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Buyers and Sellers: Western Conference

13.12.2018 || 15:16 Uhr von:
14 Teams kämpfen im Westen noch um die Playoffs! Die Position des Kronprinzen ist vakant! Wer besitzt die Möglichkeiten, die Conference mit einem Trade auf den Kopf zu stellen?

Auf die Teams der Eastern Conference folgen in dieser Ausgabe jene der Western Conference. Im ersten Teil sind zusätzlich die wichtigsten Termine und Kategorien für die Team-Analysen aufgeführt.

Dallas Mavericks

Kategorie: Status quo

Mit den hohen auslaufenden Verträgen von DeAndre Jordan und Wes Matthews besitzen die Mavericks eine gute Grundlage, um langfristige Verträge samt Assets aufzunehmen. Denn in der Western Conference ist es trotz des vielversprechenden Saisonstarts schwer, einen Playoff-Platz zu ergattern. Sollte Dennis Smith Jr. die Erwartungen nicht erfüllen können, sieht das Talentlevel hinter Luka Doncic dünn aus. Da das Front Office beim Draft-Trade mit Atlanta den längeren Vertrag von Kent Bazemore nicht aufnehmen wollte, scheint dies nicht die bevorzugte Option zu sein. Donnie Nelson schielt auf die Free Agency 2019. Dort soll dem neuen Hoffnungsträger aus Slowenien ein schlagfertiges Team zur Seite gestellt werden. Bis dahin muss die Franchise evaluieren, ob der Dennis Smith Jr. und Harrison Barnes ebenfalls feste Bestandteile der nächsten Jahre sein können.

 

Denver Nuggets

Kategorie: Status quo

Seit dem Abgang von Masai Ujiri, George Karl und Andre Iguodala im Sommer 2013 wartet die Franchise aus der Mile High City auf eine Postseason-Teilnahme. Diese Durststrecke soll nach zwei neunten Plätzen in Folge endlich beendet werden. Dies muss jedoch der derzeitige Kern richten. Größere Hilfe von außen ist trotz der derzeitigen Verletzungsmisere kaum zu erwarten. Um die Luxussteuer zu vermeiden, tradete Denver die hohen auslaufenden Verträge der Rollenspieler samt Draftpicks nach Brooklyn und Philadelphia. Dies schränkt den Handlungsspielraum gewaltig ein. Sollte das Team um Mike Malone im Saisonverlauf straucheln, müsste ein wichtiger Rotationsspieler abgegeben werden, um teurere Spieler aufnehmen zu können. Dies ist eher unwahrscheinlich.

 

Golden State Warriors

Kategorie: Status quo

Die verletzungsbedingte Abwesenheit von Stephen Curry und Draymond Green zeigte die Schwächen des Überteams auf. Dem Kader fehlt es hinter den Stars an Tiefe und Shooting. Trotzdem bleibt Golden State der große Favorit auf den Titel. Aufgrund der hohen finanziellen Belastung und der Vertragsstruktur des Kaders sind Trades jedoch unwahrscheinlich. Seit Coach Steve Kerr 2014 dieses Team zu einem Contender formte, gab es keinen einzigen Deal im Saisonverlauf. Verstärkung wird der Titelverteidiger eher auf dem Buyout-Markt suchen.

 

Houston Rockets

Kategorie: Buyer

In der Offseason begab sich die Franchise von Tilman Fertitta überraschenderweise auf Sparkurs. Mit Chris Paul und Clint Capela wurden zwar die wichtigsten Free Agents gehalten, elementare Rollenspieler ersetzte Daryl Morey aber mit billigeren Alternativen. Die Gerüchte um Jimmy Butler zeigten jedoch, dass die Rockets für den richtigen Spieler auch weiterhin viel Geld ausgeben würden. Houston sollte auf dem Trademarkt daher ernst genommen werden. Wie in den letzten Jahren – seit 2015 hat Morey alle Erstrundenrechte getradet – wird der General Manager auch 2018/19 nicht mit Picks geizen, wenn er sich dafür einen hohen sportlichen Mehrwert verspricht. Denn die Raketen wollen auch weiterhin nach den Sternen greifen. Sinn ergäbe ein All-In-Move jedoch nur, wenn der schwache Saisonstart der Nummer 3 nicht der Beginn des altersbedingten Abwärtstrends ist.

