BASKETBALL.DE ist Partner von Sportforen.de. Ehemalige Nutzer von crossover-online.de und Nutzer von sportforen.de können sich auch auf BASKETBALL.DE mit ihren bestehenden Login-Daten anmelden.
Anmelden oder registrieren

Vechta bezwingt auch Gladiatoren

25.01.2016 || 17:05 Uhr von:
Das Aufeinandertreffen der unbezwungenen Teams des Jahres 2016 wurde mit Spannung erwartet. Drei Viertel lang wurde dies erfüllt, ehe Vechta entscheidende Akzente setzte.

Mit Vechta und Trier trafen am vergangenen Samstag zwei Teams aufeinander, die im neuen Jahr noch keine Federn lassen mussten. Jeweils drei Siege standen für beide Teams bereits zu Buche. Für Trier war es das erste Auswärtsspiel im neuen Jahr. Vechta traf nun zum ersten Mal seit der einzigen Erstliga-Saison wieder zu Hause auf die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz.

Schon das Hinspiel gestaltete sich für Vechta schwieriger als gedacht und tatsächlich kam der Motor der RASTAner zum ersten Mal in der Saison gehörig ins Stottern. Mit viel Glück, aber auch viel Erfahrung brachte man einen 78:75-Auswärtserfolg mit nach Hause.

Die Vorzeichen standen also vor dem Spiel auf Spannung und Dramatik. Mit den Trierern kam auch gleich ein alter Bekannter in den RASTA Dome. Kevin Smit, welcher in der vergangenen Saison noch für Vechta spielte, kehrte zurück an seine alte Wirkungsstätte und wurde auch gebührend empfangen.

Kleinliche Schiedsrichterlinie verhindert Spielfluss

Vechta selbst startete gut in die Partie. Christian Standhardinger und Carlos Medlock brachten die Hausherren mit 4:0 in Führung, ehe Trier mit zwei getroffenen Freiwürfen auf 4:2 verkürzen konnte. Doch der Gastgeber erhöhte direkt auf acht Punkte, was der starke Dwayne Evans wiederum mit einem Korbleger auf 8:4 verkürzte. Es ergab sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften trafen in der Phase gut oder holten sich die zweiten Chancen am Brett. Immer, wenn Trier Gefahr lief, den Anschluss früh zu verlieren, fanden Sie eine Antwort und zwangen Vechta mit ihrer Defense auch zu Fehlwürfen und Ballverlusten. Mit klugen Cuts erzwangen die Gäste auch viele Freiwürfe, die hochprozentig versenkt wurden. Ganze zehnmal schickte Vechta die Gladiatoren an die Linie, zehnmal behielt man die Nerven. Mit 20:16 ging das erste Viertel letztlich denkbar knapp an Vechta.

Mit zwei Fouls und zwei vergebenen Freiwürfen durch Oliver Mackeldanz dauerte es fast eine Minute, bis die ersten Punkte im zweiten Viertel fielen. Ein Dreier von Simon Schmitz brachte Trier auf 20:19 heran. Wieder eine Minute dauerte es, bis Jeremy Dunbar für RASTA seine Punkte drei und vier an diesem Abend beisteuerte. Das Spiel verlief insgesamt mit wenig Fluss, da die Unparteiischen auf beiden Seiten extrem kleinlich pfiffen. Das 26:19 durch Standhardinger waren für Vechta die ersten Punkte aus dem Spiel heraus im zweiten Viertel. Immerhin nach ganzen drei Minuten. Gerade einmal sechs Zähler trennten die Teams nach fünf gespielten Minuten und der Abstand sollte bis zur Halbzeit auch nicht mehr größer werden. Mit 37:31 ging es in die Kabinen.

Trier wurde seinen Erwartungen als ernsthafte Herausforderungen bis hierhin gerecht. Die kleinliche Linie der Schiedsrichtermachte beiden Mannschaften zu schaffen und Trier verstand es hervorragend, daraus Profit in Form von Freiwürfen zu schlagen. Auf der Gegenseite erging es ihnen jedoch genauso, aufgrund der schlechten Verwertung der Freiwürfe setzte Vechta sich dadurch jedoch nicht entscheidend ab.

