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Die College-Top-Ten – Teil I

13.11.2016 || 16:52 Uhr von: , ,
College-Basketball ist zurück! Pünktlich zum Tip-Off der NCAA-Saison 2016/17 am 11.11. liefert basketball.de die hauseigene Top-Ten-Preview in zwei Teilen. Heute: die Plätze 6 bis 10.

6. North Carolina Tar Heels

Starting Five: Joel Berry II (Guard, 183 cm, Junior), Theo Pinson (Wing, 198 cm, Junior, verletzt), Justin Jackson (Wing, 203 cm, Junior), Isaiah Hicks (Big, 203 cm, Senior), Kennedy Meeks (Big, 206 cm, Senior)

Rotation: Nate Britt (Guard, 186 cm, Senior), Seventh Woods (Guard, 188 cm, Freshman), Tony Bradley (Big, 208 cm, Freshman), Luke Maye (Big, 203 cm, Sophomore), Kenny Williams (Wing, 191 cm, Sophomore), Brandon Robinson (Guard, 195 cm, Freshman), Kanler Coker (Wing, 193 cm, Senior), Stilman White (Guard, 185 cm, Senior), Shea Rush (Wing, 198 cm, Freshman)

Warum die Tar Heels ins Final Four einziehen…

Sechs der acht besten Spieler des letztjährigen Kaders laufen auch dieses Jahr wieder für die Tar Heels auf. Man hat eine sehr erfahrene Starting Five, bei der alle Spieler beim letzten Finaleinzug eine wichtige Rolle spielten. Nach dem aufregenden Ende des Finalspiels gehen die Tar Heels gestärkt aus dem Sommer und wollen sich nun holen, was ihnen im letzten April verwehrt blieb.

Das Guard-Duo Joel Berry und Theo Pinson (zurzeit noch verletzt) haben bereits in den letzten Jahren gezeigt, dass sie das Team erfolgreich anführen können. Zudem sind sie mit ihren Big Men eingespielt. Isaiah Hicks möchte in seiner Senior-Season endgültig den Durchbruch schaffen, genauso wie sein Kollege Kennedy Meeks, der im Sommer wieder an Masse abgenommen und diese in Athletik umgewandelt hat. Kaum ein Team hat zwei so starke Lowpost-Defender, um dieses Duo aufzuhalten. Selbst wenn Hicks wieder mit Foulproblemen zu kämpfen hat, kann Head Coach Roy Williams variieren. Mit Luke Maye haben sie einen Strech Four-Spieler, der in seiner Sophomore-Season durchaus mit mehr Spielzeit rechnen darf und seinem Center-Kollegen mehr Freiräume im Low-Post verschafft. Dazu kommt mit Tony Bradley ein sehr talentierter Freshman. Bradley war auf Platz 17 im ESPN-100-Ranking der Freshman und gilt als dritte Low-Post Waffe für Williams. Vor allem in der Offensive kann Bradley für die Tar Heels von Anfang an effektiv agieren.

Auch im Backcourt kann Coach Williams euphorisch auf seine Bank gucken, Nate Britt ist ebenfalls ein Senior und weiß genau, was der Head Coach von ihm als Back-up erwartet. Dazu kommen die beiden nächsten Top-Freshman der Tar Heels. Seventh Woods und Brandon Robinson werden von Saisonbeginn an als Flügel-Back-ups eingesetzt und sollen vor allem die schlechte Dreierquote der Tar Heels aufbessern.

Warum die Tar Heels scheitern…

Mit Marcus Paige und Brice Johnson verlassen die Tar Heels nicht irgendwelche Seniors, sondern die Stars der letzten vier Jahre. Offensiv wie defensiv waren beide Spieler die Anker im Spiel von North Carolina. Vor allem Paige war mit seinen Playmaker-Qualitäten die rechte Hand von Williams. Joel Berry II und die beiden Big Men Isaiah Hicks und Kennedy Meeks müssen große Fußstapfen füllen und beweisen, dass sie bereit sind die Verantwortung zu übernehmen.

Hall-of-Fame-Head-Coach Roy Williams musste sich im Sommer einer schmerzhaften Knie-OP unterziehen. Es kommen Zweifel auf, ob der 66-Jährige noch fit genug ist, die Tar Heels zu coachen. Erst vor drei Wochen konnte Williams 100% fit ein Training leiten. Nach Theo Pinsons Ausfall müssen allerdings die Freshman-Guards Woods und Robinson schnell das System verstehen und sich in die Mannschaft integrieren; da ist Williams Gesundheitszustand nicht hilfreich.