Wunschliste: Star, Verstärkung auf den großen Flügelpositionen

Fantasy Trade: Brevin Knight, Nene, Marquese Chriss, 2 Erstrundenpicks – Otto Porter

 

Los Angeles Clippers

Kategorie: Buyer or Seller

Das Team von Steve Ballmer ist eine der großen Überraschungen der bisherigen Saison. Ohne Star mischen sie dank ihres tiefen Kaders die Western Conference auf. Doc Rivers hat seine Spieler hervorragend eingestellt. Gleichzeitig können die Clippers 2019 zwei Max-Player verpflichten. Deshalb besteht eigentlich kein Handlungsbedarf. Trotzdem hat die Franchise aus Südkalifornien ebenfalls um Jimmy Butler mitgeboten. Denn so verlockend auch die Aussicht auf die kommende Free Agency auch sein mag, so groß ist das Risiko, leer auszugehen. Erfahrungsgemäß wechseln nur einige der vertragsfreien Spieler das Team. Die Konkurrenz ist ebenfalls namhaft. Um den nötigen Capspace zu kreieren, muss das Team auch viele der derzeitigen Erfolgsgaranten ziehen lassen. Gelingt es Lawrence Frank vorzeitig an einen Star zu kommen, verbessert dies die Ausgangslage immens. Doch kommt ein Hochkaräter tatsächlich auf den Markt? Viel wahrscheinlicher ist ein Trade, der den Kader etwas ausdünnt. Denn gerade auf Center sowie im Backcourt fehlt die nötige Spielzeit für einige Akteure.

Wunschliste: Star

Mögliche Trade-Kandidaten: Milos Teodosic, Tyrone Wallace, Boban Marjanovic

Fantasy Trade: Milos Teodosic, Boban Marjanovic – Trevor Ariza

 

Los Angeles Lakers

Kategorie: Status quo

Wie die New York Knicks mit Joakim Noah haben auch die Lakers frühzeitig ihre Karten auf den Tisch gelegt. Im September wurde Luol Deng via stretch waive entlassen. Damit kann Los Angeles 2019 ein Maximalgehalt für Kevin Durant & Co freischaufeln. Nach der hiesigen Übergangssaison will Magic Johnson in der kommenden Offseason einen Contender formen. Ob die jungen Talente a la Brandon Ingram ein Teil dieser Zukunft sind, gilt es in den kommenden Monaten herauszufinden. Verliert der 16-fache Meister nicht die Nerven, wird es keine größeren Transaktionen geben. Allenfalls an kleinen Stellschrauben – Tausch auslaufender Verträge – könnte das Front Office drehen. Ändern wird sich dies nur, wenn Spieler vom Format eines Anthony Davis oder Damian Lillard aus LA weg wollen.

 

Memphis Grizzlies

Kategorie: Status quo

Totgesagte leben länger. Auf kein Team trifft dies dieses Jahr besser zu, als auf die Grizzlies. Vor zwei Monaten traute ihnen kaum ein Experte eine Playoff-Teilnahme zu. Derzeit ist das ausgegebene Saisonziel realistisch. Daher wird Memphis auch weiterhin nach Verstärkung suchen. Fragt sich nur womit? Chandler Parsons gehört zu den schlechtesten Verträgen der Liga. Der eigene Draftpick geht nach Boston und die Luxussteuer ist nahezu ausgeschlossen. Einzig der auslaufende Vertrag von JaMychal Green könnte einen Rotationsspieler auf dem Flügel nach Tennesse bringen.

 

Minnesota Timberwolves

Kategorie: Status quo

Nach dem Theater um Jimmy Butler zum Saisonstart ist die wichtigste Personalie vom Tisch. Jetzt gilt es die Wunden zu lecken und herauszufinden, wie gut der derzeitige Kern zusammenpasst. Die ersten Spiele der „neuen“ Wölfe waren vielversprechend. Vor allem die Verteidigung ist unter Coach Tom Thibodeau erstmals auf elitärem Niveau. Dies gilt es zu bestätigen. Wechsel wichtiger Rotationsspieler sollte es daher keine geben.

