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Nürnberg überflügelt

13.03.2016 || 00:55 Uhr von:
Till-Joscha Jöhnke | HEBEISEN WHITE WINGS Hanau
Die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau können gegen rent4office Nürnberg den nächsten Heimsieg einfahren. Mit 70:64 verpassen sie den Franken den nächsten großen Dämpfer.

Nach dem 70:64-Sieg der HEBEISEN WHITE WINGS Hanau über rent4office Nürnberg offenbart ein Blick auf die Tabelle, dass die Hessen überraschend den Anschluss an die Playoff-Plätze hergestellt haben. Doch ein Blick auf den Spielplan des Aufsteigers nimmt den White Wings diese Hoffnung recht schnell wieder, mit Jena und Vechta warten noch die größten Brocken der zweiten Liga. Doch das schmälerte die Freude über den zwölften Saisonsieg und achten Heimsieg keinesfalls.

Nach einem sehr nervösen Beginn waren es die Gastgeber, die dem ersten Viertel ihre Handschrift aufsetzten. Die Mannschaft von Simon Cote kontrollierte die Zone und kam daraus mehrfach zu einfachen Punkten. Außerdem verhinderte sie, dass Nürnberg den Korb attackieren konnten. Bei den Gästen bewegten sich die Spieler zwar viel, kamen aber durch Hanaus Verteidigung nicht zu freien Positionen. Hanau konnte sich so bereits nach den ersten zehn Minuten einen 26:11-Vorsprung erarbeiten. Nachdem Luke Loucks Sekunden nach dem Buzzer von der eigenen Dreierlinie getroffen hatte – was zwar Begeisterung auslöste, aber keine Zähler brachte –, wurde Hanaus Offense durch eine taktische Maßnahme Ralph Junges gebremst. Die Zonenverteidigung zeigte Wirkung, sodass Hanau nicht mehr diese Freiräume in der Zone bekam. Doch richtig rund lief es offensiv beim letztjährigen Halbfinalisten nicht, einzig Dan Oppland war mit 13 Punkten ein echter Gefahrenherd. Auch wenn Mario Blessing Schwung ins Spiel brachte und drei Assists spielte – der Youngster hatte kein Wurfglück und handelte sich mit einem technischen Foul schon das vierte persönliche Foul im zweiten Viertel ein. Der Vorsprung schmolz, aber mit 37:29 nahm Hanau ein gutes Polster mit in die zweite Halbzeit.

rent4office Nürnberg Ralph Junge

Die zweite Hälfte begann mit einem Drei-Punkt-Spiel für Nürnberg und je einem Steal von Mauricio Marin und Robert Oehle. Das Momentum schien kurz auf Seiten der Franken, doch die Gastgeber bekamen den Ball gleich wieder von Nürnberg geschenkt. Nach 13 Turnovern in Halbzeit eins, war dies der erste von zehn in der zweiten Halbzeit. Coach Junge sagte nach der Partie, dass man die Bälle erschütternd weggeworfen habe. Aber auch die ungewöhnlich vielen Schrittfehler in dieser Partie (Junge: „So viele Schrittfehler habe ich zuletzt in einem U16-Spiel in Italien gesehen.“) waren auffällig. Jeden kleinen Lauf der Nürnberger machten diese „unforced errors“ wieder zunichte. So markierte der Litauer Antanas Udras bei seinem Debüt sechs Punkte in Serie oder Mauricio Marin erzielte 14 Punkte nach dem Seitenwechsel, wirklich nahe heran kam rent4office aber nicht. Das hatte auch seine Gründe in Kruize Pinkins, der wie Marin eine starke zweite Halbzeit spielte und 13 Zähler auflegen konnte. Außerdem konnten sich die immer wieder aggressiv spielenden White Wings insgesamt 28 Freiwürfe erarbeiten. Selbst mussten sie nur siebenmal zusehen, wie Nürnberg an der Linie stand. Als die Gäste in der letzten Minuten durch zwei Dreier nochmals auf 66:60 herankamen – das Ergebnis wurde nach dem Spiel sogar auf 66:61 korrigiert –, spielte Hanau die Uhr geduldig herunter und Till-Joscha Jönke wurde früh beim Zug zum Korb gefoult. Der erste Freiwurf ging rein, der zweite wurde zu einem einfachen Offensivrebound für Dane Johnson. Der Center machte sein bestes Saisonspiel und kam bei sieben Treffern bei neun Versuchen auf 15 Punkte und acht Rebounds. Die zwei folgenden Chancen auf einen Dreier ließen die Franken liegen und so konnte Hanau das Spiel an der Freiwurflinie nach Hause bringen.

Trotz der dritten Niederlage in Serie bleibt die Mannschaft von Ralph Junge weiterhin auf dem achten und damit letzten Playoff-Platz. Da Chemnitz auch gewinnen konnte und noch einen relativ leichten Spielplan besitzt, sollte rent4office nach Möglichkeit noch zwei Spiele gewinnen, um den Playoff-Einzug sicherzustellen. In der aktuellen Verfassung allerdings ein schwieriges Unterfangen. Der Gegner Leverkusen kommt im zweiten Teil des Doppelspieltags da jedoch zur rechten Zeit ins BBZ. Hanau ist mit den bisherigen zwölf Saisonsiegen schon sehr zufrieden und kann entspannt in die letzten drei Partien gehen. Vor dem Hammerprogramm mit dem letzten Heimspiel gegen Jena und dem Saisonabschluss in Vechta steht erst noch die Reise nach Trier an. Selbst wenn die White Wings noch einen oder zwei Siege holen sollten – dank verlorener direkter Vergleiche sind die Playoff-Aussichten sehr gering. Ein positives Fazit der ProA-Premierensaison ist auf jeden Fall schon jetzt sicher!

Nürnberg überflügelt
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