Im Team der Tar Heels gibt es viele Fragezeichen und viele Erwartungen. Nach den Abgängen von Paige und Johnson müssen Spieler wie Berry II, Hicks und Meeks mehr Verantwortung übernehmen und sofort abliefern. Zudem ist unklar, wann Pinson, der sich im Training einen Mittelfußknochen im rechten Fuß brach, wieder zurück kommt. Theo Pinson galt bei Williams als „Energy-Guy“ und war auf dem Flügel ein exzellenter Passgeber, der nun in eine größere Rolle schlüpfen hätte können. Doch erst einmal muss entweder Senior Nate Britt, der athletische Seventh Woods oder der Outside-Shooter Robinson auf dem Flügel starten. Neben den vielen Fragezeichen im Backcourt und auf dem Flügel, gibt es die auch bei den Big Men. Denn mit Luke Maye und Tony Bradley hat man zwei talentierte Back-ups, doch auch die beiden müssen vom ersten Spiel an, den beiden Foulanfälligen Hicks und Meeks Pausen schaffen und effektiv abliefern.

Der Star

Von den bereits oft angesprochenen Fußstapfen muss Joel Berry II, wohl in die größten treten. Er ist nun der neue Floor General der Tar Heels und muss nun zeigen, wie viel er von Paige und Head Coach Williams gelernt hat. Vieles davon zeigte er bereits in der letzten Saison als er ungefähr punktgleich mit Paige der zweitbeste Scorer nach Johnson war. Er war auch der beste Assistgeber in Chapel Hill, muss nun in der neuen Rollenverteilung aber seine Ziele neu finden. Berry könnte aber durchaus im Pick’n’Roll mit den Big Men aufgehen, zudem war er der im letzten Jahr der einzige Tar Heel der mehr als ein Drittel seiner Dreier traf. Ziel für den Guard wird es sein, Grayson Allen Konkurrenz auf den ACC-Player of the Year Award zu machen.

Der X-Faktor

Bisher noch gar nicht angesprochen wurde Junior-Wing Justin Jackson. Mit Blick in Richtung NBA ist er der Upper-Classman der Tar Heels mit dem meisten Potential. Bereits zum zweiten Mal zog Jackson seine Draft-Anmeldung überraschend zurück. Auf Grund der Verletzung von Pinson und mangelnden Small-Forward-Back-ups könnte Jackson die meiste Zeit für Williams auf dem Feld stehen. Jackson zeigt beim agieren in Richtung Korb sowie im Fast Break seine Klasse muss nun aber seinen Dreier stabilisieren und zu einer gefährlich Waffe machen. Sollte Jackson offensiv vielseitiger auftreten, könnte er wiederum Freiräume für seine Mitspieler schaffen. Jackson könnte die gewisse Entlastung schaffen die Berry, Hicks und Meeks brauchen um sich in der neuen Rollenverteilung zurecht zu finden und somit zu Williams‘ Erfolgsgaranten werden.

Drei gewagte Prognosen

• Die Tar Heels schlagen Duke im Finale der ACC-Championship
• North Carolina stellt keinen ACC-First Team Player
• Dies wird Roy Williams‘ letzte Saison sein

7. Virginia Cavaliers

Starting Five: London Perrantes (Guard, 188 cm, Senior), Devon Hall (Guard, 196 cm, Junior), Isaiah Wilkins (Forward, 201 cm, Junior), Austin Nichols (Forward, 206 cm, Junior), Jack Salt (Center, 211 cm, Sophomore)

Rotation:Kyle Guy (Guard, 191 cm, Freshman), Darius Thompson (Guard, 193 cm, Junior), Ty Jerome (Guard, 196 cm, Freshman), Marial Shayok (Guard, 196 cm, Junior), De’Andre Hunter (Guard, 201 cm, Freshman), Jarred Reuter (Forward, 201 cm, Sophomore), Mamadi Diakite (Forward, 206 cm, Redshirt-Freshman), Jay Huff (Forward, 211 cm, Freshman)

Warum die Cavaliers ins Final Four einziehen…

Mit 89 Siegen und zwei Nummer-eins-„Seeds“ in den letzten drei Jahren zählt Virginia zu den konstantesten Programmen im College-Basketball. Insbesondere defensiv agiert die Mannschaft von Tony Bennett seit Jahren auf elitärem Niveau und es ist zu erwarten, dass trotz der Abgänge von Malcolm Brogdon, Anthony Gill und Mike Tobey zumindest das defensive System weiterhin erfolgreich sein wird. So erhält Virginia mit Forward Austin Nichols, der von Memphis nach Charlottesville transferierte und nach einem Jahr Pause nun spielberechtigt ist, einen weiteren erstklassigen Shot-Blocker.

Ansonsten kann Bennett auf einen Stamm an Rückkehrern setzen, angeführt von Guard London Perrantes, der in seinem Senior-Jahr zu den besten Guards der NCAA zählen dürfte. Hinzu kommen mit Devon Hall, Darius Thompson, Marial Shayok und Isaiah Wilkins vier weitere „Upperclassmen“, die letztes Jahr jeweils mehr als 15 Minuten pro Partie auf dem Parkett standen. Mit diesem erfahrenen Kern, Neuzugang Austin Nichols und insgesamt fünf Top-75-Freshmen (darunter All-American Kyle Guy) verfügt Bennett über eine interessante Mischung aus Erfahrung und Talent, mir der Virginia in der ACC wieder oben mitmischen sollte.