Trier bleibt dran, doch Vechta nutzt seine Erfahrung

Das dritte Viertel eröffnete der zuletzt mit wenig Spielzeit gesegnete Donald Lawson, was Trier jedoch direkt wieder mit einem eigenen Treffer durch Kwadzo Ahelegbe beantwortete. 39:33. Die nächsten Minuten waren geprägt von Fehlwürfen seitens Trier. Zwei Minuten dauerte es, bis die Gladiators wieder einen Wurf im Korb unterbrachten. Die Punkte 34 und 35 änderten jedoch nichts daran, dass die RASTAner ihre Führung zwischenzeitlich auf eine zweistellige ausgebaut hatten. 46:35 stand auf der Anzeigetafel. Griffin, Medlock und Gibson brachten Vechta dann, auch wieder hauptsächlich durch Freiwürfe, mit nunmehr 16 Punkten in Front. 52:36. Trier sah seine Felle davon schwimmen. Die kleinliche Linie konnte nicht mehr genutzt werden. Vechta agierte in der Defense klug und spielte seine ganze Erfahrung aus. Griffin mit einem Dreier und Mackeldanz schraubten die Führung drei Minuten vor dem letzten Viertel auf 21 Punkte. Doch Trier gab sich nicht geschlagen. Innerhalb dieser kurzen Zeit traf man alle seine Würfe, während Vechta in den letzten zwei Minuten gar nichts mehr im Korb unterbrachte. Immerhin „nur“ mit 13 Punkten und dem 61:48 ging es in den Schlussabschnitt.

Vechta ließ sich nicht zwei mal bitten und baute die Führung direkt wieder aus. Triers Antworten kamen nur spärlich und erst bei 7:23 auf der Uhr brachte John Eggleston die ersten Punkte auf die Tafel. Nach einem unsportlichen Foul von Carlos Medlock konnte Trier nur einen der zwei fälligen Freiwürfe verwandeln. Und dann wurde es richtig bitter. Die ebenfalls durch Freiwürfe von Ahelegbe generierten Punkte 52 und 53 sollten für die nächsten vier Minuten die letzten sein. Fehlwürfe, Blocks, Ballverluste, dumme Fouls. Plötzlich ging nichts mehr, während Vechta die Daumenschrauben andrehte. Gute einanhalb Minuten vor Schluss war die Mannschaft von Andreas Wagner plötzlich mit 82:53 davongezogen. Breilings Dreier kam entsprechend viel zu spät und Trier leistete keine weitere Gegenwehr mehr. Ein Dreier durch Kratzborn zum 88:62 war der Schlusspunkt einer unterhaltsamen und erst im letzten Viertel entschiedenen Partie.

Ein Ergebnis, welches Triers Leistung nicht ganz gerecht wird

Trier lag zwar nicht einmal in Führung, war aber abgesehen vom Schlussabschnitt immer an Vechta dran. Wussten sie die kleinliche Linie der Schiedsrichter jedoch in der ersten Hälfte noch zu nutzen, ging das in der zweiten plötzlich gar nicht mehr. 31:22 Fouls aus Trierer Sicht machten eine sonst solide Vorstellung zunichte. Im letzten Viertel fielen dann auch noch die Wurfquoten, während Vechta an dieser Stelle stets effizient agierte. Das junge Trierer Team scheiterte am Ende vor allem an der geballten Erfahrung der Pferdestädter und musste sich am Ende mit einer vielleicht etwas zu hoch ausfallenden Niederlage auf die Heimreise begeben.

Top Spieler Vechta: Natürlich geht hier kein Weg an Chase Griffin vorbei. Acht von neun getroffenen Würfen, drei Assists, drei Rebounds, ein Steal, keine Turnover und eine Effizienz von 24 zeigen die ganze Vielseitigkeit des Shooting Guards. Ebenfalls stark: Christian Standhardinger mit 17 Punkten und 100% Trefferquote aus dem Feld.

Top Spieler Trier: Trotz schwacher Wurfquoten ist hier wohl Ahelegbe zu nennen. Der Point Guard verstand es wie kein anderer, sich durch kluge Cuts an die Freiwurflinie zu bringen, wo er immerhin sieben von acht Versuchen unterbrachte. Nebenbei verteilte er auch noch fünf Assists und schnappte sich vier Rebounds. Auch Evans machte ein gutes Spiel, vor allen Dingen mit guten Wurfquoten (57%), hatte aber bereits nach 15 Minuten Einsatzzeit das fünfte Foul kassiert.

Vechta bezwingt auch Gladiatoren
Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright 1998-2017 BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten. Für den Sport!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.