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Von München ins Mekka

13.01.2017 || 09:17 Uhr von:
Richard Freudenberg
Freshman Richard Freudenberg spricht im Exklusivinterview mit basketball.de über sein erstes Spiel im Madison Square Garden, seine Rolle bei St. John’s und seinen Speiseplan.

It’s a done deal!“, zwitscherte es im Februar 2016 aus München. Bei dem Deal handelte es um sich um eine richtungsweisende Entscheidung von Richard Freudenberg, dem 18-jährigen Nachwuchsstar des FC Bayern München. Freudenberg gab bekannt, im Sommer an die St. John’s University im New Yorker Stadtteil Queens zu wechseln. Seine neuen Trainer bei den „Johnnies“? Keine Geringeren als die NBA-Legenden Chris Mullin und Mitch Richmond!

Freudenbergs College-Karriere begann indes weniger erfolgreich als erhofft. Denn in seinen ersten elf Partien für St. John’s ging der 2,06 Meter große Forward nicht nur sechsmal als Verlierer vom Parkett, sondern verwandelte in insgesamt 115 Minuten Einsatzzeit – 10,5 pro Partie – nur vier seiner 24 Wurfversuche und zwei von 17 Dreiern für zehn Punkte. Umso besser begann Freudenberg seine erste Partie im legendären Madison Square Garden, wo St. John’s im Rahmen des „MSG Holiday Festivals“ am 18. Dezember auf Jan Jaglas Alma Mater Penn State traf. Denn bereits den ersten Dreierversuch aus der Ecke verwandelte die Nummer 20 ohne Ringberührung.

Einen Sieg konnte St. John’s indes nicht zurück nach Queens bringen – aufgrund eines miserablen 5:35-Laufs zum Ende der ersten Hälfte unterlagen die Red Storm mit 76:92. Der deutsche Flügelspieler beendete das Spiel mit fünf Punkten – einer neuen Saisonbestmarke –, vier Rebounds und einem Assist in 20 Minuten Spielzeit. Für basketball.de stand der 18-jährige Freshman nach dem Spiel bereit und sprach über seine ersten Erfahrungen in New York.

First game today in the Worlds most famous arena #MSG Let’s get this W vs. Penn State #sjubb

Ein von rfreudenberg (@rfreudenberg) gepostetes Foto am

„Es ist riesig hier – das Mekka des Basketballs!“

buy instagram followers ebay basketball.de: Zunächst einmal gute Nachrichten von der deutschen U18-Nationalmannschaft [das DBB-Team war gerade ins Viertelfinale eingezogen, Anm. d. Red.]. Hast du das Ergebnis bereits mitbekommen?

Richard Freudenberg: Ja, ich freue mich sehr für die Mannschaft. Sehr schade, dass ich nicht dabei sein kann!

phil heath net worth Das stimmt. Es ist bestimmt nicht einfach für dich, gerade weil du im April beim Gewinn des Albert-Schweitzer-Turniers so eine wichtige Rolle in der Mannschaft gespielt hast. Stehst du mit den Jungs noch in Kontakt? eugene sandow  

Auf jeden Fall! Ich schreibe jeden Tag mit ihnen, habe auch Kontakt zu Harald Stein [U18-Nationaltrainer, Anm. d. Red.]. Es freut mich wirklich sehr für die Mannschaft, dass es jetzt so gut läuft.

buy 1 million facebook likes Aber es war ja sicherlich eine gute Alternative, im Madison Square Garden zu spielen. War dies dein erstes Spiel hier?

Ja, das war mein erstes Spiel hier. Wir hatten nur einmal vorher Training. Es ist natürlich riesig hier – das Mekka des Basketballs halt!

best time to take creatine Hat es denn deine Erwartungen erfüllt, mal abgesehen vom Ergebnis?

Am Anfang habe ich mir wenig zugetraut und wenig getroffen, aber ich komme immer besser ins Spiel rein. Für mich haben sich die Erwartungen zwar erfüllt, aber es kommt natürlich auch am Ende immer auf das Ergebnis an.

buy instagram followers .99 Du hast heute ca. 20 Minuten auf dem Parkett gestanden, das heißt, du bekommst auch das Vertrauen des Coaches zu zeigen, was du drauf hast.

Ja, genau!

Wie würdest du deine Rolle im Team beschreiben? Du bist ja eigentlich ein klassischer Flügelspieler, aber natürlich auch einer der Längsten im Team.

