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„Ehingen auf die leichte Schulter genommen“

27.02.2017 || 10:02 Uhr von:
Rockets Ehingen Arbeitssieg
Die Oettinger Rockets kommen gegen Ehingen Urspring mit einem blauen Auge davon und bauen ihre Siegesserie weiter aus. Nach dem Spiel nimmt Coach Pavic alle Schuld auf sich.

„Ich möchte heute nur die Leistung von Kristian Kulluamäe positiv hervorheben.“ Für die weitestgehend unterdurchschnittliche Leistung des restlichen Teams, übernahm Head Coach Ivan Pavic auf der Pressekonferenz nach dem Spiel höchstpersönlich die Verantwortung. Mehrmals beteuerte er, einzig und allein Schuld an der gezeigten Leistung der Oettinger Rockets zu sein, da er den Gegner auf die leichte Schulter genommen und seine Mannschaft nicht optimal eingestellt habe.

Und dabei kamen die Rockets mit einer breiten Brust und zwei Auswärtssiegen am vergangenen Wochenende zurück nach Erfurt. Der Gegner, das Team Ehingen Urspring, konnte vor dem Spiel ebenfalls auf durchaus erfolgreiche Wochen zurückblicken, in denen man sich durch Siege gegen die direkten Konkurrenten etwas Luft im Abstiegskampf verschafft hatte. Dass man gegen die Rockets über weite Teile in Führung liegen und bis ins letzte Viertel Siegchancen haben würde, hatte sich Gäste-Coach Domenik Reinboth aber sicher nicht so einfach vorgestellt.

Erst im Schlussviertel aufgewacht

Die Gäste waren es nämlich, die, angeführt vom agilen Guard-Duo Devon Moore und Kam Taylor, den besseren Start ins Spiel erwischten. Auf Seiten der Rockets fand das Team von Head Coach Pavic nie so wirklich seine defensive Ordnung, war immer wieder den entscheidenden Schritt zu spät und ließ viele einfache Korbleger zu. Gleich vier Mal schafften es die Ehinger, mit einem simplen Pick’n’Roll zum Erfolg zu kommen und sammelten insgesamt starke 29 Punkte im ersten Viertel.

Erst ein ganz wilder Buzzerbeater-Dreier von Gerard Gomila war dann nach drei Minuten im zweiten Spielabschnitt ein kleiner Weckruf für die Raketen. Neben ersten Stops in der Defense konnten in der Folge auch ein paar offene Würfe verwandelt werden. Die Ehinger handelten sich in dieser Phase fünf schnelle Turnover ein und mussten somit erstmals ihre Führung abgeben, als David Hicks für das 35:34 aus Sicht der Thüringer sorgte.


Die junge Truppe um Top-Scorer Daniel Berger (20 Punkte) bewies in den darauffolgenden Minuten allerdings eine starke Moral und erkämpfte sich bis zur Halbzeitpause wieder eine 41:46-Führung. Immer wenn die Rockets gute Aktionen in Offense oder Defense zeigten, hatten die Ehinger eine Antwort parat. Auch im gesamten dritten Viertel schafften es die favorisierten Hausherren folglich nicht, das Spiel zu ihren Gunsten zu gestalten. Einzig über die beiden Big Men Robert Oehle (21 Punkte) und Dane Watts (18 Punkte) kam man zu Punkten, während die Guards um Hicks (3/14 FG) und Grant Gibbs offensiv enttäuschten.

Prädikat „Arbeitssieg“

Ehingen gelang es weiterhin ohne große Mühen, nach einem Pick’n’Roll oder einem Cut vom Flügel den freien Mitspieler unter dem Korb zu finden, während die Raketen vergeblich nach ihrer Wurfform suchten oder völlig offene Korbleger verlegten. Erst im letzten Viertel sahen die zahlreichen Zuschauer in der Erfurter Messehalle dann endlich den langersehnten Lauf der Rockets, als man sich fünf Minuten vor Spielende das erste Mal auf fünf Punkte absetzen konnte. Bis zur Schlusssirene waren es dann sogar zehn Punkte Vorsprung, was den Rockets sogar etwas schmeichelte (85:75).

Ivan Pavic (2. v.r.) war auf der Pressekonferenz voll der Selbstkritik. Trainerkollege Domenik Reinboth (rechts) zeigte sich zufrieden mit der gezeigten Leistung seiner eigenen Jungs.

Was am Ende des Tages schließlich überwog, war der starke Auftritt des Team Ehingen Urspring und die Frage, ob die Spieler der Oettinger Rockets nicht allein in der Lage sein sollten, sich gegen einen Abstiegskandidaten zu motivieren, wenn es mal nicht von Beginn an läuft? Gegen einen Abstiegskandidaten, der sich 21 Ballverluste erlaubt und 15 Offensivrebounds herschenkt, sollte man sich jedenfalls besser präsentieren, wenn es in ein paar Wochen gegen hochkarätigere Teams reichen soll.

„Ehingen auf die leichte Schulter genommen“
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