Warum die Cavaliers scheitern…

Jedes College-Team würde den Verlust eines 20-Punkte-pro-Spiel-Scorers beklagen, aber die Cavaliers werden den Abgang von Malcolm Brogdon (2015/16: 18,2 PpG) offensiv nur schwer kompensieren können. In der Motion Offense der Cavaliers, bei der Off-Ball-Screens und andauerndes Ballmovement das Erscheinungsbild prägen, machte die individuelle Klasse von Brogdon in den letzten Jahren oftmals den Unterschied. Neben Top-Scorer verließen auch die Big Men Mike Tobey und Anthony Gill die Mannschaft von Coach Tony Bennett. Insgesamt 59% ihres Vorjahres-Scorings müssen die Cavaliers ersetzen. Ob die Neuankömmlinge Kyle Guy (Freshman) und Austin Nichols (Transfer aus Memphis) diese Lücken adäquat ausfüllen können, bleibt abzuwarten. Auch die Rückkehrer Darius Thompson und Devon Hall müssen in ihrer dritten Saison eine wesentlich effektivere Offensiv-Rolle einnehmen.

Die Defensive wird funktionieren – da gibt es keine zwei Meinungen. Tony Bennett hat mit seiner Pack-Line-Defense ein Konzept implementiert, das die eigene Zone zum Sperrgebiet macht. Dass die Cavaliers auch in dieser Saison wieder zu den effizientesten Defensiven der Nation zählen wird steht außer Frage. Doch kann Austin Nichols, der als zentraler Frontcourt-Spieler eine elementare Rolle einnehmen soll, nach einem Jahr Spielpause sofort abliefern? Seine Suspendierung kurz vor der Spielzeit trägt nicht unbedingt zu einer schnelleren Akklimatisierung bei.

Die Cavaliers scheiterten vergangenes Jahr kurz vor dem Final Four und vor zwei Jahren besaß man mit Justin Anderson, Darion Atkins, London Perrantes, Malcolm Brogdon und Anthony Gill den wohl talentiertesten Cavaliers-Nukleus im aktuellen Jahrzehnt. Warum sollte der Einzug in das Final Four in diesem Jahr gelingen, wenn das maximale Leistungsvermögen der aktuellen Mannschaft niederiger einzuschätzen ist?

Der Star

London Perrantes. Der Ballhandler erfüllt mit seiner Spielweise das Klischee des „traditionellen“ Point Guard, der in erster Linie die Team-Offensive orchestriert. Neben Scorern wie Justin Anderson und Malcolm Brogdon musste Perrantes in den vergangenen zwei Jahren auch gar nicht durch die Rolle des primären Scorers einnehmen (7,6 Punkte pro Spiel). In dieser Saison wird der Senior jedoch verstärkt auf den eigenen Abschluss schauen, da es den Cavaliers im Backcourt an Scorern mangelt. Dass in Perrantes durchaus ein effizienter Punktesammler steckt, deutete sich in der NCAA-Saison 2015/16 an. 11,0 Punkte pro Partie bei einer True Shooting-Quote von 60,9 Prozent – der Perimeter-Schütze (48,8% 3FG bei 4,6 Versuchen pro Spiel) glänzt durch einen sehr sauberen Sprungwurf, den er mit Vorliebe nach gestellten Down- respektive Flare-Screens nimmt.

Aufgrund seiner fehlenden Athletik verzichtet Perrantes weitestgehend auf Dribble Drives und scheut den Gang in die Zone. Es bleibt abzuwarten, ob das sehr perimeterlastige Spiel von ihm auch ohne einen dominanten Scorer – wie es Brogdon war – an seiner Seite funktioniert. Bleibt seine Effizienz im Angriff auch mit gesteigertem Volumen noch auf dem hohen Niveau der letzten Saison?

Der X-Faktor

Austin Nichols. Die Abgänge der Frontcourt-Spieler Anthony Gill und Mike Tobey reißen ein großes Loch in die Cavaliers-Rotation auf den großen Positione. Doch mit Neuzugang Nichols hat Coach Bennett einen Spieler parat, der die notwendigen Fähigkeiten besitzt, um die Verluste zu kompensieren. Der Big Man musste als Transfer (Memphis Tigers) in der vergangenen Saison noch aussetzen und wird darauf brennen in diesem Jahr wieder in das Geschehen einzugreifen. In Memphis glänzte Nichols vor allem als effektiver Shotblocker (2014/15: 3,4 Blocks pro Partie) und gibt den Cavaliers somit einen Ringebschützer, den sie seit Jahren schon nicht mehr hatten. In der Pack-Line-Defense von Bennett wird Nichols als letzte Instanz unter dem eigenen Korb agieren. Die Cavaliers belegten in den vergangenen drei Jahren stets einen Top-Ten-Platz bei der angepassten Defensiv-Effizienz. Dass Virginia auch in diesem Jahr wieder zu den besten Defensiv-Teams zählen wird, dürfte dank der Addition von Nichols eine sichere Wette sein. Viel spannender wird es hingegen zu sehen sein, ob Nichols auch in der Offensive das effiziente Scoring von Tobey und Gill ersetzen kann.