Ich habe auch mit den Trainern darüber geredet. Ich soll eigentlich auf der Drei spielen und dann immer mal wieder auf der Vier aushelfen. Jetzt ist es ein bisschen schwieriger, weil unser Starting-Center gewechselt hat [der Spanier Yankuba Sima verließ am 9. Dezember das Programm, Anm. d. Red.]. Daher muss ich nun etwas mehr auf der Vier spielen als geplant. Ich glaube aber, dass wir in unserem Offensiv-System sehr häufig mit vier Außenspielern und einem Innenspieler spielen.

„Ich muss 6.000 Kalorien am Tag essen!“

Was war aus spielerischer Sicht die größte Umstellung für dich?

Alle sind hier viel athletischer! Ich habe inzwischen 20 Pfund zugelegt und werde auch kräftiger. Das war glaube ich die größte Umstellung für mich.

Also hast du jetzt auch deinen eigenen „Meal Plan“ bekommen?

Ja, ich muss 6.000 Kalorien am Tag essen!

Wahnsinn! Wohnst und isst du dann selber mit den „normalen“ Studenten im Wohnheim, oder hast du einen eigenen Koch?

Ich habe bislang auf dem Campus gewohnt und ziehe jetzt bei Federico Mussini, Amar Alibegovic und Kassoum Yakwe ins Haus ein. Wir frühstücken jeden Tag zusammen und können in der Kantine immer umsonst essen.

Eine internationale WG sozusagen – wohnt ihr in der Nähe des Campus?

Genau. Es sind nur sieben Minuten Fußweg, also echt entspannt.

Konntest du schon abseits vom Campus ein wenig New York erkunden?

Es ist schwierig, seit das Training richtig angefangen hat und besonders während der Saison. Aber so ein bisschen geht das schon.

Wie lange bist du jetzt schon hier?

Ich bin am 23. August hier angekommen.

Und dann hattest du im Sommer gleich Unterricht?

Ja, ich hatte gerade meine letzte Prüfung für das erste Semester.

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„Chris Fleming ist immer da, wenn ich irgendetwas brauche“

Ich habe gehört, du bist selber Celtics-Fan. Hast du es mal geschafft nach Boston hochzufahren oder dir ein Spiel der Celtics im Madison Square Garden anzuschauen?

Ich war letzten Sommer einmal in Boston, aber wenn die Celtics hierher kommen, möchte ich auf jeden Fall zum Spiel gehen. Oder ich fahre nach Brooklyn – Chris Fleming ist dort ja Assistant Coach.

Wie ist dein Verhältnis zu Chris Fleming?

Ich habe viel mit ihm geredet, bevor ich hierher gekommen bin, vor allem, als es um die Entscheidung ging. Er hat mir dabei geholfen und ist immer da, wenn ich irgendetwas brauche.

Es gibt ja auch Stimmen, die die Entscheidung ans College zu gehen kritisieren, weil Spieler häufig in Rollen gezwängt werden – zum Beispiel als Shooter. Welche Absprachen hast du mit dem Trainerstab getroffen, um dies zu vermeiden und dich auch individuell entfalten zu können?

Ja, das war auch zu Beginn meine Sorge, dass ich sozusagen auf die Vier gedrängt werde. So wie es oft passiert: „Der ist groß, der kommt unter den Korb!“ Aber wie gesagt, in unserem Offensiv-System hat jeder sehr viele Möglichkeiten zum Korb zu ziehen und seine eigene Rolle zu finden.

Letzte Saison war St. John’s nicht so erfolgreich in der Big East – in 18 Spielen sprang nur ein Sieg heraus. Was denkst du, könnt ihr diese Saison erreichen?

Es ist schwierig, so etwas vorherzusagen. Ich glaube, dass wir ein paar gute Teams ärgern können. Wir haben wahnsinnig viel Talent und sind sehr jung. Wir haben nur drei Juniors und ansonsten nur Freshmen und Sophomores. Wir müssen einfach konstanter spielen und konstanter verteidigen.

„Man kann wahnsinnig viel von Chris Mullin lernen.“

Und dann kannst du hoffentlich March-Madness-Luft schnuppern…

Ich hoffe es – das ist immer das Ziel!

Erzählt dein Head Coach Chris Mullin denn gelegentlich von Olympia 1992 und dem „Dream Team“, oder ist er diesbezüglich eher zurückhaltend?

Henrik Rödl hat mich kürzlich besucht – er hat ja damals gegen Chris Mullin gespielt. Wir haben uns ein bisschen darüber unterhalten, und für die war das wohl eher ein „Gezocke“. Man kann wahnsinnig viel von Chris Mullin lernen. Mitch Richmond ist auch noch hier. Das sind einfach zwei riesige Legenden, von denen man auf jeden Fall viel mitnehmen und lernen kann!

Von München ins Mekka
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