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LeBron James: Auf Wolke sieben

28.05.2018 || 10:36 Uhr von:
LeBron James hat zum sechsten Mal in Folge ein siebtes Playoff-Spiel gewonnen. Zu Beginn seiner Karriere biss er sich noch gegen Detroit die Zähne aus und hatte Ilgauskas, West und Co. als Supporting Cast.

Zweite Runde 2006: Detroit, L

Ein 21-jähriger LeBron James in seinen ersten Playoffs in seinem dritten NBA-Jahr bei den Cleveland Cavaliers gegen die Veteranentruppe aus Detroit um Chauncey Billups, Richard Hamilton, Tayshaun Prince, Rasheed Wallace und Ben Wallace. Ein Lernprozess für James, der sich gegen die harte Defense Detroits mit 27 Punkten und acht Rebounds dennoch wacker schlug und in der ersten Halbzeit zehn seiner 15 Feldwürfe traf.

Doch in der zweiten Halbezeit hatten James und Co. der Erfahrung der Pistons nichts entgegenzusetzen: Mit 61:79 mussten sich die Cavs letztlich deutlich geschlagen geben. Ja, 140 Punkte insgesamt in einem Spiel!

James’ Supporting Cast: Zydrunas Ilgauskas, Eric Snow, Ronald Murray, Drew Gooden (Starter), Damon Jones, Donyell Marshall, Larry Hughes, Anderson Varejao

Zweite Runde 2008: Boston, L

LeBron James gegen Paul Pierce. Ein Duell, das 2008 zum ersten Mal in den Playoffs zu bestaunen war und das Erinnerungen an Larry Birds und Dominique Wilkins’ Duell 20 Jahre zuvor weckte.

Und wie sich die beiden im entscheidenden siebten Spiel duellierten: Pierce legte 41 Punkte (13/23 FG), vier Rebounds und fünf Assists auf, James kam auf 45 Zähler (14/29 FG), fünf Rebounds und sechs Assists. Letztlich zog James mit den Cavs mit 92:97 den Kürzeren, auch, weil Pierce ein wenig mehr Unterstützung hatte (P.J. Brown!).

James’ Supporting Cast: Delonte West, Zydrunas Ilgauskas, Ben Wallace, Wally Szczerbiak (Starter), Sasha Pavlovic, Joe Smith, Anderson Varejao, Damon Jones

Conference Finals 2012: Boston, W

In seinem dritten Anlauf gewann James in den Eastern Conference Finals 2013 endlich ein siebtes Playoff-Spiel. Alleine musste er die Miami Heat aber nicht auf seine Schultern nehmen: Mit Dwyane Wade und Chris Bosh bildete er wahrhaftig eine „Big Three“.

Die Heat entschieden die Partie gegen die Boston Celtics mit 101:88 für sich, weil James, Bosh und Wade im vierten Viertel übernahmen und dort alle 28 Zähler Miamis markierten. James avancierte mit 31 Zählern (zudem 12 Reb) dennoch zum Topscorer.

James’ Supporting Cast: Dwyane Wade, Shane Battier, Udonis Haslem, Mario Chalmers (Starter), Chris Bosh, Mike Miller, James Jones, Norris Cole

Conference Finals 2013: Indiana, W

Eine Big-Men-Combo um David West und Roy Hibbert unter dem Korb? 2013 waren es noch andere Zeiten in der NBA. Was blieb? Die Dominanz der Miami Heat im Osten. Nach einem 99:76-Blowout feierten die „Heatles“ den Finaleinzug, bei dem James mit 32 Punkten (15/16 FT), acht Rebounds und vier Assists herausstach.

James’ Supporting Cast: Dwyane Wade, Chris Bosh, Mario Chalmers, Udonis Haslem (Starter), Ray Allen, Norris Cole, Mike Miller, Chris Andersen, Rashard Lewis, Joel Anthony, James Jones

Finals 2013: San Antonio, W

Im sechsten Spiel schon beinahe die Meisterfeier der Spurs (und sicher die Absperrseile) vor Augen, holten sich die Miami Heat das Momentum der Serie und damit den Sieg im siebten Spiel, um den Repeat zu feiern – der erste in der NBA seit 2010.