Drei gewagte Prognosen:

• Die Virginia Cavaliers gehen „nur“ als #5-Seed in das NCAA-Tournament
• Austin Nichols wird die ACC in der Kategorie „Blocks pro Spiel“ anführen
• Kyle Guy wird mindestens dreimal zum „ACC Rookie of the Week“ gewählt

8. Wisconsin Badgers

Starting Five: Bronson Koenig (Guard, 191 cm, Senior), Zak Showalter (Guard, 191 cm, Senior), Vitto Brown (Forward, 203 cm, Senior), Nigel Hayes (Forward, 203 cm, Senior), Ethan Happ (Big, 208 cm, Sophomore)

Rotation: D’Mitrik Trice (Guard, 183 cm, Freshman), Brevin Pritzl (Guard, 191 cm, Freshman), Jordan Hill (Guard, 193 cm, Junior), Khalil Iverson (Forward, 196 cm, Sophomore), Charles Thomas IV (Forward, 203 cm, Sophomore), Alex Illikainen (Forward, 206 cm, Sophomore), Andy Van Vliet (Forward, 211 cm, Sophomore)

Warum die Badgers ins Final Four einziehen…

Wenn ein NCAA-Tournament-Team keinen einzigen Rotationsspieler verliert, ist dies in der Regel ein gutes Indiz für eine erfolgreiche Saison. Das gilt vor allem dann, wenn man in der Startformation mit vier Seniors aufläuft, die 2015 an der Seite von Frank Kaminsky und Sam Dekker bereits Final-Four-Luft geschnuppert haben und bestens aufeinander abgestimmt sind. Forward Nigel Hayes (15,7 PPG, 5,8 RPG) ist nach einer etwas enttäuschenden Junior-Saison der „Big Ten Preseason Player of the Year“ und dürfte bei dieser Auszeichnung Konkurrenz von Teamkollge und Point Guard Bronson Koenig (13,1 PPG, 2,4 APG) erhalten, der in der „March Madness“ das Zweitrundenspiel gegen Xavier mit einem Dreier zum Ausgleich und einem weiteren mit dem „Buzzer“ quasi im Alleingang entschied.

Guard Zak Showalter (7,5 PPG, 3,8 RPG) und Forward Vitto Brown (9,7 PPG, 5,0 RPG) ergänzen das Duo als solide Rollenspieler, während Big Man Ethan Happ (12,4 PPG, 7,9 RPG) in seinem zweiten Jahr ein signifikanter Leistungssprung zuzutrauen ist. Happ ist auch der Anker einer Defensive, die voriges Jahr die wenigsten Punkte aller Big-Ten-Teams zuließ (63,8 OPPG). Zudem sollte Wisconsins moderate Bilanz aus dem Vorjahr (20-11 gesamt, 12-6 Big Ten) nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Badgers nach einem schwachen Saisonstart (9-9, 1-4) zunehmend besser zusammen fanden und die Saison mit elf Siegen aus den letzten 13 Spielen sowie einem Trip in die „Sweet Sixteen“ beendete. Im zweiten Jahr unter dem neuen Head Coach Greg Gard dürfte Wisconsin nun von Beginn an besser eingespielt sein und die Konzepte des Cheftrainers noch konstanter und erfolgreicher umsetzen, vor allem auf der offensiven Seite des Parketts.

Wisconsin blieb nahezu komplett zusammen und zählt zu den erfahrensten der NCAA. Im zweiten Jahr unter Head Coach Greg Gard sollten die Badgers von Beginn an bestens harmonieren und um die Big-Ten-Krone mitkämpfen.

Warum die Badgers scheitern…

Während Wisconsin durch gutes Zusammenspiel überzeugt, fehlte der Mannschaft von Greg Gard letztes Jahr oft die nötige individuelle Durchschlagskraft in Offensive. Mit 42,6 FG% (11. Platz), 34,9 3P% (9.) und 70,3 FT% (10.) belegten die Dachse unter den 14 Big-Ten-Mannschaften in der Vorsaison jeweils in den unteren Regionen wieder, was sich auch bei den „Points per Possession“ (1,05, 9.) wiederspiegelt. Gepaart mit dem langsamen Spieltempo, erzielte Wisconsin nur die zwölfmeisten Punkte der Conference. Diese Probleme zu beheben, ist insbesondere die Aufgabe von Forward Nigel Hayes, der in seinem ersten Jahr als primäre Scoring-Option insgesamt miserable Wurfquoten (36,8 FG%, 29,3 3P%) zeigte. Auch Point Guard Bronson Koenig war zwar ein fähiger Distanzschütze (39,0 3P%), doch im Zweipunktebereich ließ seine Effektivität mit 39,5 Prozent ebenfalls arg zu wünschen übrig.

