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„Wir sind eine Mannschaft mit Entwicklungspotential“

31.10.2017 || 07:25 Uhr von:
Die RheinStars Köln wollen aufsteigen. Nach den ersten sechs ProA-Spielen sprach Coach Denis Wucherer über Verbesserungspotential, seine Ziele und die Qualität der Liga.

Die RheinStars Köln haben einen Neustart gewagt. Nach anderthalb Saisons mit Arne Woltmann soll Denis Wucherer die RheinStars aus der ProA in die BBL führen. Der ehemalige Gießener Erfolgscoach übernahm den Vorjahres-Achten im Sommer: In sechs Spielen der Saison 2017/18 konnte der 123-fache Nationalspieler mit seinem neuformierten Team bisher drei Siege einfahren. Nach dem 76:81-Overtime-Krimi gegen die Crailsheim Merlins nahm sich Wucherer Zeit für ein kurzes Gespräch über die knappe Niederlage und den Saisonstart.

Denis Wucherer…

… über die Gründe für die Niederlage gegen die Crailsheim Merlins.

Im dritten Viertel und vor allem der Overtime haben wir es nicht geschafft, den Ball laufen zu lassen. Wir sind nicht das Team, das sich über das Pick-and-Roll mit guten Entscheidungen einen Vorteil verschafft, sondern wir müssen dann auch gucken, dass sich der Ball bewegt und wir ins Laufen kommen. Das haben wir nicht geschafft. Gerade in der Overtime waren wir auch ein bisschen müde, da haben wir das ein oder andere Mal zu viel gedribbelt und es verpasst, im entscheidenden Moment zu passen. Da kam dann nur ein schwerer Wurf nach dem anderen heraus, und Crailsheim war da deutlich erwachsener. Sie haben sich deutlich bessere Würfe erarbeitet und diese hinten heraus dann auch getroffen.

… über die Verletzung von Jesse Morgan.

Generell fehlt er uns natürlich. Er ist einer, der dann von der Bank kommt und vor allem auch mal eins gegen eins gehen kann und an seinem Gegenspieler vorbeikommt. Gerade wenn auf hohem Niveau verteidigt und viel geswitcht wird wie heute, dann musst du irgendwann eins gegen eins gehen und den Korb attackieren. Das kann er natürlich, und daher freuen wir uns, wenn er irgendwann wieder dabei ist.

… über Verbesserungspotential in der Offensive.

Ohne Pick-and-Roll geht es heute nicht. Wir werden da weiter dran arbeiten, vor allem an der Entscheidungsfindung. Heute haben wir gegen eine Mannschaft gespielt, die extrem erfahren ist und dort im Regelfall gute Entscheidungen findet. Da müssen wir besser werden. Aber auch die Qualität der Blöcke unserer großen Leute muss besser werden, sonst ist es schwer da wirklich einen Vorteil zu generieren.

… über die Defensive, die vor allem im vierten Viertel an alte Zeiten erinnerte.

In der ersten Halbzeit haben wir da wenig Zugriff bekommen auf das Pick-and-Roll von Turner mit Gay. Das hat dann in der zweiten Halbzeit deutlich besser funktioniert. Das ist das, was wir brauchen, um ins Laufen zu kommen. So sind wir dann im vierten Viertel auch zurückgekommen. Das ist das, wie wir erfolgreich spielen können. Wenn Gegner uns regelmäßig ins Setplay zwingen, dann ist die Qualität noch nicht so, dass wir regelmäßig Spiele gewinnen können.

… Lukas Wank, der kurz nach Saisonbeginn aus Würzburg nach Köln gewechselt ist.

Lukas ist ein interessanter Spieler, weil er eine interessante Größte und eine interessante Athletik vor allem in der Verteidigung hat. Da hat er seine Stärken. In der Offensive muss man ihn teilweise noch ein bisschen zügeln. Das ist teilweise, auch heute wieder, etwas zu wild. Aber auch da werden wir die Rolle noch finden für ihn. Er kann das Pick-and-Roll spielen, natürlich ist das noch verbesserungswürdig. Der Wurf kann auch noch konstanter werden, aber das geht eben nur über Minuten, die er braucht und die bekommt er bei uns. Deshalb ist er bei uns. Er macht uns besser, er macht unseren Kader tiefer, natürlich auch nach der der Verletzung von Jesse Morgan. Aber auch wenn er wieder dabei ist, wird Lukas eine gute Rolle bei uns spielen können.

… über die Qualität der ProA nach zwei Jahren Abstinenz.

Ich glaube insgesamt ist die Liga nochmal zusammengerückt. Das Niveau von Teams, die für den Aufstieg in Frage kommen, beschränkt sich da nicht nur auf vier bis sechs Mannschaften, sondern da sind fast zwölf bis vierzehn Teams, die in die Playoffs kommen können bzw. wollen. Da kann natürlich immer alles passieren, also musst du sehen, dass du im März deinen besten Ball spielst. Bis dahin gibt es in der Liga aber eine Menge Arbeit, überhaupt in die Playoffs zu kommen. Da hat sich in den letzten zwei, drei Jahren nochmal etwas getan.

… über die aktuelle Einschätzung seines Teams im ProA-Vergleich.

Da wo wir im Moment sind, so in der Mitte, da gehören wir aktuell auch hin glaube ich. Klar, wir hätten in Heidelberg und auch heute das Spiel gewinnen können. Aber wir haben da noch Arbeit vor uns und wir müssen uns noch weiterentwickeln. Wir müssen offensiv noch eine Identität finden, die zu uns passt. Insofern ist das gut, aber wir sind eine Mannschaft mit Entwicklungspotential. Mal sehen, was wir in den nächsten Monaten noch rausholen.

„Wir sind eine Mannschaft mit Entwicklungspotential“
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