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Vechta marschiert in die BBL

28.04.2016 || 08:45 Uhr von: ,
In einem über weite Strecken eindeutigen Spiel macht der SC RASTA Vechta den Sweep gegen die OeTTINGER Rockets aus Gotha und damit auch den Aufstieg in die BBL perfekt.

Vechta souverän ins Finale

Es war die letzte Möglichkeit für die Rockets aus Gotha, die Serie noch einmal spannend zu gestalten. 2-0 lagen die Thüringer in der Best-of-five-Serie zurück und konnten die Heimpartie mit den Rückkehrern Christopher Razis und Carlton Guyton durchaus ausgeglichen gestalten. Die Motivation der Gäste dürfte entsprechend hoch gewesen sein.

Am Ende war es war wie so häufig in diesen Playoffs: Im ersten Viertel hielten die Schützlinge von Chris Ensminger gut mit. Zwar konnte Vechta mit einem Lauf zum Ende des ersten Viertels den Abstand auf 19:10 erhöhen, doch Gotha verkürzte diesen wieder auf 23:16 zur Mitte des zweiten Abschnitts.  Nicht einmal mehr eine Minute vor der Halbzeit stand es noch 32:24. Der Halbzeitstand: 37:24.

RASTA kam ins Rollen, wurde jedoch zum Pausentee gerufen, bevor es zu deutlich wurde. Doch auch das konnte die Mannen von Trainer Andreas Wagner nicht davon abhalten, genau so wieder aus der Pause zu kommen. Der Vorsprung Vechtas sollte im weiteren Verlauf des Spiels nicht mehr unter zehn Punkte rutschen. Ganz im Gegenteil: Fast über die kompletten 20 Minuten führten die Gastgeber mit mehr als 15 Punkten. Entsprechend war es zu Beginn des Schlussviertels weniger Spannung, sondern mehr Freude über den bevorstehenden Aufstieg, die Stimmung in den RASTA Dome brachte. Mit einem 78:55-Sieg feierten die Vechtaer den Aufstieg in die Beko BBL.

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Die Fakten zum Spiel

Rebounds: Für Gotha endete das Duell unter den Brettern desaströs. Glatte 21 (!) Offensivrebounds griffen die RASTAner ab. Mit 50:30 ging diese Statistik mehr als deutlich an Vechta. Die besten Rebounder waren Derrick Allen, Devin Gibson und Christian Standhardinger mit jeweils sieben Rebounds. Bei den Rockets kamen Max DiLeo (7) und Gerard Gomila (6) über fünf Bretter hinaus. Die Big Men Joseph Lawson und Delvon Johnson kamen zusammen gerade auf sechs.

Wurquoten: Vechta spielte offensiv keinesfalls überragend effektiv. 40 Prozent der Zweier, 33 Prozent der Dreier und gerade einmal 62 Prozent der Freiwürfe fanden ihr Ziel. Gotha agierte hier mit 39%, 32% und 79% fast identisch bzw. von der Linie sogar besser. Vechta hatte aber in allen Kategorien mehr Wurfversuche und kam dreimal häufiger an die Linie als die Gäste (42:14). Christian Standhardinger versenkte gerade einmal sieben seiner 18 Versuche von der Linie (39% FT).

Hitziges Duell: Trotz der (ab der Halbzeit) relativ klaren Angelegenheit, merkte man dem Spiel seine Wichtigkeit für die Kontrahenten an. Sowohl Donald Lawson als auch Joseph Lawson und Christopher Razis mussten frühzeitig in die Kabine. Kein eingesetzter Spieler beider Teams, außer Fabian Franke, blieb ohne Foul. Höhepunkt des Ganzen: Im vierten Viertel wurde Ensminger wegen seines zweiten technischen Fouls der Halle verwiesen.

Spieler des Spiels: Devin Gibson dürfte sich mittlerweile als eine der besten Nachverpflichtungen bestätigt haben, die die Verantwortlichen aus Vechta in jüngster Vergangenheit getätigt haben. 16 Punkte und 7 Rebounds sind dabei eine Facette seines Spiels. Die andere ist seine überragende Defense. Wenn Gibson auf das Feld kommt, häufen sich die Fehlpässe des Gegners und der Druck auf den ballführenden Spieler wird immens. Wenn er dann noch so hochprozentig wie gestern trifft, ist er immer eine Bereicherung.

Stimmen zum Spiel

RASTA Vechta gegen OeTTINGER Rockets GothaChris Ensminger: „Glückwunsch an Andreas und den Verein RASTA Vechta zum Aufstieg. Im August hatte ich schon den Eindruck, dass sie den besten Kader haben, der auch über die meiste Erfahrung in der BBL und in der ProA verfügt. Das hat sich dann auch bestätigt. Sie haben nur drei Niederlagen – nur eine zu Hause – über die Saison kassiert. Wir hätten eine Chance auf einen Sieg gehabt, wenn wir komplett gesund gewesen wären. Das war nicht der Fall, aber das ist keine Ausrede. Trotzdem bin ich stolz auf meine Jungs, die alles gegeben haben – insbesondere in der Serie gegen Hamburg, aber auch über die komplette Saison. Wir hatten zehn neue Spieler, vier Rookies, und ich denke, das war mit dem vierten Platz sowie unter anderem den meisten Siegen in unserer ProA-Geschichte eine erfolgreiche Saison. Die Spieler haben sich super entwickelt.“

Andreas Wagner: „Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft. Unsere Mannschaft wollte den Sack heute unbedingt zumachen. Wir wussten, dass Gotha nochmal alles versuchen würde. Wir wussten, was in Hamburg passiert ist. Gotha ist eine Mannschaft, die nie aufgibt. Aber unser Team wollte es heute einfach ein bisschen mehr. Ich bin natürlich superglücklich. Aber wir haben jetzt noch ein Finale. Ich habe vor der Saison gesagt, dass wir das letzte Spiel der Saison gewinnen wollen. Das steht noch aus.“

AUFSTIEG

RASTA Vechta ist nach zwei Jahren Abstinenz wieder erstklassig und kann ein neues Abenteuer in Deutschlands höchster Spielklasse beginnen. Mit nunmehr 25 Siegen in Folge löste RASTA den Aufstieg mehr als souverän. Hatte das Team damals noch gegen Karlsruhe über die komplette fünf Spiele zittern müssen, flogen die Vechtaer dieses Mal nur so durch die Playoffs. Der knappe Sieg in zweiten Spiel gegen Gotha bleibt dabei die einzige spannende Partie.

Im Finale wartet nun Science City Jena. Den Aufstieg haben zwar beide Teams in der Tasche, aber trotzdem ist ein harter Kampf zu erwarten. Nachdem beide mit identischer Bilanz in die Playoffs gingen und ihre Serien jeweils mit einem Sweep bewältigten, steht schließlich noch die Frage aus: Wer ist das beste Team der ProA 2015/16?

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