Zugleich müssen die beiden Stars mehr Entlastung erhalten, wenn Wisconsin tatsächlich um den Titel mitspielen will. Das gilt einerseits für die Starter – Showalter, Brown und Happ –, von denen insbesondere Happ ein Leistungssprung zuzutrauen ist. Andererseits müssen aber auch die Rückkehrer auf der Bank wie etwa Guard Jordan Hill oder die Forwards Khalil Iverson, Charles Thomas und Alex Illikainen Fortschritte zeigen – keiner von ihnen erzielte letzte Saison mehr als drei Punkte pro Partie. Zwar ist allen Genannten ein Leistungssprung zuzutrauen und auch der nun spielberechtigte Belgier Andy Van Vliet gilt als durchaus talentiert. Gerade auf den Guard-Positionen ist der Kader der Badgers jedoch eher dünn besetzt.

Damit Wisconsin oben angreifen kann, müssen die Badgers vor allem in der Offensive wesentlich effizienter agieren als im Vorjahr. Hier stehen nicht nur Hayes und Koenig in der Pflicht, sondern auch ihr „Supporting Cast“ inklusive Bank. Hat Wisconsin genügend Feuerkraft für einen Final-Four-Run?

Der Star

Nigel Hayes. Nach dem Abgang der Starspieler Frank Kaminsky und Sam Dekker wurde Nigel Hayes vergangene Saison vom Rollenspieler zum Go-to-Guy befördert. Während er mit 15,7 Punkten, 5,8 Rebounds und 3,0 Assists die Statistikbögen füllte, litt seine Wurfeffizienz unter der prominenteren Rolle (36,8 FG%, 29,3 3P%). Zeigt Hayes, der sich als langer, physisch starker und vielseitiger Forward auch in die Notizbücher der NBA-Scouts gespielt hat, in seiner Senior-Saison nun effizientere Leistungen, hat er das Zeug zum Spieler des Jahres in der Big Ten Conference.

Der X-Faktor

Ethan Happ. Deutsche Basketball-Fans wissen schon lange von Ethan Happs Qualitäten, sicherte sich der Big Man aus Illinois doch 2014 die Auszeichnung zum MVP des Albert-Schweitzer-Turniers. Nachdem Happ 2014-15 ein Jahr auf sein College-Debüt warten musste, legte er vergangene Saison eine sehr beachtliche Freshman-Saison auf das Parkett (12,4 PPG, 7,9 RPG) und wurde zum besten Neuling der Big Ten gekürt. Gut möglich, dass der 20-Jährige diese Saison seinen großen Durchbruch feiert und die Badgers auf ein höheres Niveau hebt.

Drei gewagte Prognosen

• Trotz seines Favoritenstatus trägt Nigel Hayes am Saisonende nicht die Trophäe des „Big Ten Player of the Year“ davon.
• Dennoch steht Nigel Hayes am Saisonende im „First Team“ der Big Ten Conference – als einer von zwei Badgers-Spielern.
• Die Serie von drei Sweet-Sixteen-Auftritten in Folge wird fortgesetzt – das Final Four findet jedoch ohne Wisconsin statt.

9. Xavier Musketeers

Starting Five: Edmond Sumner (Guard, 196 cm, Sophomore), Myles Davis (Guard, 187 cm, Senior), Trevon Bluiett (Guard/Forward, 199 cm, Junior), RaShid Gaston (Forward, 203 cm, Senior), Sean O’Mara (Center, 208 cm, Junior)

Rotation: J.P. Macura (Guard, 195 cm, Junior), Malcolm Bernard (Guard/Forward, 198 cm, Senior), Kaiser Gates (Forward, 204 cm, Sophomore) Tyrique Jones (Forward, 206 cm, Freshman), Quentin Goodin (Guard, 191 cm, Freshman)

Warum die Musketeers ins Final Four einziehen…

Fast schon still und heimlich haben sich die Xavier Musketeers in der jüngeren Vergangenheit zu einer Top-Adresse im College-Basketball entwickelt. Unter der Leitung von Head Coach Chris Mack, der aktuell in seine achte Spielzeit mit den Musketeers geht, erreichte das Team aus Cincinnati nicht nur sechsmal das NCAA-Turnier, sondern auch dreimal die „Sweet Sixteen“. Auf einen Einzug in das Final Four wartet die Anhängerschaft jedoch schon seit Dekaden vergeblich. Wird Xavier in dieser Saison die Premiere gelingen? Die Chancen stehen nicht schlecht. Die Musketeers gehörten in der letzten Spielzeit der elitären Riege von nur sieben College-Teams an, die sowohl in der Defensiv- (22.) als auch Offensiv-Effizienz (18.) in der Top-25 vertreten waren. Mit Trevon Bluiett (15,1 PpG), Edmond Sumner (11,0 PpG), Myles Davis (10,8 PpG) und J.P. Macura (9,4 PpG) sind vier der Top-6-Scorer aus der vergangenen Saison wieder an Bord, sodass ein Einsturz des offensiven Outputs nicht zu erwartet ist.

