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Marco Baldi: „Wenn es im Fußball geht, geht es im Basketball auch“

03.10.2018 || 14:36 Uhr von:
Neue Saison, neuer Telekom-Sport-Podcast. Dort kritisiert Marco Baldi die FIBA, plädiert für Entschädigungen bei der Ausbildung von Spielern und spricht über die wirtschaftliche Dominanz der Bayern.

ALBA BERLIN hatte keine leichte Vorbereitung – nicht nur auf Grund von Verletzungen, sondern auch wegen der Abstellung einiger Nationalspieler. In der „Abteilung Basketball“ von Telekom Sport äußert sich Berlins Geschäftsführer Marco Baldi kritisch zur FIBA.

„Wenn ich mich als Weltverband für die Entwicklung des Basketballs weltweilt verantwortlich fühle, dann kann ich nicht eine Struktur aufbauen und sagen, die gilt für die, für andere aber nicht, für die vielleicht, und die versuche ich unter Druck zu setzen. Das geht so nicht.“

Die FIBA müsse sich bemühen, den Dialog mit der NBA zu suchen, und dürfe diese nicht ausklammern, sondern müsse versuchen, die NBA zu integrieren. „Wenn es im Fußball geht, geht es im Basketball auch. Das sind Weltsportarten. […] Die NBA wird immer offen sein für einen Dialog und für Lösungen, die vor allem wirtschaftlich-kommerziell einen bestimmten Zugewinn bringen. Das ist möglich.“

Außerdem kritisiert Baldi an der FIBA, dass sie zu wenig dafür tue, dass Clubs für die Ausbildung von Spielern entschädigt werden, welche das Team später verlassen – beispielsweise in die NBA. Hier führt Baldi aus: „Die NBA als wirtschaftlich kräftigste Organisation steckt im Prinzip keinen Cent in die Spielerentwicklung.“

Die Positionierung Berlins stehe dennoch: „Wir werden weiter Spieler entwickeln. Und wir werden auf allen Ebenen darauf drängen, dass die Spielerentwicklung anerkannt wird – nicht nur mit Schulterklopferei, sondern auch dahingehend, dass der Club, der ausbildet und einen enormen Aufwand leistet, auch etwas davon haben muss.“

Außerdem spricht Baldi im Gespräch mit Michael Körner und Alex Dechant über den veränderten Berliner Kader (durch Neuzugang Martin Hermannsson stecke mehr Kreativität im Backcourt, durch Johannes Thiemann und Kenneth Ogbe sei mehr Athletik im Kader) und die „wirtschaftliche Dominanz“ des FC Bayern München. Verhältnisse wie im Fußball befürchtet Baldi aber nicht: Basketball sei einfach eine andere Sportart, „Playoffs können alles verändern, auch die Mentalität“.

Außerdem schildert Telekom-Sport-Kommentar Stefan Koch im Podcast seine Eindrücke vom Auftaktspieltag, zitiert Basketball-Coaching-Legende John Wooden und äußert Liebesbekundungen an Anton Gavel.

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