James traf aus der Auszeit bei 27 Sekunden auf der Uhr den Jumper zur Vier-Punkte-Führung, fing im Gegenzug Manu Ginobilis Pass ab und traf anschließend seine beiden Freiwürfe. Der Finals-MVP zeigte sich stark von Downtown (5/10 3FG) und beendete die Partie mit 37 Punkten, zwölf Rebounds und vier Assists.

James’ Supporting Cast: Mario Chalmers, Dwyane Wade, Chris Bosh, Mike Miller (Starter), Shane Battier, Ray Allen, Chris Andersen, Udonis Haslem

Finals 2016: Golden State, W

Ein entscheidendes, siebtes Finalspiel auswärts? Nach einem Rückstand von 1-3? Bei dem Team, das in der Hauptrunde einen neuen NBA-Rekord von 73 Siegen aufgestellt hatte? Dann ein Triple-Double auflegen und den Titel holen? Die absolute Krönung. LeBron James brachte der Stadt Cleveland damit auch den ersten Meistertitel in einer der vier großen US-Sportarten seit einem halben Jahrhundert ein.

James besorgte an der Linie mit einem getroffenen Freiwurf den 93:89-Endstand, davor sorgte aber Teamkollege Kyrie Irving für den Dreier zum Titel. James legte 27 Zähler, elf Rebounds, elf Assists und drei Blocks auf.

James’ Supporting Cast: Kyrie Irving, J.R. Smith, Tristan Thompson, Kevin Love (Starter), Richard Jefferson, Iman Shumpert, Mo Williams

Erste Runde 2018: Indiana, W

Der individuell härteste Gegner LeBron James’ auf dem Weg in die NBA Finals 2018 war wohl Victor Oladipo. Das Duell zwischen James und Oladipo, den Cavs und Indiana Pacers kumulierte bereits in der ersten Runde in einem entscheidenden siebten Spiel.

Dort stand James in den ersten 35 Minuten auf dem Parkett, musste wegen Krämpfen aber kurzzeitig in der Kabine verschwinden. In der Crunchtime konnte James auf seine Mitspieler bauen, war für den entscheidenden Korbleger dennoch selbst verantwortlich: Bei 30 Sekunden auf der Uhr besorgte er die Sechs-Punkte-Führung.

45 Punkte (16/25 FG) sowie acht Rebounds, sieben Assists und vier Steals standen für James bei einem 105:101-Heimerfolg am Ende im Boxscore.

James’ Supporting Cast: Tristan Thompson, J.R. Smith, Kevin Love, Kyle Korver (Starter), Jeff Green, George Hill, Larry Nance Jr. Jordan Clarkson, Rodney Hood

Conference Finals 2018: Boston, W

Kein Kevin Love. Der zweitbeste Scorer Jeff Green. Nach 82 Spielen und 3.026 Minuten in der Hauptrunde sowie 16 Partien und 647 Minuten in den Playoffs spielt James im entscheidenden siebten Spiel eben durch – und legt im Schlussviertel zwölf Punkte auf, um zum achten Mal in Folge in die NBA Finals einzuziehen.

Der 33-Jährige markierte 35 Punkte, 15 Rebounds sowie neun Assists bei acht Ballverlusten und sorgte auch für die Clutch-Plays: Bei einer Fünf-Punkte-Führung schickte er George Hill zum Fastbreak-Layup, im darauffolgenden Angriff pushte er nach dem Defensiv-Rebound selbst den Ball, wurde von Marcus Morris an den Schultern gezogen, doch legte den Layup trotz Foul ein – „L-Train“, eine Symbolaktion dieser Playoffs und James‘ Karriere.

James’ Supporting Cast: Jeff Green, J.R. Smith, George Hill, Tristan Thompson, (Starter), Kyle Korver, Jordan Clarkson, Larry Nance Jr.

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