Stattdessen kann Trainer Mack mit Sumner auf einen explosiven Ballhandler zurückgreifen, der mit seinen Drives jede Verteidigung beschäftigt und von den Schützen Bluiett (39,8% 3FG), Davis (38,1% 3FG) und Macura (35,6% 3FG) die optimale Unterstützung auf dem Flügel erfahren. Auch wenn Bluiett nominell auf der Position des Power Forwards aufläuft, stehen bei den X-Men zumeist vier Perimeter-Spieler zeitgleich auf der Platte. Die X-Men stellen mit ihrer Mischung aus dynamischen, kreativen Ballhandlern – auch Davis kann den Ballvortrag übernehmen – und effektiven Distanzwerfern ein schwieriges Unterfangen für jede Defensive dar. An jedem Abend kann ein anderer Spieler heiß laufen und mit Kaiser Gates und Sen O’Mara stehen zwei Big Men bereit, die in einer prominenteren Rolle für die notwendige Balance zwischen Inside- und Outside-Spiel sorgen. In der Defensive variiert Coach Mack immer wieder zwischen einer aggressiven Mann-Mann-Verteidigung und 1-3-1-Zonenverteidigung. Gerade die spezielle Form der Zonenverteidigung brachte in den letzten Jahren die eine oder andere Mannschaft zur Verzweiflung.

Warum die Musketeers scheitern…

Wie schwer wiegen die Abgänge der beiden Frontcourt-Jungs James Farr und Jalen Reynolds? Mit Farr und Reynolds haben auch 14,3 Rebounds und 1,6 Blocks pro Partie die X-Men verlassen. Die Kompensation soll durch das Trio Kaiser Gates, RaShid Gaston und Sean O’Mara erfolgen, die jetzt allesamt viel stärker in den Vordergrund rücken. Reynolds war mit seiner Durchsetzungskraft ein wahres Pfund im Interior und ein bedeutsamer Faktor dafür, dass die Schützen auf dem Flügel Freiräume erhielten. Während Gates im Angriff vornehmlich vom Distanzwurf lebt (knapp 60 Prozent seiner Abschlüsse in der letzten Saison waren Dreier), werden primär Gaston und O’Mara für Scoring im Low-Post sorgen müssen. Sollte es den X-Men in diesem Bereich dann an Effektivität mangeln, droht die Balance zwischen Perimeter-Shooting und Inside-Scoring verloren zu gehen.

Die Suspendierung von Davis wurde noch nicht aufgehoben und ob der Guard überhaupt noch einmal zum Kader dazustoßen wird, erscheint momentan absolut in der Schwebe zu sein. Ohne Davis lastet zu viel Playmaking-Last auf den Schultern von Sumner. Coach Mack gehört auf College-Ebene zu den besten seiner Zunft und auch in dieser Saison wird er sowohl in der Offense als auch Defense immer wieder experimenterien müssen. Bleibt bei Sumner der nächste Entwicklungsschritt aus? Ist der Frontcourt in der Breite nicht stark genug besetzt? Haben die X-Men wirklich dieselbe Qualität wie Vorjahres-Champion Villanova, um mit dieser Art von Vier-Guard-Aufstellungen den großen Erfolg zu feiern? Nicht wenige Fragezeichen in Cincinnati, die den ganz großen Wurf in der Gegenwart noch fragwürdig erscheinen lassen.

Der Star

Edmond Sumner. In der Historie der X-Men lassen sich kaum Spieler ausfinding machen, die auf individueller Ebene den allerhöchsten basketballerischen Ansprüchen genügen. Aus den letzten 20 Jahren schafften es mit James Posey, David West und – mit Abstrichen – Jordan Crawford nur drei Musketeers, sich nachhaltig in der NBA zu etablieren. Mit Sumner hat Mack aktuell den wohl talentiersten Spieler seiner Amtsperiode im Kader stehen.

Der Guard bringt absolutes Gardemaß mit (1,98 Meter) und ist von kaum einem Verteidiger auf College-Niveau beim Zug zum Korb aufzuhalten. Eine große Stärke im Offensiv-Spiel von Sumner ist, dass er sich reihenweise „Freebies“ (Freiwurf-Rate 15/16: 60%) erarbeitet und seine Drives auch effizient direkt am Korb abschließt (FG% am Ring: 49,6). Eine ganz andere Dimension würde der athletische Guard noch erreichen, wenn er klare Fortschritte als Sprungwerfer nimmt. 27,9 Prozent seiner Sprungwürfe aus dem Zwei-Punkte-Land fanden ihr Ziel; aus der Dreierdistanz beträgt die Quote immerhin 30,1 Prozent. Progression als Sprungwerfer würde Sumner vor allem im Pick-and-Roll neue Optionen eröffnen, da die Defense bislang doch primär darauf bedacht ist, ihm den Drive wegzunehmen.