 

New Orleans Pelicans

Kategorie: Buyer

Equally, sources close to the situation have said repeatedly that Davis wants a reason to stay. The supermax contract the Pelicans can offer is part of that, but also surrounding him with complimentary stars that can really challenge matters, too, which brings the situation back to the front office being aggressive. [Hoopshype]

Für die Pelicans geht es in dieser Saison um die sportliche Zukunft. Eines der kleinsten Märkte der Liga muss befürchten, dass Superstar Anthony Davis im Sommer nicht vorzeitig verlängern wird. Monetär gibt es rund 230 Millionen Gründe sich langfristig an Louisiana zu binden. Sportlich droht jedoch eine Sackgasse. Um dies zu ändern wird das Front Office bis zur Deadline jeden Stein umdrehen. New Orleans gehörte angeblich zu den zahlreichen Teams, die sich um Jimmy Butler bemühten. Die Verantwortlichen waren jedoch nicht bereit, Draft-Rechte über 2019 hinaus zu investieren. Doch der kommende Pick steht zur Verfügung. Es wird sich zeigen, ob die Franchise mit diesem Asset sowie entbehrbaren Spielern wie Salomon Hill oder Wesley Johnson die dringend benötigte Verstärkung bekommen kann. Vor allem auf dem Flügel und auf Point Guard besteht großer Handlungsbedarf.

Wunschliste: 3andD Flügelspieler, Upgrade Point Guard

Fantasy Trade: Wesley Johnson, geschützter Erstrundenpick – Joe Harris

 

Oklahoma City Thunder

Kategorie: Seller

Nach einem schwachen Saisonstart kämpfen die Thunder derzeit um die Spitzenposition der Western Conference. Defensiv sind sie das Maß der Dinge und auch die „Fire Donovan“-Forderungen der Fanbase sind weitgehend verstummt. Theoretisch könnte das Team noch Spieler mit verlässlichen Wurf gebrauchen. Doch größtes Sorgenkind ist – zumindest für die Besitzer – vermutlich die Payroll. Mit 145 Millionen Dollar Jahresgehalt toppen sie in dieser Kategorie sogar die Golden State Warriors. Dies würde zusätzlich knapp 74 Millionen Luxussteuer kosten. Daher wird Sam Presti Anfang Februar in erster Linie die finanzielle Belastung senken wollen.

Mögliche Trade-Kandidaten: Patrick Patterson, Andre Roberson, Alex Abrines

Fantasy Trade: Andre Roberson – Jonathon Simmons

 

Phoenix Suns

Kategorie: Buyer or Seller

Die Western Conference ist derzeit unberechenbar. 14 Teams kämpfen aktuell noch um den Einzug in die Playoffs. Das Ranking ändert sich teilweise tagtäglich auf zig Positionen. Einzig die Franchise aus Arizona befindet sich unangefochten am Tabellenende. Verletzungen der Schlüsselspieler, fehlendes Playmaking sowie jahrelanges Unvermögen die vorhandenen Talente zu entwickeln, führen zu den derzeitig desaströsen Leistungen. In Phoenix ist bis zur Deadline alles möglich. Die Suns gelten laut Zach Lowe als einziger Interessent an John Wall, Neuzugang Trevor Ariza gilt als heißer Trade-Kandidat und Dragan Benders größter Wert ist sein auslaufender Vertrag. Eine Lösung ist jedoch nicht in Sicht. Denn General Manager James Jones kann den Besitzer bedauerlicherweise nicht traden.

Wunschliste: Point Guard

Mögliche Trade-Kandidaten: einzig Devin Booker, DeAndre Ayton und Mikel Bridges sollten sicher sein

Fantasy Trade: Dragan Bender, Bucks Pick – D`Angelo Russell

 

Portland Trail Blazers

Kategorie: Stats quo

Nicht zum ersten mal stellen sich die Beobachter der Blazers die gleichen Fragen: wie sinnvoll ist das Duo Lillard/McCollum und wird das Fortoffice einen der überbezahlten Verträge dumpen? Zur Deadline blieb Portland in beiden Bereichen stets untätig. Ergibt sich jedoch die Chance, den Kader zu günstigen Konditionen zu verbessern – im Trade von Mason Plumlee für Jusuf Nurkic gab es sogar einen Erstrundenpick oben drauf – bleibt Neil Olshey nicht untätig. Gleiches ist auch in dieser Saison zu erwarten. Interessant wird es lediglich, wenn sich der zuletzt gezeigte Abwärtstrend fortsetzt. Wie reagiert die Führung, wenn die Postseason ernsthaft in Gefahr gerät? Und wer gibt nach dem Tod von Paul Allen eigentlich die Richtung vor?

