und der Rückkehr von Rookie Trey Burke – dem einzigen Spieler in Salt Lake City, der der Bezeichnung „Point Guard“ gerecht wird. Die nächste Bewährungsprobe kommt bald, wenn das schlechteste Gästeteam der Liga demnächst acht von zehn Partien auswärts bestreiten muss.

30. (20.) Milwaukee Bucks 4-16 (L1)

„Bereit zu sein, sich von teuren Veteranen und Spielern, die viel herumgekommen sind, zu trennen und sich darauf zu fokussieren, [ein Team] um junge Talente, die man durch hohe Draft-Picks verpflichte hat, aufzubauen.“ Was sich wie das Mantra eines um- und einsichtigen Milwaukeer Front Offices liest, ist tatsächlich die Projektbeschreibung von Bucks-Fans, die gerne mehr Ping-Pong-Bälle sehen wollen. Doch bisher läuft’s doch ganz „gut“, auch durch zahlreiche Verletzungen: Das eigentliche Point-Guard-Tandem hat zusammen 15 Partien verpasst, Edel-Verteidiger Larry SAND…, nein, Sanders absolvierte gerade mal drei Partien. Folge: Sowohl offensiv als auch defensiv gehören die Bucks zu den drei ineffizientesten Teams der Liga.

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