Der X-Faktor

Myles Davis. Dass der Guard vor zwei Monaten von seinem Übungsleiter auf unbestimmte Zeit suspendiert wurde, trifft die X-Men durchaus hart. Davis gibt dem Team in der Offensive eine zweite Ballhandler-Option und beschäftigt auch abseits des Balls dank seiner Wurf-Fähigkeiten die Verteidigung. Sollte Mack die Suspendierung von Davis nicht aufheben, wird Sumner gezwungen sein in der Halbfeld-Offensive wesentlich stärker auf die Kreierung von Scoring-Option für seine Mitspieler zu achten. Dass Sumner nicht der geborene Floor-General ist, war schon in der letzten Saison offensichtlich, weshalb eine weitere ordnende Hand der Offensive von Xavier gut zu Gesicht stehen würde.

Drei gewagte Prognosen

• Edmond Sumner dribbelt sich im Verlauf der Saison seinen Weg in die Lottery-Prognosen der gängigen NBA-Draft-Portale
• Trevon Bluiett setzt sich schlussendlich im Fernduell gegen Josh Hart durch und wird zum „Big East Player of the Year“ gekürt
• „Skillball“ ist Trumpf! Trotz einer dünnen Personaldecke im Frontcourt gelingt den X-Men der allererste Final-Four-Einzug

10. Indiana Hoosiers

Starting Five: Josh Newkirk (Guard, 186 cm, Junior), Robert Johnson (Guard, 191 cm, Junior), James Blackmon Jr. (Guard, 193 cm, Junior), OG Anunoby (Forward, 203 cm, Sophomore), Thomas Bryant (Center, 208 cm, Sophomore)

Rotation: Devonte Green (Guard, 191 cm, Freshman), Curtis Jones (Guard, 193 cm, Freshman), Grant Gelon (Guard, 196 cm, Freshman), Freddie McSwain Jr. (Forward, 198 cm, Junior), Collin Hartmann (Forward, 201 cm, Senior), Juwan Morgan (Forward, 203 cm, Sophomore), De’Ron Davis (Forward, 208 cm, Freshman)

Warum die Hoosiers ins Final Four einziehen…

Nach #8 in 2015 und #6 in 2016 belegt die Offensive der Indiana Hoosiers bei der Prognose von KenPom mit #7 erneut einen Top-10-Platz. Ein Garant für Indianas Offensiveffizienz ist Center Thomas Bryant, der trotz einer soliden Freshman-Saison den Sprung in die NBA um (mindestens) ein Jahr verschob. Dank seiner Länge (2,26 Meter Armspannweite) und Aggressivität war Bryant bereits als Freshman ein überaus effizienter Scorer und traf 68,3 Prozent aus dem Feld, 70,6 Prozent von der Freiwurflinie und sogar fünf von 15 Dreierversuchen. Kann Bryant spielerisch den nächsten Schritt vollziehen und von seiner Erfahrung profitieren, zählt er sicherlich zu den besten Innenspielern der NCAA.

Ergänzt wird Bryant dabei von einer Reihe fähiger Schützen, allen voran Guard James Blackmon Jr. (15,8 PPG, 46,3 3P%), der aufgrund einer Kreuzbandverletzung vergangene Saison nur 13 Spiele absolvieren konnte und die Hoosiers nun im Scoring anführen dürfte. Ebenfalls zurück ist Guard Robert Johnson (8,1 PPG, 44,7 3P%), dessen Präsenz im NCAA-Tournament aufgrund einer Verletzung schmerzlich vermisst wurde. Hinzu kommen mit OG Anunoby, Collin Hartman und Juwan Morgan drei Frontcourt-Akteure, die letztes Jahr bereits bewiesen haben, dass sie den offenen Dreier treffen können (gemeinsam 47/120 3P, 38,8 3P%). Vor allem Anunoby gilt in seinem zweiten Jahr in Bloomington als großer Hoffnungsträger, bringt er der Mannschaft doch sowohl eine Option von außen als auch eine defensive Allzweckwaffe. Zwar steht Anunoby noch am Anfang seiner Entwicklung, doch als „3-and-D“-Spieler hat der Forward bereits die Augen der NBA-Scouts auf sich gezogen (siehen unten).

Thomas Bryant ist einer der Top-Innenspieler im College-Basketball und weiß mit James Blackmon Jr. und Robert Johnson zwei weitere exzellente Offensivakteure neben sich. Wenn Forward OG Anunoby den erwarteten Sprung schafft, ist für die Hoosiers das erste Final Four seit 2002 möglich.