 

Sacramento Kings

Kategorie: Buyer or Seller

Wider erwarten kämpfen die Kings nach den ersten beiden Saisonmonaten noch um einen Playoff-Platz. Die derzeitige Bilanz lässt sich voraussichtlich nicht lange halten. Eine große Rolle wird von der Franchise jedoch in den nächsten Wochen abseits des Courts erwartet. Vlade Divac ist der einzige General Manager mit Capspace. Fragt sich lediglich, wie er die 11 Millionen sinnvoll investieren wird. Die Optionen sind vielfältig. Wenn die Kings weitere Assets sammeln möchten, sind sie der bevorzugte Ansprechpartner für Teams, die Gehalt einsparen möchten. Eine weitere Möglichkeit wäre, langfristige Verträge junger talentierter Spieler aufzunehmen, um den derzeitigen Kern zu verstärken. Namen wie Otto Porter werden mit der Franchise aus Nordkalifornien in Verbindung gebracht. Grund hierfür: warum sollten die Verantwortlichen an einer Capspace-Maximierung interessiert sein? Das Interesse der Free Agents war in den vergangenen Jahren sehr gering.

Wunschliste: Picks, Talente, große Flügelspieler

Mögliche Trade-Kandidaten: Zach Randolph, Iman Shumpert, Kosta Koufos

Fantasy Trade: Iman Shumpert, Zach Randolph – Andrew Wiggins, (Pick?)

 

San Antonio Spurs

Kategorie: Status quo

Seit Jahren sieht die Einschätzung des fünfmaligen Champions in dieser Rubrik identisch aus. Die Spurs erledigen ihre Hausaufgaben im Sommer. Größere Veränderungen zur Saisonmitte gibt es seit Jahren keine. Doch 2018/19 könnte sich die Situation ändern. Es besteht die Möglichkeit, dass San Antonio zur Deadline deutlich hinter den Top8 der Western Conference steht. Zuletzt wurden die Playoffs vor 22 Jahren verpasst. Deshalb ist schwer vorhersehbar, wie R.C. Buford auf solch ein Szenario reagieren würde.

 

Utah Jazz

Kategorie: Buyer

Nach dem Abgang von Gordon Hayward und einem schwachen Saisonstart 2017/18 drohten die Jazz im Tabellenkeller zu versinken. Durch die Rückkehr von Rudy Gobert sowie Rookie-Sensation Donovan Mitchell war die Franchise die Cinderella Story der zweiten Saisonhälfte. Nach einem erneut holprigen Start muss sich das Front Office fragen, wie gut dieser Kader wirklich ist. Denn die Jazz haben einige schwierige Entscheidungen zu treffen. Je nachdem wie Dennis Lindsey mit Neuzugang Kyle Korver verfährt – nur ein Teil seines Gehaltes ist garantiert -, geht Utah mit 40-45 Millionen Capspace in den kommenden Sommer. Gleichzeitig muss der General Manager über eine Vertragsverlängerung von Ricky Rubio entscheiden. Passt der Spanier langfristig zu den Eckpfeilern des Teams? Es wäre jedoch töricht, sich ausschließlich auf die Offseason zu verlassen. Vertragsfreie Stars unterschreiben erfahrungsgemäß nicht in Salt Lake City. Deshalb wird das Front Office bis zur Deadline nach sinnvollen Verstärkungen suchen.

Wunschliste: Upgrade auf Power Forward; Shot Creator

Fantasy Trade: Derrick Favors, Thabo Sefolosha, geschützter Erstrundenpick – LaMarcus Aldridge

 

Fazit

Der Schlüssel dafür, wie ereignisreich die Zeit vom 15.12.2018 bis zur Trade-Deadline am 7.2.2019 werden wird, liegt in der Western Conference. Während im Osten voraussichtlich fünf Teams ihre Playoff-Ambitionen recht früh begraben werden, könnte das Rennen im Westen noch lange offen bleiben. Dies würde den Seller-Markt deutlich reduzieren. Dass Phoenix, Atlanta, Chicago, New York, Brooklyn und Cleveland abgesehen von Kevin Love keine hochkarätigen Trade-Kandidaten besitzen verschlechtert die Ausgangslage zusätzlich. Verletzungen, unerwartete Niederlagenserie oder Neuausrichtungen können dies jedoch schnell ändern.

Buyers and Sellers: Western Conference
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