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RASTA Vechta dominiert gegen ersatzgeschwächte Rockets

21.04.2016 || 21:50 Uhr von:
Ohne ihre erkranken Leistungsträger Carlton Guyton und Jordan Riewer hielten die OeTTINGER Rockets Gotha gegen RASTA Vechta in Spiel eins der Playoff-Halbfinalserie nur phasenweise mit. Angeführt von einem brandheißen Travis Warech stellte RASTA im zweiten Viertel die Weichen für den 94:57 (53:31)-Erfolg. Spiel zwei folgt am Samstag in Gotha (19 Uhr).

Beide Mannschaften legten einen Rumpelstart in die Partie hin. Nach den ersten sechs Spielminuten lag RASTA Vechta mit 10:5 in Front. Die Niedersachsen dämmten schon zu diesem Zeitpunkt Gothas Angriffsbemühungen weitgehend ein, was jedoch auch sehr stark damit zusammenhing, dass die Rockets ihre Probleme hatten, ohne Carlton Guyton und Jordan Riewer die nötige Kreativität im Backcourt zu generieren. Über die kompletten 40 Minuten sollten die Thüringer keinen wirklichen offensiven Rhythmus aufbauen können. Gotha half sich zu Beginn sehr stark mit Switches in der Verteidigung aus. Dieses Mittel konnte Christian Standhardinger (8 Punkte im 1. Viertel) zwar nicht davon abhalten, in der Anfangsphase individuell zu dominieren. Jedoch brauchte es eine gewisse Zeit für Vechta, um den Turbo zünden. In den ersten Minuten hielt die Mannschaft von Cheftrainer Chris Ensminger das Tempo zu ihren Gunsten gering. Dann sorgten Derrick Allen und Devin Gibson mit einer Koproduktion für eine Initialzündung: Allen und Gibson doppelten Rockets-Spielmacher Dilhan Durant nahe der Mittellinie und setzten den Youngster so sehr unter Druck, dass dieser den Ball hergab. Derrick Allen vollstreckte auf Vorlage von Gibson auf der anderen Seite (13:5, 7. Minute). Gibson war es einmal mehr, der nach seiner Einwechslung über eine gallige Verteidigung für neue Impuls sorgte und nebenbei zudem insgesamt 10 Assists auflegte.

Was folgte, war ein Transition-Feuerwerk vonseiten der Niedersachsen – im Grunde genommen ein Spiegelbild der Nürnberg-Serie. Wieder einmal fand Vechtas Gegner in den ersten Spielminuten ihre Mittel, mit denen sie RASTA vorerst dabei störten, einen Rhythmus aufzubauen. Der erste Vechtaer Lauf war dann einmal mehr spielentscheidend. Vor allem Travis Warech ragte mit zehn erzielten Punkten binnen weniger Minuten zwischen Viertel eins und zwei heraus. Jeremy Dunbar erhöhte per Korbleger auf 43:26 (15.). Daraufhin fanden die Rockets für zwei Minuten nochmal zu ihrer Contenance aus den ersten Minuten zurück. Der nächste RASTA-Run ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Chase Griffin sorgte nach einem Kickout-Pass von Carlos Medlock per Ecken-Dreier für die 53:31-Pausenführung. Daraufhin dominierte weiterhin RASTA. Gothas Delvon Johnson setzte mit einem Alley-oop-Dunk und einem spektakulären Block im dritten Viertel zur Abwechslung zwei Highlights, spannend wurde das Spiel aber zu keinem Zeitpunkt mehr. Im Gegenteil: Am Ende feierte Vechta einen mehr als deutlichen Kantersieg.

Junger Schwede! Der 21 Jahre junge Basem Abdulkader agierte bei seinem ersten längeren Auftritt (13 Minuten, 3 Punkte, 1 Steal) frech, mutig und äußerst engagiert. Der Schwede machte Vechtas Carlos Medlock das Leben mächtig schwer. Vorne konnte er zwar nicht für Kreativität sorgen, das war allerdings angesichts von zuvor zwölf Spielminuten Einsatzzeit in der kompletten Saison nicht zu erwarten.

Fehlende Kreativität: Ohne die kreativen Momente von Carlton Guyton und ohne die Wurfstärke von Jordan Riewer fehlten den Rockets zwei grundlegende Elemente in ihrem Spiel. So mangelte es ihnen nicht nur an Kreativität, sondern auch an Struktur. Laut Chris Ensminger ist der Einsatz der beiden für Spiel zwei noch ungewiss. Damit Gotha daheim eine Chance hat, werden die beiden dringend benötigt. Der ebenfalls junge Dilhan Durant verrichtete seinen Job im Spielaufbau zwar phasenweise sehr ordentlich und auch Gerard Gomila schaffte in der Rolle des Point Forwards für Entlastung im Spielaufbau. Mit Leichtigkeit und geordnetem Halbfeldspiel hatte das Playmaking bei den Rockets aber wenig zu tun. Wenige Gothaer Punkte waren ein Resultat von aufeinander abgestimmten Spielzügen. Zum Topscorer avancierte aufseiten der Gäste Marco Völler mit 13 Zählern.

Vechtaer Dominanz: Die Leichtigkeit im Gothaer Spiel fehlte nicht zuletzt auch wegen der wieder einmal enorm aggressiven RASTA-Defense, die allerdings erst nach etwa sechs Minuten die Intensität nach oben schraubte. Erst nach sechs Minuten? Luxusprobleme eines Aufstiegsfavoriten. Spätestens nach sieben Minuten nahm die Mannschaft von Headcoach Andreas Wagner das Spiel komplett in ihre Hände. Dann war wieder Fastbreak-Basketball im RASTA-Style angesagt. Und selbst wenn die early Offense mal stockte, blockten die Niedersachsen ihre Schützen frei. Oder aber ein Spieler wie Carlos Medlock (14 Punkte und zusammen mit Christian Standhardinger sowie Travis Warech Topscorer) ließ seine Klasse im Eins-gegen-Eins aufblitzen. Insgesamt generierte Vechta als Team brillante 30 Assists.

 

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