Warum die Hoosiers scheitern…

Aus der Mannschaft, die in der Sweet Sixteen gegen North Carolina auflief, ist mit Thomas Bryant nur ein Starter zurück an Bord. Zwar dürften Blackmon und Johnson (beide waren gegen UNC verletzt) sowie die anderen Rückkehrer um Anunoby, Hartman und Morgan die Abgänge auf den Positionen zwei bis vier weitestgehend auffangen, doch gerade der Abgang von Point Guard Yogi Ferrell wiegt schwer. Ferrell, der IU als sechstbester Scorer der Uni-Geschichte verließ, war nicht nur der gefährlichste Korbjäger der Hoosiers, sondern auch der verlängerte Arm von Head Coach Tom Crean.

An seiner Stelle wird voraussichtlich Junior Josh Newkirk starten, der im Sommer 2015 von Pittsburgh nach Bloomington transferierte und seine Stärken vor allem im Zug zum Korb hat. In seiner zweiten Saison für Pitt kam Newkirk in durchschnittlich 20,7 Minuten auf 5,9 Punkte und 2,7 Assists pro Partie, litt allerdings unter schwachen Wurfquoten (37,7 FG%, 30,1 3P%). In Indiana muss Newkirk nicht nur seinen Wurf stabilisieren, sondern auch Aufgaben als Spielgestalter wahrnehmen. Hier wird sich zeigen, ob Indiana mit Newkirk, Johnson, Blackmon und Freshman Curtis Jones genügend Playmaking auf den Guard-Positionen fabrizieren kann.

Auch defensiv stehen gerade die Außenspieler in der Pflicht, auf einem elitären Niveau zu agieren, war dies doch in den letzten Jahren eine der großen Schwachstellen der Hoosiers. So ließ Indiana in der Big Ten 1,01 Punkte pro Ballbesitz zu, was Platz acht in der Liga entspricht – bei den gegnerischen Punkten (69,9 OPPG) war es sogar nur der elfte Rang. Um diese Werte zu verbessern, muss Anunoby seine Ansätze aus der „March Madness“ konstant bestätigen und Bryant seine Länge als Defensivanker noch besser zur Geltung bringen.

Nach dem Abgang von Yogi Ferrell und anderen Leistungsträgern ruht im Backcourt viel Hoffnung auf Uni-Transfer Josh Newkirk und den Rückkehrern James Blackmon Jr. und Robert Johnson. Bringen sie genügend Playmaking und Perimeter-Defense, um auf Meister-Niveau zu agieren und kann Thomas Bryant die Defensive verankern?

Der Star

Thomas Bryant. Nach einer durchaus verheißungsvollen Freshman-Saison war Thomas Bryant ein legitimer Kandidat für die erste Draft-Runde, kehrte jedoch für ein weiteres Jahr nach Bloomington zurück, wo er nun als einer der besten Center im College-Basketball gilt. Seine enorme Standreichweite von über 2,50 Metern nutzt er sowohl am offensiven Brett als auch am Zonenrand, wo er effizient abzuschließen weiß und mit großer Intensität zu Werke geht. Mit Quoten von 70,7 Prozent aus dem Zweier- und 33,3 Prozent aus dem Dreierbereich sowie 70,6 Prozent von der Freiwurflinie belegte Bryant bei der True Shooting Percentage landesweit den vierten Rang. Allerdings wird Bryant dieses Jahr zeigen müssen, dass er diese Effizienz auch in einer größeren Rolle und gegen andere NBA-Kaliber bestätigen kann, brillierte der 19-Jährige doch letztes Jahr häufig gegen unterklassige Gegner. Gelingt ihm dies, ist er ein ernsthafter All-American-Kandidat.

Der X-Faktor

OG Anunoby. Als weitgehend unbekannter Rekrut mit einer limitierten Rolle, war OG Anunoby bis spät in seiner Freshman-Saison nur wenigen Beobachtern ein Begriff. Dies änderte sich jedoch spätestens bei Indianas Auftaktsieg gegen Chattanooga, als der Forward 14 Punkte (6/7 FG) auflegte und sich mit einem mühelosen 360-Grad-Dunk in die Sportnachrichten katapultierte. Zwei Tage später brillierte er als Verteidiger gegen Kentuckys Jamal Murray und spielte sich als „3-and-D“-Spieler endgültig auf die Zettel der NBA-Scouts. So verwandelte Anunoby in seiner Freshman-Saison nicht nur 44,8 Prozent seiner Distanzwürfe, sondern war dank seiner Athletik und enormen Körperlänge (2,28 Meter Armspannweite) auch Indianas defensiver Schlüsselspieler. Wenn er sich offensiv weiterentwickelt und seine Wurfquoten (56,9 FG%, 47,6 3P%) auch in einer größeren Rolle zumindest annähernd bestätigt, ist er ein legitimer NBA-Kandidat.

Drei gewagte Prognosen

• Thomas Bryant gehört am Saisonende zu den fünf Finalisten für den „Kareem Abdul-Jabbar Center of the Year Award“.
• Bryant und OG Anunoby hören im NBA-Draft 2017 beide in der ersten Runde ihren Namen.
• Die Hoosiers holen trotz des Abgangs von Yogi Ferrell erneut die meisten Siege in der Big Ten Conference.

Die College-Top-Ten – Teil I
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